Teig am Stiel: So macht man Stockbrot selbst

  • Ein Lagerfeuer zu entzünden kommt bei der ganzen Familie immer gut an.
  • Wenn dann noch das Stockbrotbacken auf dem Programm steht, scheint der Abend in freier Natur für die Kleinen das Nonplusultra zu sein.
  • Wie man ganz leicht Stockbrotteig selbst macht und welche Äste sich dafür eignen, lesen Sie hier.
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Hannover. An manchen Tagen kann man sie bereits riechen, die kleinen Herbstfeuer, die hier und dort als Leuchtpunkte in der Landschaft aufflackern und qualmige Botschaften durch die feuchte, sturmgepeitschte Luft schicken. Steigt mir an einem zugigen, trüben Nieselregentag das Raucharoma von Feuerkörben, Lagerfeuern oder Außenkaminen in die Nase, lässt sich nicht länger leugnen: Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, jetzt beginnt die Zeit der Laubhaufen, Kastanienmännchen und Kürbisfratzen. Auf meiner Liste für schöne Herbsterlebnisse ganz weit oben steht das Stockbrotbacken. Schon als Kind habe ich es geliebt, dicke Teigbatzen um lange Stöcke zu wickeln und über offenem Feuer brutzeln zu lassen – egal, wie verkohlt oder roh das Ergebnis dabei in meinem Mund landete.

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Stockbrot über dem Lagerfeuer: Das müssen Sie beachten

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Tatsächlich klingt das Stockbrotbacken einfacher, als es ist. Wer gutes Brot vom Stock kratzen will, muss einiges beachten. Zunächst gilt es einen schmackhaften, möglichst unkomplizierten Teig zu kreieren. Ich schwöre auf den Klassiker, einen Hefeteig: dazu 250 Gramm Mehl und einen halben Teelöffel Salz in einer Schüssel vermengen. 20 Gramm frische Hefe in 150 Millilitern lauwarmem Wasser auflösen und über die Mehl-Salz-Mischung geben. Zwei Esslöffel Olivenöl und einen Teelöffel Zucker oder Honig hinzufügen, das Ganze mit dem Mixer, der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten und eine halbe Stunde an einem warmen Ort abgedeckt ruhen lassen.

Diese Äste eignen sich zum Stockbrotbacken

Stockbrot sollte unter ständigem Drehen über dem Feuer geröstet werden - aber nicht länger als zehn Minuten. © Quelle: nruedisueli - stock.adobe.com

Jetzt ist es Zeit, die richtigen Äste zu beschaffen, etwa von Buche, Weide oder Hasel, bloß nicht von Eibe (giftig) oder Kiefer (zu leicht entflammbar), und sie an einem Ende zu entrinden, fest mit Alufolie zu umwickeln und diese mit Öl zu bepinseln. Anschließend knetet man den Teig noch einmal durch, teilt ihn in acht bis zehn Stücke und formt diese zu etwa 20 Zentimeter langen Strängen, die man spiralförmig um das Stockende wickelt. Nun gilt es das Brot über dem Feuer zu rösten – am besten unter ständigem Drehen und nicht länger als zehn Minuten.

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