Großer Spaß in kleiner Höhe: Experte gibt Tipps für Slacklineanfänger

  • In den Parks und Gärten balancieren immer mehr Menschen fröhlich wackelnd auf der Slackline.
  • Über Schluchten spannen die wenigsten ihre Seile: Die meisten Slackliner üben auf Gurten, die in Kniehöhe zwischen zwei Bäumen hängen.
  • Experte Sebastian Pahlke hat für Einsteiger drei Tipps, damit es für den großen Spaß in kleiner Höhe klappt.
Katrin Schreiter
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Leipzig. Anfänger sehen aus, als hätten sie sich volltrunken in die Höhe getraut, um dann schnell den Flattermann zu machen. Profis dagegen halten auf dem dünnen Band problemlos die Balance und springen den einen oder anderen Salto.

„Slack“ ist englisch und bedeutet lasch oder locker, „Line“ steht für Band. Im Gegensatz zu einem Seiltänzer, der über ein straffes Stahlseil läuft, balanciert ein Slackliner über einen elastischen Riemen aus Kunstfasern, der meist zwischen zwei Bäumen auf Spannung gebracht wurde. Bei Könnern sieht das auch locker aus – doch wie gelingen die ersten Schritte?

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Wackeln, zappeln – noch mal versuchen

Kann das jeder lernen? „Ja“, sagt Sebastian Pahlke, Mitglied im Verein Slackline Rhein-Main. „Egal ob jung oder alt.“ Man müsse nicht einmal besonders fit sein für das Slacklinen. „Das wird man ganz automatisch beim Üben.“

Das moderne Seiltanzen macht fit. „Der ganze Körper arbeitet: Vor allem die Beine, der Rücken und die Rumpfmuskulatur werden trainiert“, erklärt Pahlke aus jahrelanger eigener Erfahrung. „Außerdem schult das Slacklinen die Konzentration.“ Schließlich müsse man dabei auf auf sich selbst fokussieren, alles andere ausblenden. „Das hat für viele etwas Meditatives“, sagt der versierte Slackliner. „Und nicht zuletzt hilft das Balancieren dabei, ruhiger zu werden und Selbstvertrauen zu tanken.“ Immerhin müssten Anfänger oft schon eine Hürde überwinden, um sich in der Öffentlichkeit wieder und wieder wackelnd auf das Band zu trauen.

Geduld und Zielstrebigkeit sollte man mitbringen, sagt Pahlke. „Aber Fortschritte schafft man oft schon an einem Nachmittag.“

Drei Tipps für Slacklineanfänger

  1. Das Seil sollte relativ kurz (5 bis 10 Meter) sein und kniehoch gespannt werden. Das erleichtert das Aufsteigen.
  2. Als erste Übung empfiehlt sich das Balancieren auf einem Bein. Schultern sollten dabei locker bleiben, die Arme leicht in die Höhe gestreckt. Augen gerade aus, der Blick fixiert einen Punkt.
  3. Keine Hektik beim Lösen des hinteren Fußes. Dabei kann ein Partner stützend zur Hand gehen. Nichtsdestotrotz gehört das häufige ungewollte Absteigen am Anfang dazu – davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

Line, Ratsche, Baumschutz

„Als Ausrüstung benötigen Anfänger nicht viel“, sagt Slackliner Pahlke. „Es reicht eine 15 Meter lange Slackline und eine Ratsche, um sie am Baum befestigen zu können.“

Apropos Baum: „Ganz wichtig ist auch der Baumschutz, um Schaden an den Stämmen zu verhindern.“ Das könnten zum Beispiel Teppichstreifen sein, die um den Baum gewickelt werden.“

Es gebe bereits Städte, die aus Sorge um die städtischen Bäume das Slacklinen ganz verboten oder auf bestimmte Parks beschränkt haben, obwohl unter Einhaltung einfacher Regeln keine Gefahr bestehe, sagt Pahlke. Auskunft dazu geben die einzelnen Vereine, die man auf der Seite des Slacklineverbandes findet.

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