Verschimmeltes Brot: wegschneiden oder wegwerfen?

  • Fängt das Brot an zu schimmeln, ist Vorsicht geboten.
  • Denn obwohl augenscheinlich nur eine kleine Stelle schimmelt, kann bereits das ganze Brot betroffen sein.
  • Verbraucherinnen und Verbraucher sollten in so einem Fall lieber zu viel wegschmeißen als zu wenig.
Talisa Moser
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Es ist fast jedem schon mal passiert: Das Brot liegt ein paar Tage zu lange in der Box und fängt an zu schimmeln. Die einen entsorgen es sofort, andere möchten nur ungern Lebensmittel wegschmeißen. Aber kann man Brot überhaupt noch essen, wenn es bereits anfängt zu schimmeln?

Jedes Jahr werden in Deutschland laut Verbraucherzentrale rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – 16 Prozent davon sind Backwaren. Häufig werden sie schlecht, bevor sie aufgebraucht wurden, oder das Mindest­haltbarkeits­datum ist bereits überschritten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt dazu: „Backwaren, die gut aussehen, riechen und schmecken, sind meist auch noch gut.“ In Sachen Brot sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher dafür auf ihre Sinne verlassen und das Brot von allen Seiten genau betrachten. Sind keine weißen und grünlichen Flecken auf der Oberfläche zu erkennen, kann es noch bedenkenlos verzehrt werden, so die Verbraucherzentrale.

Bei Schimmelbefall Brot entsorgen

Angeschimmeltes Brot hingegen sollte vollständig entsorgt werden. Ist Schimmelrasen, das sind die Fruchtkörper des Schimmelpilzes, auf der Oberfläche zu erkennen, besteht die Gefahr, dass bereits das ganze Brot vom Schimmelpilz befallen ist, warnt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Das liegt an dem für das menschliche Auge unsichtbaren Schimmelpilzmyzel und den Schimmelsporen.

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Das großzügige Abschneiden der offensichtlich betroffenen Schimmelstelle reicht deswegen nicht aus. Das BZfE empfiehlt: „Lieber mehr wegwerfen als zu wenig.“ Schimmel bilde nämlich Giftstoffe, die der Mensch nicht aufnehmen sollte.

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Das Brot richtig lagern

Damit Brot erst gar nicht anfängt zu schimmeln, sollte es richtig gelagert werden. Das BMEL empfiehlt daher, in einen Ton- oder Steinguttopf oder einen luftdurchlässigen Brotkasten zu investieren. Diese nehmen die Feuchtigkeit auf und geben sie an das Brot zurück – das vermeidet Schimmelbildung und das Brot trocknet nicht aus.

Brote sollten bei Raumtemperatur gelagert und nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn es zu warm oder feucht ist, im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Angeschnittenes Brot ist grundsätzlich anfälliger für Schimmel als ein ganzer Laib. Daher sollte es zügig verbraucht und in der Zwischenzeit auf der Schnittfläche liegend gelagert werden. Als Faustregel für die Haltbarkeit nennt das BMEL außerdem: Dunkles Brot bleibt grundsätzlich länger haltbar als Brot aus Weißmehl.

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