Rosen im Herbst schneiden? Wann der Rückschnitt sinnvoll ist

  • Rosen werden im Frühjahr geschnitten – so die gängige Praxis.
  • In einigen Fällen kann ein Rückschnitt im Herbst ebenfalls sinnvoll sein.
  • Das hängt jedoch von Bepflanzung, Beschaffenheit und Sorte der Rose ab.
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Sie ist die „Königin der Blumen“, zahlreiche Mythen ranken sich um die stachelige Schönheit. Ob rosa, gelb oder klassisch rot: Die Rose gehört zu den beliebtesten Zierpflanzen. Auch den heimischen Garten kann sie mit ihrer Blütenpracht verzaubern – allerdings ist die hübsche Pflanze mitunter ganz schön anspruchsvoll.

So will sie gut gepflegt sein – und dazu gehört bei vielen Sorten auch ein regelmäßiger Rückschnitt. Denn dadurch werden die jungen Knospen der Rose, die sogenannten „Augen“, angeregt, ordentlich auszutreiben und gesund zu wachsen.

Pflege und Rückschnitt hängt von Rosensorte ab

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Edelrosen bilden eine Ausnahme, da sie nur einmal blühen. Außerdem müssen Wildrosen, wie der Name schon verrät, eigentlich nicht zurückgeschnitten werden. Allerdings kann ein Rückschnitt nötig sein, um ein allzu üppiges Wachstum zu bremsen.

Der Rosenschnitt erfolgt klassischerweise im Frühjahr, bei einem Schnitt im Herbst gehen die Meinungen jedoch auseinander. Theoretisch müssen Rosen dann nicht geschnitten werden, denn die Pflanzen sind robuster als zunächst angenommen. Ein Rückschnitt im Herbst kann sie unter Umständen sogar frostempfindlicher machen und somit einer höheren Gefahr im Winter ausliefern.

In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, auch im Herbst zur Gartenschere zu greifen. Das hängt von ihrer Sorte, Beschaffenheit und der Bepflanzung ab.

Bei dicht bepflanzten, reinen Rosenbeeten empfiehlt sich ein Rückschnitt im Herbst. Denn in diesem Fall bilden die Triebe der Rosen ein so dichtes Gestrüpp, dass die einzelnen Pflanzen schlecht vor der Kälte geschützt sind – sei es durch Erde oder Kompost. Durch einen Rückschnitt können die restlichen, verbleibenden Rosen besser geschützt werden und im nächsten Jahr wieder mit ihrer Farbenpracht verzaubern.

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Rosen winterfest machen

Ein Rückschnitt im Herbst kann auch sinnvoll sein, um empfindliche Rosen vor Krankheiten im Winter zu schützen. Denn gerade dünne, schwache Triebe können beim ersten Frost erfrieren. Abgestorbenes Pflanzenmaterial kann wiederum eine Brutstätte für Fäulnis, Pilze oder Infektionen werden.

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Ebenso empfehlenswert ist ein herbstlicher Rückschnitt dann, wenn die Rose tote Blüten oder Knospen trägt. Werden diese nicht entfernt, kann die Pflanze aus den oben genannten Gründen in der kalten Jahreszeit ebenfalls Schaden nehmen.

Leichter Rückschnitt bei bestimmten Rosensorten

Auch bei einzelnen Rosensorten, beispielsweise Hochstammrosen, empfiehlt sich ein leichter Herbstschnitt. Denn bei diesen veredelten Beetrosen sind die Triebe und die Veredlungsstelle besonders exponiert und somit auch besonders empfindlich. Damit sind sie anfälliger für Frostschäden und laufen Gefahr, den Winter nicht zu überstehen.

RND/jap

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