Pomelo: Was steckt in der Zitrusfrucht?

  • Die noch relativ neuartige Tropenfrucht Pomelo zeichnet sich durch ihren besonders hohen Vitamin-C-Gehalt aus.
  • Neben ihrem vorzüglichen Geschmack kann sie uns so dabei helfen, unser Immunsystem zu stärken.
  • Was es mit der süßsauren Pomelo auf sich hat, erklären wir hier.
Lisa Marie Simmack
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Vor einigen Jahren kannte sie hierzulande noch kaum jemand, inzwischen gibt es die Pomelo in fast jedem gut sortierten Supermarkt oder bei fast jedem Obsthändler zu kaufen. Vor allem die aufgrund ihrer Süße besonders beliebte Honigpomelo macht bekannteren Tropenfrüchten zunehmend Konkurrenz. Grund genug, sich die gelbe Riesenfrucht einmal genauer anzuschauen.

Woher kommt die Pomelo?

Die Pomelo ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit und wurde als neue Zitrusart in den 1970er-Jahren in Israel entwickelt. Sie wird vor allem in Südafrika, Thailand, Malaysia, Indonesien und Südchina kultiviert und liebt ein niederschlagreiches tropisches und subtropisches Tieflandklima mit Temperaturen zwischen 25 und 30 °C. Mit ihrer birnenartigen Form kann die Pomelo bis zu 50 Zentimeter groß werden und ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm erreichen, weshalb sie hin und wieder auch als Riesenorange bezeichnet wird.

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Wie spricht man Pomelo richtig aus?

Auch wenn die Schreibweise eindeutig ist, scheinen sich die Geister bei der korrekten Aussprache der Tropenfrucht zu scheiden: Heißt es „Pommelo“ oder „Po-me-lo“? Der Duden sagt Letzteres, also wird’s wohl stimmen.

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Pomelo-Saison: Wann ist die beste Erntezeit für Pomelos?

Je nach Klima tragen die Pflanzen ab einem Alter von sechs bis acht Jahren ganzjährig oder saisonal Früchte. Bei uns findet man die riesigen Zitrusfrüchte hauptsächlich von Oktober bis April. Haupterntezeit sind die Monate von November bis April und die Sommermonate Juli und August.

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Wie erkenne ich, dass eine Pomelo reif ist?

Damit die Frucht reif und saftig ist, sollte die Schale gelb bis gelborange und dabei matt und leicht schrumpelig sein. Bei einer glänzenden und glatten Schale hat die Pomelo noch nicht den perfekten Reifegrad. Zudem sollte sie auf leichten Fingerdruck nachgeben. Ihr Fruchtfleisch sollte auf keinen Fall trocken schmecken, dann ist sie zu alt.

Wie isst man eine Pomelo?

Die Pomelo wird, da sie ein festes Fruchtfleisch hat, wie eine Orange abgeschält. Zuvor sollte man sie allerdings gut mit warmem Wasser abspülen, um zu vermeiden, dass äußere Verunreinigungen während der Zubereitung in das Fruchtfleisch der Pomelo geraten.

Als Erstes wird mit einem Messer das obere Ende der Frucht, der sogenannte Deckel, großzügig entfernt. Danach teilt man die Haut in vier Teile: Dafür schneidet man die Haut mit dem Messer rundherum circa einen Zentimeter tief ein. Auch die weiße Haut, die sich am Stielansatz der Pomelo befindet, wird eingeschnitten. Dann kann die Schale einfach mit den Fingern entfernt werden. Eine weitere Haut schützt die einzelnen Fruchtfleischfilets, die man vor dem Verzehr entfernt.

Zubereitungstipps für Pomelos

Die Pomelo kann mit ihrem saftigen, säuerlichen und leicht bitteren Fruchtfleisch zu einem Obstsalat, zum Verfeinern von Salaten und Müsli oder als Snack roh gegessen werden. Wenn man eine große Zitruspresse besitzt, kann man die Frucht auch ausquetschen und ihren Saft beispielsweise mit einem Kuchenteig verarbeiten. Zusätzlich lässt sich die Frucht geschnitten auch als Belag auf dem Kuchen verwenden. Sogar Eiscreme oder Marmelade lassen sich aus der exotischen Frucht herstellen. Und auch in fruchtigen Cocktails macht die süßsaure Pomelo als Grapefruit-Alternative eine gute Figur.

Pomelo: Wie gesund ist sie wirklich?

Neben ihren geschmacklichen Vorzügen, weiß die Pomelo auch durch gute Nährstoffe zu überzeugen. Die Pomelo ist sehr kalorienarm und zählt neben Zitronen, Limetten und Grapefruits zu den zuckerärmsten Zitrusfrüchten. Auf 100 Gramm enthält sie etwa 61 Milligramm Vitamin C und übersteigt damit deutlich den Vitamin-C-Gehalt einer Zitrone. Das stärkt das Immunsystem und trägt, zusammen mit den Bitterstoffen Naringenin und Limonin, zu einer verbesserten Fettverbrennung des Körpers bei. Außerdem enthält sie den Ballaststoff Pektin, wodurch sie sättigend wirkt und für eine gute Verdauung und Darmtätigkeit sorgt. Die Pomelo bietet sich durch ihre ausgezeichneten Nährwerte also besonders als gesunder Snack an, wenn man abnehmen und Heißhungerattacken stoppen möchte.

Polemo: Vorsicht bei Medikamenteneinnahme

Allerdings ist bei dem Verzehr der Pomelo auch Vorsicht geboten, denn bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Unter anderem die Kombination von Pomelo und Antidepressiva, Asthma- und Herzmitteln kann für den Körper gefährlich werden, da Stoffe im Fruchtfleisch die Wirkung einiger Medikamente unvorhersehbar und auch auf lebensbedrohliche Art verändern können. Obwohl sich die Pomelo außerdem als Blutdrucksenker positiv auf den Körper auswirken kann, ist besondere Vorsicht geboten, wenn man bereits blutdrucksenkende Medikamente nimmt. Fragen Sie deshalb, wenn Sie Medikamente einnehmen, immer Ihren behandelnden Arzt, ob Sie eine Pomelo essen dürfen!

Was ist eine Honigpomelo?

Besonders beliebt ist auch die Honigpomelo, eine Varietät der Pomelo. Sie zeichnet sich durch ihr helles Fruchtfleisch aus und wird im Geschmack ihrem Namen auf jeden Fall gerecht, denn im Gegensatz zur normalen Pomelo schmeckt sie süßer und nur leicht bitter. Ihre Hauptsaison hat die Honigpomelo im Winter.

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