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Urban-Jungle-Trend: Die beliebtesten Pflanzen und wie man sie richtig pflegt

  • Sie haben exotische Namen und bringen tropische Vibes in jeden Raum: Monstera, Strelitzie und Pilea werden millionenfach fotografiert.
  • Wegen ihres dekorativen Aussehens mausern sich die immergrünen Gewächse zu wahren “Plantfluencern”.
  • Wir verraten, welche Arten im Trend liegen und wie man sie richtig pflegt.
Michèle Förster
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Hannover. Sie sind grün, großblättrig und liegen gerade richtig im Trend: exotische Pflanzen, die jeden Raum im Handumdrehen in einen urbanen Dschungel verwandeln. Im sozialen Netzwerk Instagram findet sich kaum ein Interieur-Schnappschuss, auf dem die immergrünen Pflanzen nicht der Blickfang sind. Denn die Dschungelpflanzen passen nicht nur gut zu moderner Einrichtung, sondern machen sich auch hervorragend auf Vintage-Möbeln. Welche Arten das Zeug zum “Plantfluencer” haben und wie sie am besten gedeihen, zeigt unser Überblick.

Paradiesisches Grün mit der Baumstrelitzie

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Die Strelitzie ist ein wahres Fotowunder. Denn die aus Südafrika stammende, baumartige Pflanze kann in der freien Natur bis zu zwölf Meter hoch wachsen. Auch in unseren Wohnräumen fühlt sich die exotische Schönheit wohl, wird aber meistens nicht höher als zwei Meter. Wie auch die Bananenpflanze gehört die Strelitzie zur Familie der Musaceae. Strelitzien gibt es in den unterschiedlichsten Arten und Ausprägungen. Besonders häufig schaffen es jedoch die Strelitzia stanislas und Strelitzia nicolai auf Fotos in die sozialen Netzwerke.

Die dekorative Grünpflanze, die auch unter dem Namen Paradiesvogelblume bekannt ist, verbessert durch ihre luftreinigende Wirkung das Raumklima. Weil sie nicht besonders kälteempfindlich ist, kann sie nicht nur in Wohn- und Büroräumen, sondern auch im Schlafzimmer aufgestellt werden. Zudem fühlt sie sich an einem hellen Standort wohl, verträgt jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung.

Die richtige Pflege: Damit die Baumstrelitzie in ihrem Kübel überlebt, braucht sie viel Wasser. Besonders in der Wachstumszeit von April bis Oktober ist sie durstig und sollte immer dann gegossen werden, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Staunässe sollte aber unbedingt vermieden werden, sonst kann es zu Wurzelfäule kommen. Gelegentlich können Blätter einreißen, was aber kein Anzeichen einer Krankheit ist. Umgetopft werden muss die Strelitzia übrigens nur, wenn sie zu groß für ihren Kübel wird.

Monstera deliciosa – die Königin der Pflanzen

Am bekanntesten ist sicherlich die Monstera deliciosa. Mit ihren riesigen, gespaltenen, dunkelgrünen Blättern verschönert die Exotin Räume im Handumdrehen. 1,5 Millionen Fotos finden sich allein bei Instagram unter dem Hashtag #monstera. Neben ihrem hübschen Äußeren ist das Aronstabgewächs auch noch besonders nützlich. Die Monstera verbessert die Luft in Räumen, indem sie Sauerstoff liefert und den Abbau von schädlichen Stoffen beschleunigt. Gerade im Winter ist die Monstera ein nützlicher Luftbefeuchter.

Die auch Fensterblatt genannte Pflanze stammt ursprünglich aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas. Da sie tropisches Klima gewohnt ist, sollte die Raumtemperatur ganzjährig etwa 20 Grad Celsius betragen. Die Kletterpflanze kann bis zu drei Meter hoch werden und sollte deshalb immer genügend Platz im Topf haben. Die Blätter einer jungen Monstera sind herzförmig. Wenn sie jedoch ausreichend Licht und Feuchtigkeit bekommt, werden die Blätter größer, dunkler und es entstehen die charakteristischen Einschnitte.

Die richtige Pflege: Ihre Beliebtheit verdankt die Monstera auch ihren robusten und pflegeleichten Eigenschaften. Sie gedeiht am besten an einem hellen und warmen Standort. In den Sommermonaten – der Wachstumszeit – sollte sie wöchentlich gegossen und alle 14 Tage gedüngt werden. Staunässe ist jedoch der natürliche Feind der Monstera und sollte mit geeigneten Töpfen unbedingt vermieden werden. Im Winter ist die Monstera genügsamer. Es reicht, sie alle zwei Wochen zu wässern. Sie mag es auch, wenn ihre Blätter gelegentlich vom Staub befreit und mit Wasser besprüht werden.

Wenn die Monstera zu viel gegossen wird, kann sich Fäulnis an den Wurzeln bilden. Sind die Blätter gelb, kann das ein Hinweis auf zu viel Feuchtigkeit sein. Außerdem begünstigt Nässe den Befall von Trauermücken, Schildläusen oder anderen Schädlingen. Bilden sich an den Blättern braune Ränder, kann ein Standortwechsel der Monstera eventuell helfen. Auch beim Ausbleiben der typischen Blattteilung besteht Handlungsbedarf, denn sie ist ein Zeichen für einen zu dunklen Standort oder fehlende Nährstoffe.

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Die ungewöhnliche Schönheit der Pilea

Auch die Pilea peperomioides erfreut sich wachsender Beliebtheit auf der Fotoplattform Instagram. Ihre runden Blätter, die an den Enden langer Stiele sitzen, sehen aus wie fliegende Untertassen. Diesem Umstand verdankt die Pilea wohl auch ihre lustigen Namen: Sie wird auch Ufopflanze, Bauchnabelpflanze oder Glückstaler genannt. Ursprünglich stammt sie aus China, wo sie in Höhen bis 3000 Meter wächst. In unseren Breiten hat sie sich als pflegeleichte und robuste Zimmerpflanze bewiesen. Meistens wird die Pilea nicht größer als 40 Zentimeter, weshalb sie vor allem in der Gruppe mit Artgenossen gut zur Geltung kommt.

Die richtige Pflege: Die zur Familie der Nesselgewächse gehörende Pilea sollte an einem hellen Ort stehen, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Verfärben sich die Blätter gelb, deutet das auf einen zu dunklen Standort hin. Die Pilea ist besonders robust gegen Kälte, verträgt Temperaturen bis fünf Grad und fühlt sich bei einer Raumtemperatur von 15 bis 18 Grad am wohlsten.

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Wie bereits ihre Vorgängerinnen verträgt die Ufopflanze keine Staunässe. Daher sollte sie nur mäßig gegossen werden, immer dann, wenn die oberste Erdschicht antrocknet. Beim Gießen ist jedoch Vorsicht geboten: Das Wasser sollte nicht über die Blätter der Pilea laufen, da diese sonst braun werden. In den Sommermonaten von März bis September sollte die exotische Pflanze zudem alle zwei Wochen gedüngt werden. Im Winter reicht es, im Abstand von fünf Wochen Dünger zuzugeben.

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