Er stiehlt der Maske die Show: Voller Fokus auf den Schuh

  • Um unserem Look in Corona-Zeiten – also stets mit Maske im Gesicht, wenigstens etwas Glamour verleihen zu können – liegt der Fokus jetzt ganz auf dem Schuh.
  • Der liebgewonnene „Schluffi-Look“ muss dabei aber nicht aufgegeben werden.
  • Auch an den Füßen bleibt es bequem.
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Düsseldorf/Offenbach. Das Tragen der Masken macht es Accessoires schwer. Große Ohrringe zum Beispiel sind lästig beim Auf- und Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes. Hüte verstecken ja noch mehr vom Gesicht. Und so weiter. Aber es gibt einen modischen Gewinner: Schuhe.

Sie stören nicht, und sie sieht man weiterhin sehr gut. Vor allem wandert doch unser Blick gerad häufig weg vom unangenehm maskierten Gesicht des Gegenüber und nach unten – und damit zu den Schuhen. „Vor allem dann, wenn wir wieder vermehrt draußen unterwegs sein können, wird sich diese Tendenz verstärken“, glaubt Trendexpertin Karolina Landowski von der Messe Gallery Shoes in Düsseldorf.

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Schuhe im Lockdown: Der Trend geht zur Gemütlichkeit

Schuhe haben sich auch verändert in der besonderen Zeit, in der wir leben. Schaut man sich bei den internationalen Top-Designern um, stellt man fest: Bequemlichkeit ist angesagt. „Das hat natürlich auch etwas mit der Corona-Epidemie zu tun“, sagt die Schuhexpertin Landowski. „Denn die hat es, nicht zuletzt durch das vermehrte Homeoffice mit sich gebracht, dass der lässige Casual-Stil sich auch in der Schuhmode durchgesetzt hat.“

Das heißt vor allem: Die Absätze sind flach, die Schuhform bequem. Ballerinas, Slipper und Loafer sind darunter besonders angesagt. „Die aktuellen Schuhformen wirken vielfach so bequem wie Pantoffeln – und man kann auch ebenso leicht hineinschlüpfen“, führt Landowski den Trend aus. Aber auch flache Sandalen mit Anleihen aus dem Trekking-Bereich finden sich vielfach in den Kollektionen, berichtet Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut in Offenbach.

Zu den angesagten bequemen Sommerschuhen gehören Sandalen mit Anleihen aus dem Trekking-Bereich. © Quelle: Unisa/dpa-tmn

Neonfarben lenken Aufmerksamkeit auf die Schuhe

In normalen Zeiten müssten wir uns fragen: Ist das nicht langweilig? Ist das nicht bieder? Nein, lautet auch in diesem ungewöhnlichen Modesommer die Antwort. So sind die flachen Schuhe etwa in besonders leuchtenden Farben gehalten. „Flieder und Salbei werden sich sicher durchsetzen, aber auch Neonfarben, die als Elemente eingesetzt die Aufmerksamkeit auf den Schuh lenken“, berichtet Trendexpertin Schulz.

Zu den angesagten Tönen der Saison zählen auch Weiß und eisige Pastelle, darunter ein kühles Rosa und ein strahlendes Hellblau, ergänzt Simone Reiner, Redakteurin beim Fachmagazin „Textilwirtschaft“. „Auch Sandalen aus Vinyl in transparenter Optik und Metallics sind Vorboten dieses Trends.“

Von wegen Langweile am Fuß: Neontöne lenken den Blick auf den Schuh. © Quelle: Scarosso by Paula Cademartori/dp

Kitschige Plüschsandalen und – höchstens – Pfennigabsätze

Ein optisches Highlight bilden die fast schon kitschigen Plüschsandalen und -schlappen – genau jene Modelle, die wir früher zum Abend an Omas Füßen gesehen haben. Sie werden nun neu aufgelegt, ausgerechnet von hippen Schuhlabeln.

Außerdem finden sich viele weniger schluffige Schuhformen unter den flacheren Varianten. Pumps mit Kitten-Heels und Zehensandalen, zählt Claudia Schulz auf. „Aber auch sommerliche Stiefel sind aus der Mode nicht wegzudenken.“ Was zudem in der Saison nicht fehlen darf, sind Sneakers – der modische Dauerbrenner, natürlich mit bequemer Sohle.

Ein optisches Highlight ist der neue Schuhtrend Plüschschlappe. © Quelle: EMU Australia/dpa-tmn
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Echte Highheels aber finden sich kaum im trendigen Handel. „Auch Schuhe mit Absatz folgen dem Ruf nach Bequemlichkeit“, erklärt Claudia Schulz. „Deshalb gibt es jetzt vermehrt Modelle mit Blockabsatz oder aber Kitten-Heels, also kleine Pfennigabsätze.“

Und selbst die Slipper oder Loafer werden mit verschiedenen Absatzvarianten gestaltet, von ganz flach bis zum kleinen Blockabsatz. Damit lassen sie sich auch vielfältiger kombinieren, zur Hose gleichermaßen wie zum Kleid.

RND/dpa

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