Kreative Kekse: Rezepte für außergewöhnliche Weihnachtsplätzchen

  • Auch wenn das Plätzchenbacken zu Weihnachten dazugehört, hat man irgendwann genug von Vanillekipferl, Zimtsternen und Co.
  • Die Lösung: Außergewöhnliche Rezepte für köstliche und kreative Kekse.
  • Spitzbuben etwa kann man nicht nur mit Marmelade, sondern auch mit salzigem Karamell zubereiten. Probieren Sie es aus!
|
Anzeige
Anzeige

Hannover. Wenn in der Vorweihnachtszeit die Ausstechformen und das Nudelholz wieder ausgepackt werden, fangen die Kinderaugen beim Gedanken an warme Plätzchen an zu leuchten. Denn es gibt im Winter doch keine schönere Familientradition als gemeinsames Backen. Das findet auch Barbara Katzenberger.

Backen macht schon Kindern Spaß

Schon als Kind zählten Backbücher zu Barbara Katzenbergers Lieblingsbüchern. Diese Leidenschaft ist der Österreicherin bis heute geblieben, inzwischen schreibt sie die Backbücher sogar selbst. Doch nicht nur das: Seit 2015 betreibt die 35-jährige Marketingfachfrau auch einen eigenen Blog, auf dem sie ihr gesamtes Backwissen in Bildern und Rezepten zur Verfügung stellt. Wie zum Beispiel das Rezept für Linzer Streifen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige
Die Österreicherin Barbara Katzenberger hat schon als Kind ein Faible fürs Backen gehabt. Inzwischen hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. © Quelle: Privat

Kleine Mürbeteig-Zimt-Johannisbeer-Happen - so werden sie gemacht

Wer die Linzer Torte mag, der wird die Linzer Streifen lieben. Es sind kleine Mürbeteig-Zimt-Johannisbeer-Happen, die die Adventszeit definitiv versüßen.

Das wird gebraucht

Anzeige

Für ein Blech Linzer Streifen braucht man für den Mürbeteig ein Ei, ein Eigelb (ein Eiweiß zum Bestreichen), 250 Gramm Mehl, 200 Gramm gemahlene Mandeln, eine halbe Packung Backpulver, einen Teelöffel Zimt, eine Messerspitze gemahlene Nelken, eine Prise Salz, 150 Gramm Zucker und 250 Gramm kalte Butter. Zum Bestreichen werden 400 Gramm Johannisbeermarmelade, ein Esslöffel Rum und Puderzucker benötigt.

Wer Linzer Torte mag, wird diese Linzer Streifen lieben. © Quelle: Privat
Anzeige

So geht’s

Der Ofen wird auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Die Butter schneidet man in Stücke und verarbeitet sie gemeinsam mit Ei, Eidotter und den trockenen Zutaten mit der Hand zu einem Mürbeteig. Zwei Drittel des Teiges werden auf ein mit Backpapier belegtes Blech bis in die Ecken ausgerollt. Dann werden die Johannisbeermarmelade und der Rum glatt gerührt und gleichmäßig auf dem Mürbeteig verteilt. Den restlichen Teig rollt man dünn aus. Sollte er zu weich sein, kann man einfach etwas Mehl dazugeben.

Im Anschluss wird der Teig in einen Zentimeter breite Streifen geschnitten und zügig mit etwa einem bis anderthalb Zentimeter Abstand auf dem Blech verteilt – am besten diagonal zum Rand des Bleches. Mit einem Pinsel wird dann etwas Eiweiß auf die Streifen gestrichen. Auf der mittleren Schiene backt man die Streifen dann etwa 20 Minuten. Wichtig ist, sie vernünftig auskühlen zu lassen, bevor man sie in Streifen schneidet und zum Schluss leicht mit Puderzucker bestäubt.

Tipp: Wem das Streifenschneiden zu mühsam ist, kann einfach mit einem Ausstecher Sterne oder Kreise ausstechen und auf der Marmelade verteilen. Sieht auch sehr schön aus! Guten Appetit zu den kleinen österreichisch angehauchten Happen.

Backen als Ausgleich zum stressigen Alltag

Anzeige

Backen ist nicht nur köstlich und macht Spaß, sondern kann in einem stressigen Alltag auch ein willkommener Ausgleich sein. So wie bei Malene Schröder.

Wer ein Haus gebaut hat, weiß, wie stressig das sein kann. Malene Schröder empfand die Zeit als so anstrengend, dass sie nach einem Ausgleich suchte – und mit dem Foodbloggen anfing. Seit 2014 versammelt die 35-jährige Hamburgerin auf ihrer Website alles, was ihr rund ums Kochen, Backen und Genießen einfällt. Dabei hat die Accountmanagerin und Mutter eine Vorliebe für Feierabendrezepte und Süßes – wie etwa die No-Bake-Spekulatiuskugeln.

Malene Schröder hat ihren Blog rund ums Kochen, Backen und Genießen ausgerechnet während ihres Hausbaus gegründet. © Quelle: Privat

Süß und salzig: So gelingen No-Bake-Spekulatiuskugeln

Die No-Bake-Spekulatiuskugeln schmecken nach einer tollen Kombination aus süß und salzig und zergehen quasi auf der Zunge. Außerdem sind sie perfekt, um langweilige oder übrig gebliebene Spekulatiuskekse zu verwerten. Den besonderen Pepp jedoch gibt ihnen die Erdnussbutter.

Das wird gebraucht

Anzeige

Für die Spekulatiuskugeln werden 250 Gramm Spekulatiuskekse, ein Teelöffel Abrieb einer Orange, 200 Gramm Erdnussbutter, 200 Gramm Zartbitterschokolade, fünf Gramm Kokosfett und Fleur de Sel benötigt.

Diese Spekulatiuskugeln bestechen durch ihre Mischung aus würzigem Keks und cremiger Erdnussbutter – und sind garantiert im Nu weggenascht. © Quelle: Privat

So geht’s

Zunächst werden die Spekulatiuskekse im Multizerkleinerer oder alternativ in einem Gefrierbeutel mit einem Nudelholz zu feinen Krümeln verarbeitet. Anschließend werden die abgeriebene Orangenschale und die Erdnussbutter hinzugegeben und im Mixer oder mit dem Handrührgerät verrührt. Dann formt man mit nassen Händen kleine Kugeln und stellt diese für etwa Stunde in den Kühlschrank.

Danach wird die Schokolade in Stücke gebrochen und mit dem Kokosfett über einem Wasserbad erhitzt, bis sie flüssig ist. Anschließend wendet man die Kugeln mit einer Pralinengabel darin und lässt sie auf einem Abtropfgitter trocknen. Bevor die Kugeln durchgetrocknet sind, werden diese mit etwas Meersalz bestreut. Danach kann man die Kugeln komplett trocknen lassen, verpacken oder direkt genießen.

Süßes als Berufung - ein Blog voller Torten, Kuchen und Co.

Das Hobby zum Beruf machen – davon träumen viele, aber nur wenigen gelingt es. Für Emma Friedrichs ist tatsächlich ein Traum wahr geworden, als sie sich vor fünf Jahren mit ihrem Blog selbstständig gemacht hat. Hier versammelt die zweifache Mutter, Autorin und Foodexpertin aus Herford alles rund ums Backen, Kochen und Selbermachen. Der Schwerpunkt der 36-Jährigen liegt dabei ganz klar auf Torten, Törtchen und allem, was süß ist. Dazu gehören eindeutig auch die Spitzbuben mit Schokolade und salzigem Karamell.

Süßes ist ihre Spezialität: Die Westfälin Emma Friedrichs zeigt auf ihrem Blog, dass man ihr in Sachen Torten, Kuchen und Cupcakes nichts vormacht. © Quelle: Privat

Süße Spitzbuben mal ganz anders

Wer denkt, Spitzbuben mit Marmelade seien das Beste, was der Keksteller zu bieten hat, hat diese Version mit Schokolade und salzigem Karamell noch nicht probiert.

Das wird gebraucht

Für die Spitzbuben braucht man für den Teig 200 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Puderzucker, eine Packung Vanillezucker, 280 Gramm Mehl, 30 Gramm Kakao und ein Ei. Für das Karamell werden 80 Gramm Zucker, zwei Esslöffel Wasser und 150 Gramm Sahne und für die Deko ein halber Teelöffel Meersalz und 25 Gramm Zartbitterkuvertüre benötigt.

Spitzbuben schmecken nicht nur mit Marmelade, sondern genauso gut auch mit Schokolade und salzigem Karamell. © Quelle: Privat

So geht’s

Zunächst werden das Mehl, der Kakao, und der Puder- und Vanillezucker in eine große Schlüssel gesiebt. Das Ei wird in eine Mulde gegeben und die Butter in Stücken auf die Mehlmischung gesetzt. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgeräts wird alles zu einem glatten Teig geknetet und im Anschluss zu einem flachen Rechteck geformt. Der Teig wird in Frischhaltefolie gewickelt und sollte dann mindestens eine Stunde gut durchkühlen.

Der Backofen wird auf 160 Grad Umluft vorgeheizt. Der kalte Teig wird dann in zwei bis drei Teile geteilt und nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dick ausgerollt. Nun kann man die Plätzchen ausstechen – dabei sollte man darauf achten, dass die Hälfte davon ein Loch in der Mitte bekommt. Die Rohlinge werden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt und im vorgeheizten Ofen etwa acht Minuten gebacken.

Danach werden sie dann aus dem Ofen geholt und dürfen auf einem Kuchengitter abkühlen. Nun ist es an der Zeit, die Kuvertüre zu hacken und über einem heißen Wasserbad zu schmelzen. Anschließend werden die Spitzbuben mit Loch mit der Kuvertüre verziert und müssen dann aushärten. Für das Karamell gibt man Zucker und Wasser in eine beschichtete Pfanne und karamellisiert die Masse auf mittlerer Stufe – dabei wird nicht umgerührt.

Sobald der Zucker bröckelig und langsam braun wird, gießt man die Sahne vorsichtig auf den Zucker. Die Masse muss so lange köcheln, bis sich das Karamell gelöst hat – dabei wird regelmäßig umgerührt. Das Ganze darf nun etwas einköcheln, bevor die Pfanne vom Herd genommen und beiseite gestellt wird. Das abgekühlte Karamell wird dann mit einem Teelöffel auf die unteren Spitzbubenhälften verteilt. Nun kann man die obere Hälfte auflegen und leicht andrücken – zum Schluss werden die Spitzbuben noch mit Meersalz bestreut. Fertig sind die salzig-süßen, mal ganz anderen Spitzbuben.

Eine Doktorandin mit Foodblog

Die Idee war spontan, bereut wurde sie allerdings nie: Als eine Freundin von Tina Kollmann ihr im April 2014 von ihrem Foodblog erzählte, startete die Doktorandin noch am selben Abend ihren eigenen Blog. Inzwischen hat die 32-jährige Nürnbergerin dort schon ein ganzes Repertoire an Rezepten veröffentlicht – von herzhaft bis süß, von sommerlich bis weihnachtlich. Besonders am Herzen liegt Kollmann die regionale und saisonale Küche.

Tina Kollmann schreibt im echten Leben fleißig an ihrer Doktorarbeit, nebenbei füllt sie ihren Foodblog mit allerlei köstlichen Rezepten. © Quelle: Privat

Unwiderstehliche Nussecken mit Extras - so werden sie gemacht

Zugegeben, Nussecken kann man das ganze Jahr über vernaschen, zu Weihnachten schmecken sie allerdings besonders gut. Erst recht, wenn sie wie diese mit einer Extraportion Marzipan und Marmelade daherkommen. Die Zubereitung verlangt zwar etwas Fingerspitzengefühl, aber der Aufwand lohnt sich, denn dieser kernigen Kalorienbombe ist nur schwer zu widerstehen.

Das wird gebraucht

Für die Nussecken braucht man für den Teig 200 Gramm Mehl, 100 Gramm Zucker, 140 Gramm kalte Butter, 150 Gramm gemahlene Mandeln, zwei Eier (Größe M), einen halben Teelöffel Zimt, einen halben Teelöffel Vanille und eine Prise Salz. Für das Nuss-Topping benötigt man 120 Gramm Butter, 130 Gramm Zucker, 100 Gramm hellen Honig (z. B. Sommerblüten oder Akazie), eine Prise Salz und 400 Gramm gehackte Nüsse. Außerdem braucht man noch drei Esslöffel Orangenmarmelade, drei Esslöffel Beerenmarmelade (Himbeer, Brombeer oder Waldbeeren) und 200 Gramm Marzipan.

Knackig und süß: Diese Nussecken sind ein Muss auf jedem Plätzchenteller. © Quelle: Privat

So geht’s

Zuerst muss man die Zutaten für den Teig miteinander verkneten und den Teig dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech (30 × 40 cm) ausrollen. Am besten drückt man ihn mit den Fingern in die Ecken. Anschließend wird der Teig mit einer Gabel mehrmals eingestochen und bei 160 Grad Celsius Umluft für zehn Minuten blind gebacken.

Danach wird der Teig mit einer der beiden Marmeladen bestrichen. Nun wird das Marzipan zwischen zwei Lagen Backpapier auf die geforderte Größe ausgerollt und auf den Teig gelegt – und dann mit der zweiten Marmelade bestrichen. In einem Topf wird nun der Honig mit dem Zucker, der Prise Salz und der Butter geschmolzen und kurz aufgeköchelt.

Jetzt werden die Nüsse hinzugegeben und alles gut vermischt. Anschließend wird die Nussmischung gleichmäßig auf dem Backblech verteilt und bei 160 Grad Celsius Umluft für 20 bis 25 Minuten gebacken, bis die Oberfläche leicht gold gebräunt ist. Zum Schluss müssen die Nussecken etwas abkühlen und werden dann in noch lauwarmem Zustand in die gewünschte Form geschnitten. Übrigens: In einer Keksdose halten die Nussecken etwa vier Wochen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!