Eckig, mini und getönt: Das sind die Sonnenbrillen-Trends für den Sommer

  • In diesem Jahr sind die Sonnenbrillen, die auf Balkonien, in der Eisdiele oder am Strand ausgeführt werden, echte Hingucker.
  • Denn auffällige Modelle liegen gerade im Trend: Die Brillen sind entweder bunt, rahmenlos, riesig oder winzig.
  • Die wichtigsten Accessoires des Sommers im Überblick.
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Berlin/Bückeburg. Ob mit auffälligem Rahmen oder mit pastellfarbenen Gläsern: In diesem Jahr liegen opulente und große Sonnenbrillen im Trend. Wem das nicht passt, der greift einfach zum anderen Must-have dieses Sommers: sogenannten Microshades. Das sind extra kleine Sonnenbrillen, die kaum mehr sind als Modeaccessoires.

Bunte Gläser liegen im Trend

Besonders beliebt sind dabei auffällige Gläser: Rosa, Mint, Babyblau – vor allem Pastellfarben machen das Sommeraccessoire zu einem echten Hingucker. Trendig sind auch Farbverläufe der knallig und intensiv getönten Gläser, die nach unten hin heller werden – oder die Farbe sogar komplett wechseln.

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Ein echter Hingucker ist dieses Modell von Kapten & Son, mit bunten Gläsern in sechseckiger Form. © Quelle: Kapten & Son/dpa-tmn

Doch Vorsicht: Pastellfarbene Gläser eignen sich mitunter nicht als Sonnenbrille im Straßenverkehr oder am Strand, warnt der Optiker Giovanni Di Noto, Vorstandsmitglied im Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen. "Braune, graue und grüne Glastönungen verfälschen die Farben am wenigsten und schützen die Augen zuverlässig." Auch orangefarbene Gläser böten optimalen UV-Schutz.

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Rahmenlose Brillen sind mittlerweile “fashion-like”

Unabhängig von der Farbe steht das Glas selber im Mittelpunkt – und zwar als rahmenlose Brille in der XL-Variante. “Die hat man früher immer den Leuten untergejubelt, die keine Brille tragen wollten”, sagt Kerstin Kruschinski, stellvertretende Geschäftsführerin im Kuratorium Gutes Sehen (KGS), über den Klassiker unter den Brillen. Mittlerweile habe sich das geändert, und die rahmenlosen Brillen, ob mit oder ohne Tönung, seien richtig “fashion-like”.

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Bei dieser Brille von Diesel fehlt ganz und gar nichts: Bei Flat-Top-Gläsern bildet der obere Rand der Brille eine Gerade. © Quelle: Diesel/dpa-tmn

Richtig große und auffällige Glasformen – zum Beispiel sechseckig geschnittene – seien mittlerweile auch in der rahmenlosen Variante technisch möglich und daher angesagt. “Diese Brillen eignen sich natürlich auch fantastisch als Sonnenbrillen, denn sie sind super leicht und super schick”, findet Kruschinski. Auch sogenannte Flat-Top-Brillen, bei denen der obere Rand eine Gerade bildet, kommen in diesem Sommer nur mit einem halben oder gar ganz ohne Rahmen aus.

Ganz kleine Sonnenbrillen sind eher ein Fashion-Statement

Doch es muss nicht immer groß sein – vor allem als Modeaccessoire haben sich die sogenannten Microshades oder Tiny Sunglasses auf der Straße etabliert. Nicht selten werden sie bloß auf der Mitte des Nasenbeins getragen. Die mini-kleinen Sonnenbrillen, oft ebenfalls mit bunten Gläsern und in extrem schmaler Form, dienen aber kaum wirklich zum Schutz vor der Sonne und den gefährlichen UV-Strahlen.

"Eine Sonnenbrille sollte immer so groß sein, dass sie keine schädliche UV-Strahlung ans Auge lässt", sagt Di Noto. UV-Strahlung kann in entsprechender Intensität zu schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut oder sogar zu dauerhaften Schädigungen der Netzhaut führen. "Optimale Sonnenschutzgläser filtern möglichst viele Wellenlängen des Lichtes unterhalb von 400 Nanometern", sagt Di Noto.

“Wenn die Brille nur abdunkelt, das UV-Licht aber nicht filtert, ist das für die Augen sogar schädlicher, als gar keine Brille zu tragen”, gibt die Modestylistin Valeriya Licht zu bedenken. In der Regel sind Sonnenbrillen, die es in der EU zu kaufen gibt, allesamt CE-zertifitiert. Das ist ein Zertifikat, das sicherstellt, dass die Brillen einen ausreichenden UV-Schutz haben.

Es geht auch ganz klein: Solche Mini-Sonnenbrillen, die sogenannten Microshades, wie hier von Pilgrim liegen besonders im Trend. © Quelle: Pilgrim/dpa-tmn

Lichtschutz geht auch modebewusst

Für alle, für die Sonnenbrillen nicht nur Modeaccessoires, sondern auch Augenschutz sind, gibt es noch andere Trends. Unabhängig von der Brillenform sind "dicke, fette Muster" angesagt, weiß Kruschinski. Besonders beliebt sei der sogenannte Marmor-Look, aber auch Retro-Prints sehe man immer wieder.

Egal ob mit Muster oder ohne, ob groß oder klein: Die Sonnenbrille muss zum Gesicht passen. So ist es beispielsweise laut Kruschinski auch für Menschen mit einem eher kleineren Gesicht möglich, große Sonnenbrillen zu tragen. Oft reiche es da aber aus, zu einer L- oder XL-Fassung zu greifen – und nicht direkt zu der überdimensionierten XXL-Variante. Kruschinskis Ratschlag: Stoßen die Gläser beim Lächeln an die Wangen an, so ist die Brille höchstwahrscheinlich zu groß.

Als Faustformel gilt laut Di Noto: "Ist die Gesichtsform eher eckig, empfiehlt sich eine runde oder ovale Brillenform." Bei einer runden Gesichtsform sollte es hingegen eine eckige Brillenform sein. "Und kaum Gedanken müssen sich Menschen mit einer ovalen Gesichtsform machen, die können nahezu jede Brillenform gut tragen, wenn die Proportionen stimmen", sagt Di Noto.

RND/dpa

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