Schwimmlehrerverband: Mehr Nichtschwimmer wegen Corona

  • Für alle Altersklassen hat die Corona-Krise Auswirkungen, auch für die Kleinsten.
  • Der Deutsche Schwimmlehrerverband befürchtet, dass die Zahl der Nichtschwimmer deutlich steigt.
  • Der Grund: der Mangel an Möglichkeiten, das Schwimmen zu erlernen.
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Berlin. Der Deutsche Schwimmlehrerverband befürchtet, dass durch ausfallenden Schwimmunterricht wegen der Corona-Pandemie die Zahl der Nichtschwimmer deutlich steigt. „Man kann wirklich sagen, das Jahr 2020 war eine einzige Katastrophe zum Thema sicheres Schwimmenlernen für unsere Kinder - und für unsere Erwachsenen übrigens auch“, sagte Verbandspräsident Alexander Gallitz in Berlin.

Durch die zwischenzeitig komplette Schließung von Schwimmbädern in der Pandemie hätten gleich mehrere Altersstufen von Kindern das Schwimmen zuletzt nicht richtig gelernt. Zigtausende Kinder seien betroffen, betonte Gallitz - konkrete Zahlen nannte er nicht.

Zu wenig Schwimmlehrer und Schwimmbäder in Deutschland

Neben Corona seien es aber auch strukturelle Probleme, die sich schon länger negativ auf die Schwimmfähigkeiten vieler Menschen auswirkten. So gebe es in Deutschland grundsätzlich nicht genug Schwimmlehrer und Schwimmbäder, kritisierte Gallitz. „Wir bewegen uns leider zu einem “Deutschland, das Land der Nichtschwimmer”.“

Große Sorgen habe er vor allem beim Gedanken daran, dass nicht geübte Schwimmer, die sowieso schon unsicher seien, ohne weitere Schwimmübungen alleine an Seen oder ans Meer gingen, sagte Gallitz. Wie sich die Zahlen der Badeunfälle und Badetoten zuletzt entwickelt haben, bleibe abzuwarten. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt am Dienstag ihre Statistik zu den Todesfällen durch Ertrinken für 2020 vor.

RND/dpa

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