Spaghettikürbis zubereiten: So gelingt das neue Trendgericht

  • Hokkaido kann jeder … Spaghettikürbis aber auch! Was so kompliziert nach geheimnisvoller Gemüsepasta klingt, ist in der Küche leicht gemacht.
  • Man kann ihn kochen, dämpfen oder backen – danach lässt sich das Fruchtfleisch in spaghettiartige Fäden zerteilen.
  • Die gelbe Frucht ist nicht nur lecker und low carb, sondern macht – serviert in der eigenen Schale – auch optisch was her.
Katrin Schreiter
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Leipzig. Er ist einer von der ganz speziellen Sorte – der Spaghettikürbis. Wer einmal über den Tellerrand schauen will, sollte unbedingt die gelbe Frucht zubereiten. Hier ein kurzer Steckbrief:

Gelb und länglich

Der Spaghettikürbis hat eine oval-runde, längliche Form und eine gelbe Schale – auf den ersten Blick erinnert er an eine Honigmelone. Richtig große Exemplare schaffen es auf bis zu zwei Kilogramm Gewicht.

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Seine Heimat hat der Spaghettikürbis ursprünglich in Asien. Ein Samenhändler aus Japan soll ihn in China entdeckt und ab 1930 gezüchtet haben. Es dauerte allerdings Jahrzehnte, bis sich herumgesprochen hat, welche kulinarischen und gesundheitlichen Vorzüge diese Sorte hat. Mittlerweile hat es der Spaghettikürbis auch in unsere Läden geschafft. Seine Saison beginnt im September und dauert bis Dezember.

Der Spaghettikürbis enthält jede Menge Kalium und rund 92 Prozent Wasser. Deshalb regt er die Funktion von Nieren und Blase an, entwässert gleichzeitig aber auf natürliche Art. Da die Frucht zudem kaum Fett und nur wenige Kalorien enthält, ist sie besonders bei Figurbewussten beliebt.

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Kochen oder backen

Zubereiten lässt sich der Spaghettikürbis auf unterschiedliche Weise: Häufig wird er im Ganzen gekocht. Dazu die Frucht mit einer Gabel mehrmals einstechen und 30 Minuten auf dem Herd köcheln lassen. Danach den Kürbis halbieren und mit einem Löffel die Kerne entfernen.

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Auch der Backofen eignet sich. Spaghettikürbis waschen, abtrocknen, längs halbieren und die Kerne entfernen. Mit den geölten Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und etwa 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben (E-Herd: 180°C, Umluft: 160°C). Alternativ bietet sich die Mikrowelle an – die geteilte Frucht wird auf höchster Stufe 6 bis 8 Minuten gegart.

Ist das milde Fruchtfleisch einmal weich, muss man es nur noch mit einer Gabel aus der Schale lösen.

Mildes Aroma

Aber kommen wir zum Geschmack: Der Spaghettikürbis hat ein sehr mildes Aroma. Durch seine spezielle Struktur lässt er sich hervorragend als Nudel-Ersatz verwenden. Ganz simpel mit Butter, Salz und gehobeltem Parmesan schmeckt er schon ziemlich lecker, aber auch mit einer klassischen Pastasoße ist er ein echter Herbsthit!

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Wie wär‘s mit Bolognese? Oder mit Schinken-Sahne-Soße? Oder vegetarisch mit Spinat und Feta? Und wer auf Käsekruste steht, kann zum Schluss den Spaghettikürbis noch überbacken – am besten mit einer würzigen Käsesorte wie Parmesan, Gruyere oder Emmentaler. Und dann direkt aus der Kürbishälfte löffeln.

Übrigens: Ob der Spaghettikürbis reif ist, erkennen man daran, dass seine Schale eine satte Farbe aufweist und keine grünen, unreifen Stellen mehr zeigt.

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