Umweltfreundlicher Silvesterspaß: So funktioniert Wachsgießen

  • Bleigießen ist seit 2018 Vergangenheit: Aufgrund der giftigen Bleioxide hat die EU den Silvesterbrauch verboten.
  • Glücklicherweise gibt es eine ideale, einfache – und vor allem umweltfreundliche – Alternative: Wachsgießen.
  • Für den farbenfrohen Silvesterspaß braucht man nur wenige Materialien.
Ben Kendal
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Hannover. Feuerwerke, Raclette und „Dinner for One": Um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, pflegt jeder ganz unterschiedliche Silvesterbräuche und Traditionen. In Deutschland war lange Zeit das Bleigießen sehr beliebt, bei dem kleine Bleistücke über einer Kerze auf einem Löffel zum Schmelzen gebracht und anschließend ins kalte Wasser geworfen wurden. Heraus kamen Figuren oder Gebilde, die man als Symbol für das deuten konnte, was das neue Jahr bringen wird.

Wachsgießen: Umweltfreundliche Alternative zum verbotenen Bleigießen

Ach, war das ein Spaß! Als Kind hätte ich allerdings nie geahnt, dass das Bleigießen so schädlich für Mensch und Umwelt ist. Aufgrund des deutlich zu hohen Bleigehalts hat die EU das Bleigießen 2018 verboten. Seither ist Schluss mit dem Brauch! Hinsichtlich der giftigen Bleioxide, die beim Erhitzen entstehen, ist das eine verständliche Entscheidung. Wer dem Silvesterritual aber nicht entsagen möchte, hat glücklicherweise eine gute Alternative: Wachsgießen! Das ist genauso einfach und spaßig wie Bleigießen – jedoch nachhaltiger und farbenfroher.

Basteln, kochen, heimwerken: In der Manufaktur gibt es in regelmäßigen Abständen kreative Do-it-yourself-Tipps aus der Redaktion. © Quelle: RND/Patan

Umweltfreundliches Wachsgießen: Diese Materialien werden gebraucht – und so geht's

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In den Drogerien und Supermärkten gibt es Packungen zum Wachsgießen bereits fertig zu kaufen. Die Verpackung und Aufmachung vom Wachsgießen und dem Vorgänger, dem Bleigießen, sehen sogar nahezu identisch aus. Allerdings funktioniert auch die Do-it-yourself-Variante gut.

Für das Wachsgießen braucht man eine Kerze, eine Schüssel mit kaltem Wasser (und Eiswürfeln), einen Löffel, eine Gussform, eine Unterlage für den Tisch – und natürlich Wachs in verschiedenen Farben. Woher das Wachs kommt, ist völlig egal: Kerzenwachs eignet sich genauso gut wie Wachsmalstifte. Zunächst wird das Wachs in verschiedenen Farben in leere Schraubgläser getan und jeweils in einem Wasserbad im Topf erhitzt.

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Sobald es geschmolzen ist, wird es in die Gussform gegeben. Besonders schön: Nutzen Sie als Gussformen Glückssymbole wie vierblättrige Kleeblätter oder kleine Schweine. Das Wachs anschließend abkühlen lassen und die Symbole aus der Form stürzen. Die Wachsrohlinge werden später auf einem Löffel über einer Kerze erhitzt und danach ins eiskalte Wasser gegossen. Nach dem vollständigen Abkühlen aus der Schüssel nehmen – fertig sind die Figuren und Gebilde!

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