Grillen mit dem Salzstein: Worauf Hobbygriller achten sollten

  • Sommerzeit ist Grillzeit, und spätestens jetzt stellt sich die Frage nach der besten Grillmethode.
  • Längst kein Geheimtipp mehr: der Himalaya-Salzstein, mit dem sich besonders energieeffizient grillen lässt.
  • Was Sie über Kauf, Nutzung und Reinigung des Grillsteins wissen müssen, fassen wir hier zusammen.
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Hannover. Pizzasteine findet man inzwischen immer häufiger im Repertoire deutscher Hobbygriller. Weit weniger verbreitet ist der Salzstein, dabei eignet er sich ideal zum Zubereiten verschiedenen Grillguts. Der Vorteil: Durch die gleichmäßige Hitzeverteilung garen Steaks, Fisch und Gemüse besonders gut, der Stein gibt darüber hinaus wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente an das Grillgut ab.

Was beim Grillen mit dem Salzstein zu beachten ist, erklären wir hier.

Salzstein zum Grillen: Was ist das?

Bei Salzsteinen zum Grillen handelt es sich um einen bis zu ein Kilo schweren, quaderförmigen Salzblock, der direkt auf den Grillrost gelegt und erhitzt wird. Salzsteine können aber auch im Backofen verwendet werden. Farblich ähneln sie meist dem rosafarbenen Himalayasalz, das oftmals aus derselben Region stammt. Bei längerer Nutzung können sich die Steine allmählich weiß färben.

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Salzstein kaufen: Darauf ist zu achten

Wer einen Salzstein kaufen möchte, findet im Internet zahlreiche Angebote verschiedener Onlinehändler. Hier sollte stets auf die Produktbewertungen geachtet werden. Preislich variieren die Angebote stark, was sich mitunter in der Qualität der Steine widerspiegeln kann.

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Da die meisten Salzsteine aus Bergwerken außerhalb Deutschlands stammen, ist es wichtig, beim Kauf auf den Importeur zu achten. Vor allem billige Salzsteine werden oft maschinell hergestellt und können verunreinigt sein. Eine gründliche Kontrolle der Salzplanken durch den Importeur wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Salzstein also lieber nicht zu knauserig sein.

Salzstein zum Grillen vorbereiten

Vorbereitung ist beim Grillen die halbe Miete. Das gilt auch für das Grillen mit dem Salzstein. Dabei kommt es vor allen Dingen darauf an, sich beim Erhitzen des Steins langsam an die gewünschte Temperatur heranzutasten, um Risse in der Oberfläche zu vermeiden. Der Grillonlineshop Sizzlebrothers empfiehlt, den Grillstein zusammen mit dem Grill vorzuheizen. Ob Kohle- oder Gasgrill, spielt dabei keine Rolle.

Nach 20 Minuten in der indirekten Grillzone sollte der Salzstein auf dem Rost ein Stück in Richtung direkte Zone verschoben werden, wo er rund fünf Minuten weiter anheizt, bevor er wieder ein Stück weiter geschoben wird. Nach 30 bis 40 Minuten ist der Salzstein bereit zum Grillen.

Salzsteine sollten niemals eingeölt werden, da sich das Öl in den Rissen sammeln und einen ranzigen Geschmack an das Grillgut abgeben kann.

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Vorsicht beim Erhitzen! Salzsteine können platzen

Ein Grund für die Skepsis vieler Verbraucher sind Berichte über berstende Salzsteine, was mitunter schon zu Rückrufen bestimmter Produkte bei Discountern geführt hat, die Salzsteine im Angebot hatten.

Tatsächlich ist die Explosionsgefahr eines Salzsteins nicht zu missachten. Im Stein befindet sich stets eine Restmenge an Wasser, das sich beim Erhitzen in Gas umwandelt. Da dieses im festen Salzblock nicht entweichen kann, baut sich Druck auf, der bei zu schnellem Erhitzen den Salzstein zum Platzen bringen kann.

Hersteller und Grillexperten weisen jedoch darauf hin, dass das Risiko bei behutsamer Anwendung minimiert werde. Durch das langsame Erhitzen baut sich der Gasdruck im Stein kontrolliert auf und eine Explosion ist nahezu ausgeschlossen. Sicherheitshalber sollte beim Erhitzen des Steins ein Deckel auf den Grill gelegt werden. Übrigens: Einmal auf Temperatur gebracht, halten Salzsteine extreme Temperaturen aus, der Schmelzpunkt liegt bei circa 800 Grad Celsius.

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Wofür eignet sich der Salzstein?

Ob Fleisch, Seafood oder Gemüse spielt beim Grillen mit dem Salzstein keine Rolle. Da das Grillergebnis aber maßgeblich von der Oberfläche des Grillguts abhängt, empfiehlt es sich, vor allem großflächige Stücke Fleisch oder Fisch mit dem Salzstein zu grillen. Hier verteilt sich die Hitze über den flachen Stein besonders gleichmäßig.

Auch bei der Zubereitung sind Salzsteine vielseitig und lassen sich sowohl zum schnellen Anbraten als auch langsamen Garen verwenden. Ein besonderer Vorteil des Salzsteins ist seine Wärmespeicherung. Dadurch eignet er sich auch ideal als Grillplatte für größere Grillpartys.

Grillen mit dem Salzstein: Fettarm und nicht zu salzig

Vorteilhaft sind zudem die hygienischen Eigenschaften des Salzsteins. Auf der salzigen Oberfläche haben Keime und Bakterien keine Überlebenschance. Versalzen können die Steine das Grillgut jedoch nicht – Hersteller und Verbraucher berichten von einer dezenten Salznote, die sich gleichmäßig auf die Speisen überträgt.

Fans des Salzsteins schwören zudem auf den vielseitigeren und vollmundigeren Geschmack im Vergleich zu herkömmlichem Speisesalz. Zudem gilt Grillen mit dem Salzstein als besonders fettarm. Das Geschmackserlebnis hängt jedoch auch von der Temperatur des Steins sowie dem Wassergehalt und der Dicke des Grillguts ab.

So reinigen Sie den Salzstein nach dem Grillen

Selbsterklärend ist, dass Salzsteine nicht in die Spülmaschine gehören. Um die Salzblöcke nach dem Grillen zu reinigen, sollten grobe Verkrustungen vorsichtig mit einem Schaber entfernt werden. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch ohne Spülmittel beseitigen, allerdings löst sich dabei immer auch eine Schicht Salz, was die Lebensdauer des Salzsteins entsprechend verringert.

Trotzdem nutzen sich Salzsteine je nach Qualität, Anwendungsdauer und Pflege eher langsam ab und können häufig verwendet werden.

RND/pf

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