Zu wenig Licht? So verhindern Sie vergeilende Pflanzen im Winter

  • Wachsen die Triebe Ihrer Pflanzen im Winter zu lang und zu dünn? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass sie vergeilen.
  • Frostempfindliche Garten- und Balkonpflanzen sollten zwar im Winter ins Haus gebracht werden.
  • Aber um das Vergeilen zu verhindern, ist der richtige Lagerort entscheidend: Wichtig sind Helligkeit und Temperatur.
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Berlin. Frostempfindliche Garten- und Balkonpflanzen im Topf müssen den Winter über im Haus verbringen. Das ist aber kein Urlaub für sie – im Gegenteil. Oft sind die Bedingungen dort so schlecht, dass sie Schäden erleiden. Etwa das Vergeilen. Das passiert, wenn das eingelagerte Grün aus dem Garten über längere Zeit zu wenig Licht erhält. Kommt noch zu viel Wärme im Lagerraum hinzu, wachsen die Triebe im Winter weiter – aber nur schlecht. Sie werden unter diesen Bedingungen oft viel zu lang, eher dünn und zu weich.

Solche vergeilten Triebe sind schwächer und anfälliger für Schädlinge als jene, die zur Wachstumsphase ab Frühjahr unter normalen Bedingungen entstehen. Gerade Blattläuse befallen vergeilte Triebe gerne, aber auch Schildläuse, Woll- oder Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen. Oft kommen diese Schädlinge mit aus dem Garten ins Winterlager und können sich hier in aller Ruhe vermehren.

Kühles und helles Winterquartier finden

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Man verhindert das Vergeilen, indem man den Topfpflanzen aus dem Garten, von Balkon und Terrasse ein Winterquartier bietet, dass kühl und hell ist. So ist zum Beispiel im Keller jeder Lichtstrahl wichtig, erläutern die Expertinnen und Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Gardinen sollten von Fenstern entfernt werden, gleiches gilt für Schneehaufen, die sich von außen an den Scheiben auftürmen.

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Kann man nur ein kühles, aber zugleich dunkles Winterlager bieten, werden die Zimmerpflanzen dort am besten zur absoluten Ruhe verdammt, so die Expertinnen und Experten weiter. Man sollte die Töpfe nicht mal drehen oder umstellen und auch nur sparsam gießen. Sie raten bei einer Lagertemperatur von acht bis zehn Grad zum Gießen alle 14 Tage und bei Bedingungen von unter zehn Grad sogar nur zu einer Wassergabe alle vier Wochen. Handelt es sich um laubabwerfende Pflanzen wie die Geranie, sollte man sogar nur Wasser geben, wenn die Erde sich schon vom Topfrand löst.

Ist der Übergangsort hingegen relativ warm wie etwa in einem Wintergarten, sollte man ebenfalls darauf achten, dass der Lichteinfall nicht reduziert wird. So sollte man zum Beispiel verhindern, dass die Scheiben durch Kondenswasser beschlagen oder dieses immer rasch abziehen.

RND/dpa

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