„Öko-Test“ untersucht Rapsöl: Elf von 23 sind „gut“ oder „sehr gut“

  • Viele getestete Rapsölprodukte sind laut „Öko-Test“ qualitativ hochwertig.
  • Von 23 getesteten Produkten erhielten elf das Siegel „sehr gut" oder „gut", jedoch enthielten zu viele Produkte Mineralöle.
  • Eines wurde mit „ungenügend" abgestraft.
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Frankfurt/Main. Für Rapsöl in der Küche sprechen gute Gründe: Seine Zusammensetzung an Fetten gilt als besonders gesund, es ist preisgünstig und vielfältig einsetzbar. Von 23 getesteten Ölen sind 11 „sehr gut“ oder „gut“, heißt es in der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 11/2020). Enttäuschend: In vielen Rapsölen wurden Pestizide, Schadstoffe und Weichmacher gefunden, allerdings nur in geringen Mengen gefunden.

Die Tester nahmen sowohl raffinierte als auch kalt gepresste Öle unter die Lupe. Sieger bei den raffinierten Produkten war mit das günstigste von „Ja! Reines Rapsöl“ (0,96 Euro pro Liter) sowie das vom Anbieter Kunella (2,58 Euro pro Liter). Sechs weitere raffinierte Rapsöle schnitten mit „gut“ ab. Ein bekanntes Produkt fiel wegen seines stark erhöhten Gehalts an Mineralöl mit einem „ungenügend“ durch - „Thomy Reines Rapsöl“ von Nestlé (3,99 Euro pro Liter).

Nur ein „sehr gutes“ kalt gepresstes Öl

Bei den kalt gepressten Ölen gab es nur ein sehr gutes Produkt: das „Moritz Raps Kernöl nativ“ von Kleeschulte. Es zählt mit einem Preis von rund 7,60 Euro aber auch zu den hochpreisigen Produkten. Zwei weitere kalt gepresste Öle bekamen ein „gut“, zwei ein „mangelhaft“ wegen erhöhter Mineralölbestandteile.

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Während kalt gepresste Rapsöle ohne Wärmezufuhr gewonnen werden, durchlaufen raffinierte Öle physikalische und chemische Verarbeitungsschritte. Der Vorteil: Unerwünschte Stoffe wie Pestizide oder Schwermetalle werden mit entfernt. Der Nachteil: Sekundäre Pflanzenstoffe und rund 30 Prozent des Vitamin-E-Gehalts gehen verloren.

Raffiniertes Rapsöl nicht so intensiv im Geschmack

Und welche Variante ist nun besser? Es kommt darauf an. Wen die saatige und leicht kohlige Rapsnote nicht stört, kann auf ein kalt gepresstes natives Rapsöl zurückgreifen. Sinnvoll ist es, dieses Öl für die kalte Küche zu verwenden, denn nur hier bleibt der Geschmack voll erhalten.

Wer den Eigengeschmack nicht schätzt, aber von den gesunden Fettsäuren profitieren will, für den ist ein raffiniertes Rapsöl völlig ausreichend. Was für alle Öle gilt: Am längsten halten sie, wenn Verbraucher sie kühl und dunkel lagern, am besten im Kühlschrank.

RND/dpa

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