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Rhododendron: So pflanzen und düngen Sie den Strauch richtig

  • Der Rhododendron ist mit seinen farbenfrohen Blüten ein beliebter Strauch für den Garten.
  • Beim Pflanzen und Pflegen muss aber einiges beachtet werden, damit der Rhododendron in seiner vollen Blütenpracht erstrahlt.
  • Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Rhododendron im eigenen Garten.
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Viele farbenfrohe Blüten, die den Garten in ein buntes Farbenmeer verwandeln: Der Rhododendron steht oft schon im Frühjahr in voller Blütenpracht. Auch deswegen zählt der Strauch zu den beliebtesten Pflanzen in Gärten und Parks. Doch die Pflege und das Pflanzen eines Rhododendrons sind durchaus anspruchsvoll, denn dabei muss viel beachtet werden. Wann sollte man einen Rhododendron pflanzen und wie am besten düngen?

Wann sollte man einen Rhododendron pflanzen?

Rhododendren sollten im Frühling oder Herbst gepflanzt werden. Die Frühjahrspflanzzeit beginnt im März und geht bis Mitte Mai. Wichtig ist, dass es warm genug ist, sodass der Boden nicht mehr gefroren ist. Der Vorteil im Frühling: Man kann beim Kauf eines Rhododendrons möglicherweise schon die Blütenfarbe sichten.

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Im Herbst sollten Rhododendren zwischen September und November gepflanzt werden. Vorteil: Der Boden ist noch warm und die Wurzeln bilden sich schneller aus. So kommt der Rhododendron gut durch den Winter.

Rhododendron pflanzen: Welcher Boden ist geeignet?

Ein guter Boden ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ein Rhododendron gut wächst. Die Erde sollte möglichst kalkfrei sein, sehr locker und humusreich, rät Rhododendron-Experte Holger Hachmann aus Barmstedt im “MDR Garten”. Viele Arten wachsen besonders gut in lichten Schattenbereichen, die kühl und feucht sind. Vor dem Einpflanzen sollte man außerdem berücksichtigen, dass Rhododendren sich zu großen Büschen entwickeln können. Planen Sie deswegen genug Platz im direkten Umfeld der Pflanze ein.

Beim Pflanzen sollte man den Strauch nicht zu tief einsetzen. Ein Loch von rund 50 Zentimetern Tiefe und 90 Zentimetern Breite ist in der Regel ausreichend. Rhododendren benötigen einen sauren Boden, der pH-Wert sollte etwa bei 5 liegen. Verschiedene Verbrauchermagazine, wie das Onlineportal “Gartenratgeber.net”, empfehlen einen Wert zwischen 4 bis 5,5. Ist dies nicht der Fall, können Sie den Boden vor der Pflanzung aufbereiten. Dafür eignen sich beispielsweise Laubkompost und Rindenhumus. Auch speziell für Rhododendren gemischte Erde, die es in jedem gut sortierten Baumarkt gibt, kann verwendet werden.

Wann sollte man einen Rhododendron düngen?

Damit der Rhododendron viele Blütenknospen ansetzt, muss er regelmäßig gedüngt werden – in der Regel einmal im Jahr. Einen neu gesetzten Rhododendron sollten man im März oder April zum ersten Mal düngen. Laut Gartenbauexperte Franz Beckers vom BRF-Radio eignet sich der Zeitpunkt der Blüte beziehungsweise des neuen Austriebs am besten. Auch bei der Pflanzung im Herbst wird erst im Frühling gedüngt. Im Juli kann man ein zweites Mal düngen – insbesondere dann, wenn die Monate sehr regenreich waren und viele Nährstoffe aus dem Boden gespült wurden.

Zum Düngen eignen sich beispielsweise ein Langzeit- oder ein Spezialdünger. Haushalts-Tipp: Laut dem Verbrauchermagazin “Mein-schöner-Garten.de” eignet sich Kaffeesatz als organischer Dünger hervorragend. Dieser enthält alle wichtigen Nährstoffe und reichert die Erde mit Humus an.

Wie häufig sollte man einen Rhododendron gießen?

Frisch gepflanzte oder zurückgeschnittene Rhododendren sollte man auch bei Regenwetter gründlich wässern. Ist die Pflanze gut eingewurzelt, reicht es, den Rhododendron einmal in der Woche zu gießen. Ältere Pflanzen regeln ihren Wasserhaushalt oft selbst. Wichtig: Zum Gießen kein kalkhaltiges Wasser verwenden, empfiehlt ”Gartenratgeber.net”.

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Rhododendron schneiden: Was ist wichtig?

Das Schneiden von Rhododendren ist oft gar nicht notwendig und im Falle von Sträuchern, die noch nicht tief verwurzelt sind, sogar schädlich. Wenn ein fest verwurzelter Rhododendron aber sehr groß geworden ist oder langsam verkahlt, kann das Schneiden der Pflanze durchaus sinnvoll sein, wie “Mein-schöner-Garten.de” rät. In diesem Fall sei auch ein radikaler Verjüngungsschnitt kein Problem. Diesen sollte man demnach am besten im Februar oder März machen, bevor der Rhododendron blüht. Alternativ eigne sich auch der Zeitraum von Ende Juli bis November.

Beim Verjüngen schneiden Sie die Äste und Zweige des Rhododendrons radikal auf 30 bis 50 Zentimeter zurück. Dabei sollte man Handschuhe tragen, da die Blüten, Blätter und andere Pflanzenteile des Rhododendron giftig sind. Wichtig: Nach einem kräftigen Verjüngungsschnitt kann es bis zu vier Jahre dauern, bis der Rhododendron wieder blüht.

Warum blüht Rhododendron manchmal nicht?

Dass ein Rhododendron nicht blüht, kann mehrere Gründe haben. Laut “Mein-schöner-Garten.de” gehören die falsche Düngung oder Bodenbeschaffenheit sowie abgestorbene Blütenknospen oder zu wenig Licht zu den häufigsten Ursachen. Steht der Rhododendron zum Beispiel komplett im Schatten, verbraucht er sehr viel Energie, um Blätter zu bilden – die Blütenbildung leidet darunter. In einem sehr warmen Winter kann es sein, dass sich die Knospen vorzeitig öffnen und vor der Blüte erfrieren. Auch dann blüht ein Rhododendron in diesem Jahr nicht mehr.

Welche Schädlinge befallen Rhododendren?

Die Rhododendronzikade ist der am häufigsten auftretende Schädling. Vom Spätsommer bis in den Herbst legt die Zikade ihre Eier in den Blütenknospen des Rhododendrons ab. Die Insekten übertragen einen schädlichen Pilz auf die Pflanze, der sich schnell vermehrt und zum Absterben der Knospen führt. Auch der Dickmaulrüssler macht sich gerne auf Rhododendren breit. Zu erkennen ist ein Befall durch angefressene Blattränder.

Was ist die Ursache für gelbe Blätter am Rhododendron?

Wenn sich die Blätter des Rhododendron gelb verfärben, leidet die Pflanze in der Regel nicht an einem Schädlingsbefall, sondern an der sogenannten Kalkchlorose. Bei einem zu kalkhaltigen Boden wird die Eisenversorgung des Rhododendron gestört. Den Nährstoff kann die Pflanze nur bei einem niedrigen pH-Wert ausreichend aufnehmen. Bei gelben Blättern rät “Mein-schöner-Garten.de”, den Rhododendronstrauch umzupflanzen oder den pH-Wert im Boden durch Düngemittel anzupassen.

RND/bic

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