Rosinen, Korinthen, Sultaninen – wo ist der Unterschied?

  • Ob beim Backen, Kochen, im Müsli oder als Snack zwischendrin – die Rosine ist ein kulinarischer Alleskönner.
  • Doch wer im Supermarkt nach den getrockneten Früchten sucht, merkt schnell, dass Rosine nicht gleich Rosine ist.
  • Denn auch bei Sultaninen, Korinthen oder Zibeben handelt es sich um getrocknete Rebsorten.
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Rosinen sind getrocknete Trauben – so viel weiß jedes Kind. Und auch, wenn die kleinen Früchtchen bei Kindern eher auf Skepsis stoßen, werden sie für ihre Vielseitigkeit in der Küche geschätzt. Dort stößt man denn auch auf Korinthen, Sultaninen oder Zibeben. Handelt es sich dabei einfach nur um andere Bezeichnungen für Rosinen? Wir klären auf.

Unterschied zwischen Rosine, Korinthe und Co.

Einerseits dient die Bezeichnung Rosine als Oberbegriff für alle getrockneten Weinbeeren, also den einzelnen Früchten einer Weintraube. Andererseits ist die rötlich-braune Rosine auch eine eigene Rebsorte – streng genommen dürfte man die gelben Sultaninen oder schwarzroten Korinthen also nicht als Rosinen bezeichnen. Der Unterschied zwischen den getrockneten Trauben liegt aber nicht nur in der Farbe oder der Bezeichnung, sondern auch in der Trocknung.

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Rosinen: Die Art der Trocknung ist entscheidend

Die dunkelfarbigen Rosinen trocknen in der Regel eine Woche lang. Dadurch wird der Wasseranteil der Frucht von 95 auf 15 Prozent reduziert, was zu einer Konzentration der enthaltenen Vitamine und Mineralien führt. Rosinen werden durch diesen Prozess zu einem ordentlich Powerfood für den Körper. Gleichzeitig sorgt die Trocknung für eine natürlich Konservierung der Früchte.

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Die goldgelben Sultaninen hingegen, die aus der süßen und kernlosen Sultana-Traube gewonnen werden, trocken nicht nur in der Sonne, sondern werden zusätzlich gedippt. Darunter versteht man das Besprühen der Früchte mit einer Lösung aus Pottasche und Olivenöl, die dafür sorgt, dass die Frucht wasserdurchlässiger wird und nur drei bis fünf Tage zum Austrocknen braucht. Sultaninen werden vor allem in südlicheren Gebieten wie der Türkei, Australien, Kalifornien oder Südafrika hergestellt.

Sowohl bei Rosinen als auch Sultaninen kommt es vor, dass sie für eine bessere Konservierung mit Schwefel behandelt werden, welcher bei manchen Menschen zu Kopfschmerzen und Übelkeit führt. Dies muss aber auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Im Zweifelsfall empfiehlt sich hier das Bio-Angebot.

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Korinthen als intensivere Alternative

Korinthen hingehen stammen aus der Rebsorte Korinthiaki, was so viel wie „schwarze Korinthe“ bedeutet, welche ursprünglich aus Griechenland stammt, inzwischen aber auch in anderen Ländern angebaut wird. Die zumeist schwarzen, kernlosen Trauben sind deutlich kleiner als die der Rosinen oder Sultaninen und haben einen intensiveren und weniger süßen Geschmack. Vor allem in der mediterranen oder nordafrikanischen Küche finden sich viele Speisen, in denen Korinthen ein wichtiger Bestandteil sind. Im Gegensatz zu Rosinen und Sultaninen werden Korinthen normalerweise nicht geschwefelt.

Zibeben – die Süßweinrosine

Ob Rosine, Sultanine oder Korinthe – alle drei Traubensorten werden nach der gleichen Methode getrocknet, indem sie aufgehängt oder auf speziellen Trocknungsplanen ausgelegt werden. In der Art der Trocknung liegt auch der größte Unterschied bei der Herstellung der Zibeben im Vergleich zu den anderen Traubensorten. Zibeben, ein vor allem in Österreich und Süddeutschland weiter verbreiteter Begriff für getrocknete Weinbeeren, werden direkt am Rebstock getrocknet. In deutschen Supermärkten findet man Zibeben eher selten, da sie hauptsächlich für Süßweine verwendet werden.

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Rosinen und Co. – lecker und gesund

Die Unterschiede zwischen den getrockneten Weintrauben liegen also vor allem an der Rebsorte und der Art der Trocknung. Gemeinsam haben sie ihren geringen Wassergehalt – und dass sie sehr gesund für den Menschen sind. Doch auch bei den getrockneten Früchten sollte nicht im Übermaß zugegriffen werden. Durch die Art der Trocknung erhöht sich nämlich auch der Zuckeranteil. Für den täglichen Gebrauch im Müsli, beim Backen oder im Studentenfutter machen sich die Rosinen aber immer gut – auch für Kinder.

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