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Stiftung Warentest prüft stilles Wasser: Acht Marken sind „sehr gut“

  • Die Stiftung Warentest hat 32 stille Mineralwässer getestet – acht erhielten ein „sehr gutes“ Urteil.
  • Viele günstige Eigenmarken des Einzelhandels schnitten gut ab.
  • Im Produkt der Biomarke Rieser Urwasser fanden die Tester krebserregendes Benzol – die Abfüllung wurde gestoppt.
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Berlin. Von einer formschönen Flasche oder einem Bio-Label sollte man sich beim Wasser nicht leiten lassen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die 32 natürliche Mineralwässer auf Geschmack und Qualität untersucht hat. Ein Großteil erhielt ein „sehr gutes“ oder „gutes“ Urteil.

Im mikrobiologischen Test war keines der Wässer auffällig, berichtet die Verbraucher­organisation. Insgesamt 13 der getesteten Produkte sind Eigenmarken des Lebensmittel­einzelhandels, dazu kommen 14 regional verkaufsstarke Wassermarken sowie drei aus Frankreich und je eine aus Portugal und Norwegen.

Hauptkriterium für das Testergebnis war das Urteil einer siebenköpfigen, geschulten Prüfgruppe. Diese beschrieb Aussehen, Geschmack, Geruch und Mundgefühl der Mineralwässer. Außerdem wurden kritische Stoffe, oberirdische Verunreinigungen, Verpackung und die Angaben auf dem Etikett bewertet.

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Viele Discounterwässer mit gutem Ergebnis

Den ersten Platz teilen sich drei Wässer, die alle ein Qualitätsurteil von 1,4 erhalten haben. Darunter ist das K‑Classic-Wasser von Kaufland. Auch die Wässer von Discountern wie Lidl, Penny und Aldi Nord erzielten die Note „sehr gut“.

In der sensorischen Beurteilung erreichten 26 der 32 Wässer die Note 1,0. Umso schlechter fiel die Beurteilung der übrigen sechs Produkte aus. Als „deutlich nach Kunststoff, Karton“ schmeckend etwa beschrieb die Prüfgruppe das Wasser der Marke Landpark Bio-Quelle. Das natürliche Mineralwasser von Real rief bei den Testerinnen und Testern einen „deutlich glatt-seifigen“ Eindruck hervor.

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Biomineralwasser fällt durch

Das Label der Qualitäts­gemeinschaft Bio-Mineralwasser gibt – anders als die für alle Wässer gültige Mineral- und Tafelwasserverordnung MTVO – für ihre Produkte Grenzwerte für die Rückstände von Pestiziden und ihren Abbauprodukten vor. Solche Spurenstoffe sind gesundheitlich unbedenklich, weisen aber darauf hin, dass die Quelle nicht ausreichend geschützt ist.

Im Biomineralwasser der Marke Rieser Urwasser wies Stiftung Warentest aber ein Pestizid-Abbauprodukt nach. Zudem enthielt das Wasser krebs­erregendes Benzol, das nachweislich aus der Flasche stammt. Das Produkt erzielte deshalb als einziges der getesteten Wässer das Qualitätsurteil „mangelhaft“. Laut Stiftung Warentest habe der Anbieter die Abfüllung vorerst gestoppt.

Edelmarken mit schlechter Klimabilanz

Auch teure Edelmarken konnten im Test nicht überzeugen. Das norwegische Voss-Mineralwasser, dessen Flasche von einem Ex-Kreativdirektor von Calvin Klein entworfen wurde, wies eine so geringe Menge an Mineralstoffen auf wie kaum ein je getestetes Wasser, so Stiftung Warentest.

Hinzu kommt eine schlechte Klimabilanz: Das Wasser kommt von weither und ist in 0,5-Liter-Flaschen abgefüllt. Der CO₂-Fußabdruck solch kleiner Flaschen sei mehr als doppelt so hoch wie bei 1,5-Liter-PET-Flaschen aus recyceltem Material.

RND/kau

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