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  • Weihnachtsstern, Amaryllis, Christrose und co. - Pflegetipps für Weihnachtspflanzen

Ob Christrose oder Amaryllis: weihnachtliche Pflanzen pflegen und wieder blühen lassen

  • Einige Pflanzen wie der Weihnachtsstern haben ihre Saison bereits in der Vorweihnachtszeit.
  • Doch danach braucht man sie nicht zu entsorgen.
  • Mit etwas Pflege und Geduld blühen sie ein Jahr später erneut: Tipps zur Pflege von Weihnachtsstern, Amaryllis, Christrose, Hyazinthe und Weihnachtskaktus.
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Weihnachtsstern, Amaryllis oder Christrose: Diese Pflanzen erleben rund um die Weihnachtstage ihre Blütezeit – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch auch, wenn der Tannenbaum längst auf dem Kompost liegt und das letzte Plätzchen gegessen ist, braucht man die Pflanzen nicht zu entsorgen. Denn mit etwas Pflege und Geduld blühen sie pünktlich zur nächsten Adventszeit abermals.

Weihnachtsstern

Warum die Pflanze in der Weihnachtszeit so beliebt ist: Mit seiner leuchtend roten Farbe schmückt der Weihnachtsstern Fensterbänke während der Adventszeit. Seine Schönheit erkannten im 16. Jahrhundert auch Franziskanermönche, informiert die Website www.pflanzenforschung.de. Sie verwendeten die Pflanze fortan als Deko in der Weihnachtszeit. Zuvor nutzten bereits die Azteken den Weihnachtsstern, um Farbstoff zu gewinnen oder Fieber zu behandeln.

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Er ist der Klassiker in der Adventszeit: der Weihnachtsstern. © Quelle: Stars for Europe

Tipps zur Pflege: Kälte mögen Weihnachtssterne gar nicht. Sie brauchen einen warmen (15 bis 22 Grad), hellen Standort ohne Zugluft. Sonst kann es passieren, dass sie ihre Blätter abwerfen. „Viele Weihnachtssterne sterben, weil sie zu nass gehalten werden“, erklärt Klaus Götz vom Fachverband Deutscher Floristen (FDF). Er empfiehlt, Weihnachtssterne einmal, in wärmeren Räumen maximal zweimal pro Woche mit leicht temperiertem Wasser zu gießen.

Was nach dem Verblühen zu tun ist: Der Weihnachtsstern ist eine mehrjährige Pflanze. Damit die Blätter der Pflanze zur nächsten Adventssaison wieder knallrot erstrahlen, braucht der Weihnachtsstern Lichtverhältnisse wie in seiner tropischen Heimat. Mindestens sechs Wochen lang sollte er höchstens elf Stunden am Tag Licht erhalten. Die Pflanze dafür über Nacht an einen dunklen Ort stellen oder phasenweise abdecken.

Smalltalk-Wissen: Es gibt einen Feiertag zu Ehren des Weihnachtssterns: den National Poinsettia Day am 12. Dezember. Der Name leitet sich vom Biologen Joel Roberts Poinsett (1779–1851) ab, der die Pflanze aus Mexiko in die USA mitbrachte.

Amaryllis

Warum die Pflanze in der Weihnachtszeit so beliebt ist: Zu Hause ist die Amaryllis in subtropischen Gebieten. In voller Pracht blüht sie von November bis Januar und ist deshalb bei uns in der Weihnachtszeit besonders beliebt.

Auch die Amaryllis ist in der Weihnachtszeit äußerst beliebt.

Tipps zur Pflege: Je wärmer die Amaryllis steht, desto schneller blüht sie. „Da die Amaryllis ein Zwiebelgewächs ist und die Zwiebel als Speicherorgan nutzt, muss man sie nur mäßig gießen, etwa alle zehn Tage“, erklärt Klaus Götz vom FDF, der in Heilbronn ein Blumen­geschäft führt. Mittlerweile gibt es auch Amaryllis auf dem Markt, deren Zwiebeln mit Wachs versiegelt sind. Diese braucht man gar nicht zu gießen.

Was nach dem Verblühen zu tun ist: Aufbewahren! Denn auch die Amaryllis kann noch einmal blühen – sofern die Zwiebel nicht mit Wachs versiegelt wurde. Nach der Blüte lässt man die Amaryllis einfach in einer Ecke stehen, sagt Götz. Zum Beginn des Sommers verfrachte man sie in den dunklen Keller. In einer gut vierteljährlichen Ruhephase stirbt das gesamte Laub ab. „Im Oktober pflanzt man die Zwiebel in neue Erde, stellt sie hell und gießt sie. Dann treibt sie wieder aus“, erklärt der Experte.

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Smalltalk-Wissen: Genau genommen handelt es sich bei der bei uns unter dem Namen Amaryllis bekannten Pflanze sehr häufig um den Ritterstern. Die beiden Pflanzen sehen sich sehr ähnlich, sodass Botaniker den Ritterstern zunächst der Gattung Amaryllis zuordneten. Diese Verwechslung wurde mittlerweile korrigiert, der Ritterstern zählt nun zur Gattung der Hippeastrum. Umgangssprachlich ist er aber noch immer unter dem Namen Amaryllis bekannt.

Christrose

Warum die Pflanze in der Weihnachtszeit so beliebt ist: Anders als viele andere Pflanzen öffnen sich die Blüten der Christrose mitten im Winter – manchmal schon an den Weihnachtstagen, passend zum Fest der Christen. In der freien Natur trotzt sie sogar der Schneedecke und trägt deshalb den Beinamen Schneerose.

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Die Blüte der Christrose wird zwischen fünf und zehn Zentimeter groß. © Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Tipps zur Pflege: Für drinnen sind Christrosen nicht geeignet, denn die Pflanzen mögen es gern kalt. „Kurzfristig, vielleicht ein oder zwei Wochen, kann man sie nach drinnen stellen – aber je kürzer sie im Haus steht, desto besser“, sagt Götz. Draußen blühe sie viel länger.

Was nach dem Verblühen zu tun ist: Christrosen sind robust und brauchen kaum Pflege. Nur an den Boden stellen sie Ansprüche: Er sollte kalkhaltig, durchlässig und humos sein. Man kann sie nach der Blüte im Garten in einen schattigen Bereich pflanzen, um sich im nächsten Jahr wieder an ihr zu erfreuen. Denn Christrosen zählen zu den langlebigen Stauden.

Smalltalk-Wissen: Gerade weil die Christrose Schnee und Kälte trotzt, symbolisiert sie in der Blumensprache Mut, Kraft und Hoffnung.

Hyazinthe

Warum die Pflanze in der Weihnachtszeit so beliebt ist: Wer die richtigen Bedingungen schafft, erhält passend zu den Festtagen blühende und duftende Hyazinthen. Wohl deshalb sind die hübschen Pflanzen in der Weihnachtszeit so beliebt. Draußen beginnt sie in der Regel im März zu blühen.

Ein Klassiker: Die Hyazinthe sieht nicht nur toll aus, sie duftet außerdem süßlich.

Tipps zur Pflege: „Die klassische Weihnachtshyazinthe verhält sich wie die Amaryllis. Beides sind Zwiebelgewächse“, erklärt Götz. Das heißt: Mäßig gießen und nicht zu warm stellen. Denn dann blüht sie unter Umständen so schnell auf, dass der Stiel die Blüten nicht mehr tragen kann und umknickt.

Was nach dem Verblühen zu tun ist: Hyazinthen können länger als ein Jahrzehnt halten. Nach dem Verblühen brauchen sie eine lange Ruhepause. „Nach der Blüte kann man die Zwiebel in den Garten einpflanzen. Im nächsten Jahr treibt sie wieder aus“, so der FDF-Experte.

Smalltalk-Wissen: Die Hyazinthe stammt aus dem Mittelmeerraum. Als Seefahrer die Zwiebeln im 16. Jahrhundert mit nach Europa brachten, waren diese über lange Zeit so beliebt, dass sie sich nur sehr reiche Menschen leisten konnten.

Weihnachtskaktus

Warum die Pflanze in der Weihnachtszeit so beliebt ist: Ab November blüht der Weihnachts­kaktus, der auch als Schlumbergera bekannt ist. Somit ist er eine Bereicherung für die weihnachtlich dekorierte Wohnung.

Der Weihnachtskaktus blüht passend zur Adventszeit in leuchtenden Farben. © Quelle: Pixabay/shinichi4849

Tipps zur Pflege: Der Weihnachtskaktus zählt zu den Kakteengewächsen. Er braucht einen sonnigen Standort ohne direkte Mittagssonne und verträgt keinen Kalk. „Da der Weihnachts­kaktus zu den Sukkulenten gehört, sollte man ihn nur mäßig gießen, und zwar mit maßvoll temperiertem Wasser“, rät Götz. Ideal seien Raumtemperaturen zwischen 15 und 20 Grad.

Was nach dem Verblühen zu tun ist: Erst einmal braucht der Weihnachtskaktus nach der Blüte etwas Ruhe. In dieser Zeit weniger gießen und nicht düngen. „Im Sommer fühlt er sich auch im Freien an einem halbschattigen Platz pudelwohl“, erklärt der Experte. Wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden, die Pflanze ins Haus holen – so blüht sie wieder in der Adventszeit.

Smalltalk-Wissen: Bei den hierzulande in der Winterzeit verkauften Weihnachtskakteen handelt es sich fast immer um Hybriden. Sie wurden aus verschiedenen Wildarten der Gattung Schlumbergera gezüchtet.

Achtung: Alle der hier genannten Pflanzen sind gering bis stark giftig. Wer mit Kindern oder Haustieren zusammenlebt, sollte sie an einem nicht erreichbaren Ort aufstellen oder auf diese Weihnachtsklassiker unter den Gewächsen verzichten.

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