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Sportliche Herausforderung für die ganze Familie: So macht sogar der Frühjahrsputz Spaß

  • Die Temperaturen steigen, die Sonne lässt sich immer öfter blicken – der Frühling ist im Anmarsch.
  • Und schon fallen schmutzige Fenster und überquellende Kleiderschränke ins Auge.
  • Wer den Frühjahrsputz mit der ganzen Familie erledigt, kann dabei sogar Spaß haben.
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Frankfurt/Berlin. Wer viel zu Hause ist, macht mehr Dreck. Und man sieht ihn natürlich auch häufiger. Neben dem normalen Wochenputz lohnt es sich daher gerade zum Winterende mal das Große und Ganze anzugehen – den Frühjahrsputz. Die Wollmäuse unter der Heizung müssen weg, die Staubschicht auf dem Schrank, die Fussel hinterm Sofa. Ein paar Tipps und Fakten:

Warum macht man eigentlich Frühjahrsputz und nicht Herbstputz?

„Früher wurde der Frühjahrsputz traditionell immer am Ende der Heizperiode gehalten, als man noch mit Kohlen oder mit Holz geheizt hat, und es dann eben auch entsprechend rußig und staubig gewesen ist in der Wohnung“, erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel.

Der Grund ist nach wie vor gut: Wer Öfen beheizt, bemerkt im Winter dickere Staubschichten im Raum. Aber wir alle halten uns in dieser Jahreszeit auch mehr zu Hause auf und lüften weniger – die Partikel können sich gut aus der Luft auf den Oberflächen absetzen.

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Also ran an Schränke und Flächen, die man beim wöchentlichen Putzen vernachlässigt. „Man kann zum Beispiel auf dem Schrank Staub wischen, man kann seinen Kühlschrank ausputzen, und natürlich gehört das Fensterputzen dazu“, sagt Rita Schilke, Aufräumcoach und Buchautorin aus Berlin. „Das Sofa oder Bett vorziehen, und dort mal richtig sauber machen“, nennt Glassl weitere Beispiele.

Die Wollmäuse müssen weg – und mit ihnen der Wintermuff aus der Wohnung. © Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
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Wie motiviere ich mich?

Motivation – ein gutes Stichwort, wenn es um lästige Hausarbeit geht. Putzmuffeln rät Glassl, den Hausputz zur fröhlichen Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie zu machen. Nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid. „Wenn alle mitmachen, kann das ja vielleicht sogar Spaß machen. Zum Beispiel beim Ausmisten, wenn man alte Sachen wiederfindet“, so der Putzexperte.

Aufräumcoach Schilke vergleicht Putzen mit Sport: „Zuerst muss man sich motivieren und dazu zwingen. Aber wenn es dann erledigt ist, fühlt man sich gleich viel besser.“ Und man möchte mehr und mehr davon.

Nicht zu viel auf einmal vornehmen

Aber die Expertin empfiehlt auch: „Man sollte sich nicht zu viel auf einmal vornehmen.“ Besser sei es, sich Zimmer für Zimmer oder Schublade für Schublade vorzuarbeiten. „Wenn man sich kleine Schritte vornimmt und sich sagt: ‚Heute mache ich nur eine Schublade sauber‘, dann hat man schnell ein Erfolgsgefühl. Und dieses Gefühl ermuntert einen dann am nächsten Tag weiterzumachen.“

Wer aber wirklich gar keine Lust hat, sollte das Putzen in die Freizeitgestaltung einbetten. „Wenn ich telefoniere, kann ich ja zum Beispiel über Kopfhörer telefonieren. Und gleichzeitig mein Waschbecken putzen“, lautet Schilkes Tipp.

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Der Klassiker beim Frühjahrsputz: Das Reinigen der dreckigen Fenster. © Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Was gehört alles zum Frühjahrsputz?

„Beim Frühjahrsputz kommen die Flächen dran, die man sonst vernachlässigt“, sagt Glassl. Und er ersetzt nicht den üblichen Haushaltsputz, den man wöchentlich oder alle zwei Wochen macht.

Daneben kann das Winterende und der Beginn des Frühlings ein guter Anlass sein, seine Wintersachen zu waschen oder in die Reinigung zu bringen und bis zur nächsten Saison wegzupacken. „Dann sind sie im nächsten Jahr vor der ersten Benutzung schön sauber“, so Schilke. Gleiches gilt für die Winterbettwäsche: Decken und Kopfkissen vor dem Einmotten waschen oder reinigen lassen.

Wie mache ich mir das Putzen leichter?

„Vielleicht ist dann auch die Zeit gekommen, sich von Kleidungsstücken zu trennen, die man nicht mehr trägt“, ergänzt Glassl. Genauso muss sich der Frühjahrsputz nicht nur auf die Wohnräume konzentrieren. „Man kann jetzt zum Beispiel auch mal seinen Keller ausmisten. Zeit hat man jetzt zumindest dafür“, sagt Schilke.

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Hier kommt eine schlechte Nachricht: Das Putzen und Schrubben geht natürlich leichter von der Hand, wenn man häufiger im Jahr einen Großputz ansetzt und sich dann regelmäßig um die Stellen im Haus kümmert, an die man im Alltag weniger denkt. „Wenn man nur einmal im Jahr seine Fenster putzt, dann ist der Dreck ja richtig festgekrustet“, nennt Glassl ein naheliegendes Beispiel. „Wenn ich aber alle paar Monate mal meine Fenster putze, geht das viel schneller.“

RND/dpa

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