Pizzastein richtig reinigen – so geht’s

  • Der Pizzastein ist eine echte Bereicherung für alle, die Pizza, aber auch Flammkuchen oder Brot, gerne selbst backen.
  • Um ihn möglichst lange benutzen zu können, sollte er nach jeder Verwendung gründlich gereinigt werden.
  • Worauf dabei geachtet werden sollte, verraten wir hier.
Lisa Marie Simmack
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Wer selbst Pizza backt, erzielt mit einem Pizzastein eindeutig die besten Ergebnisse. Denn dieser speichert viel Hitze und verteilt diese gleichmäßig über seine gesamte Oberfläche. Ein Pizzastein entzieht dem Teig beim Backen Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Pizza einen krossen Boden bekommt. Damit sich Eingebranntes wie Tomatensoße, Teigreste oder geschmolzener Käse auf dem Stein nicht verewigen und die Funktion erhalten bleibt, sollte der Pizzastein nach der Verwendung gereinigt werden. Wie das am besten geht, erklären wir hier.

Wie klebt Pizza nicht am Pizzastein?

Damit generell nicht zu viel von der leckeren Pizza am Stein kleben bleibt, gibt es einen einfach Trick: Der Pizzastein muss gut vorgeheizt werden! Bei einer Temperatur im Backofen um die 250 Grad Celsius sollte man den Pizzastein ruhig um die 40 Minuten lang aufheizen (als Mindestdauer werden 30 Minuten empfohlen). Wird der Pizzateig dann auf den vorgeheizten Stein gelegt, bildet sich schnell eine Kruste und es bleibt nichts kleben.

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Arbeitet man als Anfänger mit einer Schaufel ist es einfacher, zwischen Pizzaboden und Schaufel ein wenig Backpapier zu legen, denn dann rutscht die Pizza leichter auf den Stein. Zum Backen muss das Backpapier aber heruntergenommen werden, denn sonst kann der Stein die Feuchtigkeit nicht wie üblich regulieren und die Pizza erhält nicht ihren leckeren knusprigen Boden.

Pizzastein reinigen – was ist verboten?

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Pizzasteine bestehen meist aus Schamotte (regional auch Schamott), Lavastein oder Cordierit – letztere gibt es häufig auch glasiert. Diese Naturmaterialien zeichnen sich durch ihre besondere Feuerfestigkeit aus. Als Küchenutensil bringen sie aber auch ordentlich Gewicht auf die Waage. Je nach Modell kann ein Pizzastein gute zehn Kilogramm wiegen.

Nur um es erwähnt zu haben: in die Spülmaschine gehören Pizzasteine – allein schon des Gewichts wegen – nicht. Zudem sollte man auf Spülmittel beim Reinigen in jedem Fall verzichten! Auch sollte der (unglasierte) Pizzastein nie unter laufendem Wasser gereinigt werden.

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Wie reinige ich den Pizzastein richtig?

Die meisten Verunreinigungen auf dem Pizzastein lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen. Vor der nächsten Benutzung muss der Stein jedoch vollkommen trocken sein, da durch die aufgenommene Feuchtigkeit beim nächsten Backen Risse entstehen können.

Essensreste oder Eingebranntes lassen sich (Vorsicht: nur, wenn der Stein nicht mehr heiß ist!) mit einem Küchen- oder Ceranfeldschaber abkratzen, die Rückstände anschließend mit einem Küchentuch abwischen. Das Tuch darf auf keinen Fall nass, sondern höchstens leicht feucht sein.

Hat sich der Stein an einigen Stellen verfärbt, ist das erst einmal kein Problem und hygienisch unbedenklich. Wer sie als störend empfindet, kann sie mit einem feinkörnigen Schmirgelpapier entfernen. Hier aber immer darauf achten, nur mit leichtem Druck zu arbeiten, da der Stein sonst kaputtgehen kann.

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Was gilt für glasierte Pizzasteine?

Bei glasierten Pizzasteinen ist die Reinigung etwas einfacher. Auf Spülmittel sollte man zwar auch hier verzichten, die beschichtete Seite des Steins darf aber unter fließendem Wasser gereinigt werden. Doch Vorsicht: Die unbeschichtete Seite darf kein Wasser abbekommen! Zum Reinigen kann man beispielswiese mit einer Bürste arbeiten (eine Spülbürste ist schonender als eine Drahtbürste).

Man kann hartnäckigere Flecken durch Eingebranntes aber auch mit einer Natron-Wasser-Paste entfernen. Hierfür mischt man Natron mit Wasser im Verhältnis 1:1. Daraus wird eine Paste, die mit einer Bürste (eine Zahnbürste eignet sich prima) in den Stein gerieben werden kann. Mit kleinen, kreisenden Bewegungen können dunkle, verfärbte Flecken behandelt werden. Die Schicht der Natriumreinigungslösung auf dem Stein sollte hinterher mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Tipp: Wer einen Backofen mit einer Pyrolyse- bzw. Selbstreinigungsfunktion besitzt, lässt den Pizzastein einfach im Ofen, wo er automatisch gereinigt wird. Der Stein kann Temperaturen bis zu 1200 Grad Celsius aushalten.

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