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Microgreens für die kreative Küche

Sprossen und Keimlinge: So ziehen Sie das leckere Superfood selbst auf der Fensterbank heran

Sprossen und Keimlinge werden aus Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen oder Gemüsesamen herangezogen.

Sprossen und Keimlinge werden aus Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen oder Gemüsesamen herangezogen.

Beim Brunchen in einem schönen Café, beim Scrollen durch den Social-Media-Feed oder während des Wocheneinkaufs im Supermarkt: Irgendwo sind vermutlich jedem schon einmal Sprossen oder Keimlinge begegnet. Die bunten Microgreens liegen nämlich total im Trend – schließlich machen sie nicht nur optisch einiges her, sie tragen außerdem zu einer gesunden Ernährung bei. Was alles Gutes drinsteckt und wie Sie Sprossen ganz einfach zu Hause selbst züchten können, erfahren Sie hier.

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Sprossen und Keimlinge werden aus Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen oder Gemüsesamen herangezogen und sie schmecken je nach Sorte süßlich, nussig oder scharf. Hierzulande sind besonders Brokkolisprossen, Kresse, Alfalfasprossen oder auch Linsensprossen äußerst beliebt.

Viele Nährstoffe auf kleinem Raum

Nicht nur bei Foodbloggerinnen und ‑bloggern stehen Microgreens hoch im Kurs, sie sind auch für die ernährungsbewusste Küche ein wahrer Geheimtipp. Schließlich stecken sie voll mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel­sicherheit (Laves) mitteilt. Durch die Keimung kommt es zu vielen Stoffwechsel­aktivitäten und der Gehalt verschiedener Nährstoffe steigt währenddessen an. So stecken Sprossen – je nach Sorte natürlich – voll mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Aminosäuren, aber auch mit Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Kalzium, Magnesium oder Phosphor.

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Die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen pro 100 Gramm ist in vielen Minipflanzen höher als im ausgewachsenen Gemüse, bestätigt auch die Verbraucherzentrale Bremen. Zudem enthalten sie eine Menge sekundäre Pflanzenstoffe und Eiweiß sowie Pflanzenfasern. Laut der Verbraucherzentrale haben zudem bereits einige Studien bestätigt, dass Microgreens pro 100 Gramm mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten als ausgewachsenes Gemüse.

So können Sie Sprossen und Keimlinge zu Hause züchten

So gesund und lecker die kleinen Sprösslinge auch sind: Sie können ordentlich ins Geld gehen. Laut der Verbraucherzentrale kosten Brokkolisprossen im Handel beispielsweise rund 3 Euro. Wer regelmäßig frische Sprossen möchte, kann sie aber auch ganz einfach selbst ziehen.

Beim Sprossenziehen gibt es verschiedene Keimmethoden. Eine erste Möglichkeit ist das Keimglas. Dieses bekommen Sie im Bioladen oder auch im Internet, alternativ können Sie es auch aus einem alten Einmachglas selbst herstellen. Dafür einfach in den Deckel des Glases mit einem dünnen Bohrer kleine Löcher bohren und fertig ist das DIY-Keimglas. Für den Keimvorgang muss das Glas zwingend mit kochendem Wasser sterilisiert werden. Wer gleich mehrere Sprossen oder Keimlinge ziehen möchte, kann auch ein Keimgerät verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist das Heranziehen in fertigen Keimbeuteln, die bereits mit Saatgut bestückt sind.

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Vor dem Heranziehen sollte das Saatgut erst mal gründlich abgespült werden. Anschließend lassen Sie es in der dreifachen Menge Wasser für ungefähr 24 Stunden einweichen. Das Volumen der Samen sollte in diesem Zeitraum deutlich zunehmen. Um den Keimprozess zu starten, gießen Sie die Samen nun ab und spülen Sie sie erneut gut ab. Dann füllen Sie sie in das Keimgefäß Ihrer Wahl. Ein- bis zweimal sollten Sie Ihre Sprösslinge nun spülen und sonst bei rund 20 Grad keimen lassen. Die Keimzeit beträgt je nach Sorte zwischen einem Tag und einer Woche. Wenn die Sprossen fertig gekeimt sind, sollten Sie sie kühl lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Vorsicht bei der Hygiene

Trotz der zahlreichen Vorteile ist beim Verzehr von Sprossen Vorsicht geboten. Denn das feuchtwarme Klima, bei dem Sprossen und Keimlinge keimen, bietet den perfekten Nährboden für das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze, warnt das Laves.

Zur Verringerung der Keimbelastung sollten rohe Sprossen daher grundsätzlich gründlich gewaschen und möglichst schnell verbraucht werden. Die Verbraucher­zentrale empfiehlt besonders empfindlichen Menschen, Sprossen und Keimlinge vor dem Verzehr in kochendem Wasser zu blanchieren.

So lassen sich Sprossen zubereiten

Da Sprossen und Keimlinge so schön aussehen, werden sie gern also Toppings von Sandwiches, Salaten oder auch Suppen verwendet. Natürlich können Sie aus Sprossen aber auch einen aromatischen Salat zubereiten.

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Sprossen und Keimlinge sind aber nicht nur roh ein Genuss, sie lassen sich auch problemlos anbraten und können so eine frische Komponente in Gemüsepfannen oder Soßen bilden. Zur Verarbeitung in Burgern oder Bratlingen eignen sich Sprossen und Keimlinge ebenfalls wunderbar.

Eine weitere Möglichkeit ist die Zubereitung eines Rejuvelacs – eines probiotischen Getränks, das entweder pur verzehrt oder als Starter für pflanzliche Joghurts oder Käsealternativen eingesetzt werden kann. Dafür eine Tasse Dinkelkörner über Nacht einweichen lassen und am nächsten Tag gut durchspülen. Danach zwei Tage keimen lassen und täglich spülen. Anschließend in ein großes Glas geben, mit vier Tassen Wasser aufgießen und mit einem Tuch abgedeckt für zwei Tage bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Zum Schluss durch ein Sieb filtern. Wer mag, kann noch etwas Ingwer- oder Zitronensaft hinzugeben. Der Rejuvelac kann entweder sofort getrunken oder für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Getränk hat aufgrund der entstandenen Milchsäurebakterien eine positive Wirkung auf die Verdauung.

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