Rasieren, epilieren, zupfen – wachsen die Haare danach stärker?

  • Das weibliche Schönheitsideal macht Druck: Haare in Achseln, an Beinen und im Intimbereich müssen mehr oder weniger weg.
  • Viele greifen deshalb regelmäßig zum Rasierapparat oder Epiliergerät, zu Wachs oder Chemie.
  • Doch wenn man sich die Haare oft entfernt, wachsen sie schneller und dicker nach. Oder nicht?
Katrin Schreiter
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Hannover. Diese Situation kommt vielen Mädchen und Frauen bekannt vor: Morgens werden unter der Dusche noch schnell die Beine rasiert – doch schon am nächsten Tag zeigen sich wieder die ersten Stoppeln. Sind sie nicht noch dicker und dunkler als bei der letzten Beinrasur? Nein, das täuscht.

Warum hält sich dieser Mythos?

Tatsächlich hat das Rasieren, Epilieren, Wachsen usw. überhaupt keinen Einfluss auf den Haarwuchs – weder auf das Tempo noch auf die Stärke. Aber warum hält sich dieser Mythos?

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Die Erklärung ist ziemlich simpel: Das Haar wird zur Spitze hin immer dünner. Beim Rasieren aber kappt die Klinge das Härchen an seiner dicksten Stelle. Die kurzen, aufrecht stehenden Stoppeln, die dann nachwachsen, wirken kräftiger als ihre dünnen, längeren Vorgänger. Hinzu kommt, dass man nachwachsende Haare auf glatt rasierter Haut deutlicher wahrnimmt.

Endlich Bart!

Vor allem junge Männer mit spärlichem Bartwuchs freuen sich allerdings oft über dieses Phänomen: Rasieren sie sich zum ersten Mal, sind die jungen Barthaare an der Spitze noch relativ dünn und weich. Wenn sie diese Haare aber an einer relativ dicken Stelle abschneiden, sieht das nachwachsende Haar kräftiger aus als vorher. Eine optische Täuschung, die an dieser Stelle häufig – zumindest kurzzeitig – für Freude sorgt.

Die gute Nachricht für die Damenwelt, die die Hornfäden an vielen Körperstellen unter Kontrolle haben wollen: Der Haarwuchs lässt sich herauszögern, indem man zum Wachs oder Epiliergerät greift. Denn dabei werden die Haare samt Wurzel entfernt. Das heißt: Sie wachsen weicher und wesentlich langsamer nach und unschöne dunkle Stoppeln werden vermieden.

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Damenbart adieu!

Lästigen Härchen an der Oberlippe sollten deshalb auch nicht mit dem Rasierer entfernt werden. Gegen einen Damenbart hilft oft schon die gute alte Pinzette, eine spezielle verschreibungspflichtige Salbe, eine Nadelepilation oder eine Laserbehandlung.

Abzuraten – vor allem im Intimbereich – ist übrigens von Enthaarungscremes, da sie Reizungen oder Allergien hervorrufen können. Auch eine Rasur kann hier gesundheitliche Probleme bringen, warnen Experten. Denn die gekappten Härchen biegen sich oft zur Seite, wachsen somit in die Haut ein und verursachen Entzündungen.

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