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Nachhaltiger Haarschnitt

So kann man mit einem Friseurbesuch helfen, Ozeane zu säubern

Zu gut für den Boden. Aus abgeschnittenen Haaren lassen sich Filter bauen, die zum Reinigen der Ozeane verwendet werden.

Bückeburg. Nach einem Friseurbesuch fühlen sich viele Menschen besser: Die Frisur sitzt und die Haare sind wieder kürzer. Die alten Zöpfe landen auf dem Boden. Doch dort muss deren Weg nicht enden: Ausgediente Haare lassen sich zu Filtern verarbeiten, die Ozeane von Öl reinigen sollen.

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Das Prinzip hinter den Filtern ist simpel: Die abgeschnittenen Haare werden in alte Nylonstrümpfe gestopft, zu Rollen gebunden und in Seen, Flüssen, Meeren und Teichen eingesetzt. Dort binden sie Öl, Benzin oder Sonnencremereste, die das Wasser verschmutzen.

Die Idee stammt ursprünglich aus einem Nachbarland

Der Ursprung der Idee liegt in Frankreich. Bekannt wurden die Haarfilter durch den französischen Verein „Coiffeurs Justes“, was übersetzt faire Friseure bedeutet. Die Haarfilter werden bereits weltweit eingesetzt. Seit Jahresbeginn gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit, seine Haare zu spenden.

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Das Unternehmen „Hair help the oceans“ baut derzeit die Logistik nach französischem Vorbild auf. Gründer sind Friseurmeister Emidio Gaudioso aus Bückeberg und Unternehmensberater Thomas Keitel aus der Nähe von Würzburg.

Mehr als 600 Salons nehmen bereits teil

Aber wie funktionieren die Filter? Beide Umweltinitiativen nutzen die Saugfähigkeit menschlicher Haare. Nach eigenen Angaben kann ein Kilogramm Haare bis zu acht Liter Öl aus dem Wasser binden. Die Haarnetze werden anschließend gereinigt und könnten auf diese Weise bis zu achtmal wiederverwendet werden.

Wer mit dem Haareschneiden eine gute Tat verbinden möchte, kann sich auf der Karte der Gründer nach teilnehmenden Salons umschauen. Mehr als 600 Friseursalons seien Mitglied, darunter auch in der Schweiz, Österreich und den Niederlanden. Ist der eigene Friseur nicht Teil des Netzwerks, könnten die Haarspenden auch in teilnehmenden Salons abgegeben werden, heißt es. Die Haare selbst an die Organisation zu schicken, ist nicht möglich.

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RND/dpa

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