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Trockenblumen: So gelingen aufwendige Arrangements aus Pampasgras und Co.

  • Trockenblumen erleben in der Interior-Szene derzeit ein Comeback.
  • Kein Wunder, sind getrocknete Strohblumen oder voluminöses Pampasgras nahezu ewig haltbar.
  • Sie selbst zu machen ist gar nicht so schwer. Eine Floristikexpertin gibt Tipps.
Talisa Moser
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Natürlich, elegant und lange haltbar: Trockenblumen sind das Dekohighlight des Jahres. In einer hübschen Vase arrangiert machen die Blüten, Trockengräser und Blätter aber auch einiges her. Doch welche Blumen sind zum Trocknen besonders gut geeignet und wie kombiniert man sie am besten?

Trockenblumen: Ein Plus für die Umwelt

Sind Pflanzen erst einmal vollständig durchgetrocknet, halten sie nahezu ewig. Kein Wunder also, dass Pampasgras und Co. ein Revival feiern. Denn bereits in den 1980er-Jahren waren Trockenblumen aus keinem Wohnzimmer mehr wegzudenken. „Vor allem Statice und die berühmten Strohblumen, wie sie Oma schon verwendete, erleben ein Comeback“, erklärt Tina Steger von der Floralwerkstatt GG. Sie ist Floristmeisterin und arbeitet als Expertin im Fachausschuss Wirtschaft, Handel und Öffentlichkeitsarbeit beim Fachverband Deutscher Floristen.

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Doch auch aus Nachhaltigkeitsaspekten punkten Trockenblumen – und finden deswegen seit einiger Zeit wieder großen Anklang. „Luftig, trocken, dunkel und geschützt gelagert hat man einige Jahre Freude daran“, so Steger. Auch der natürliche und etwas unperfekte Look begeistert viele Interior-Fans. Besonders im Herbst sind getrocknete Blumen ein beliebtes Interieur-Element – auch weil frische Blumen vielerorts keine Saison mehr haben.

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Diese Blumen eignen sich besonders gut zum Trocknen

Wer Blumen trocknen möchte, sollte dabei jedoch einiges beachten – zum Beispiel die Wahl der richtigen Blumen. „Generell gilt: Je feuchter das Material, desto weniger gut lässt es sich trocknen“, erklärt Tina Steger. Zwiebelblüher wie zum Beispiel Tulpen, Narzissen und Hyazinthen seien gänzlich ungeeignet. Lediglich einzelne Blütenteile, wie die kleinen Einzelblütenkelche der Hyazinthe, könnten getrocknet werden. „Blütenblätter wie von Tulpe und Hornveilchen, aber auch Sonnenblumenblütenblätter sind am ehesten zum Pressen geeignet“, so Steger.

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Gerne werde besonders im Herbst auch Physalis oder Lampionblume verwendet, auch wenn das gar keine Blüten sondern Fruchthüllen sind. „Typische Herbstblüher wie Astern und Dahlien sind aber leider wenig zum Trocknen geeignet“, fügt Tina Steger hinzu.

So geht’s: Tipps zum Blumentrocknen für zu Hause

Zum Trocknen hängt man Blumen Steger zufolge am besten an einem warmen und trockenen Ort kopfüber auf. Um die Farbe der Blüten zu erhalten, sollte der Raum außerdem abgedunkelt werden. Beim Aufhängen die Stiele nicht mit einem Band oder Kordel umwickeln, da sonst während des Trocknungsprozesses die Gefahr besteht, dass alles herunter fällt. „Besser mit einem Gummi bündeln oder bei größeren Teilen mit einem Draht jeden Stiel einzeln durchstoßen, so macht das schwindende Volumen während des Trocknens nichts aus“ empfiehlt die Floristin.

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Vor der vollen Blüte ist laut Steger normalerweise die beste Zeit, um Blumen zum Trocknen aufzuhängen. Denn je weiter fortgeschritten der Blühprozess ist, umso weniger Halt haben die einzelnen Blütenblätter am Blütenboden – und fallen getrocknet schneller aus. „Ausnahmen bestätigen aber mal wieder die Regel“, merkt Tina Stegern an. Gerade jetzt zur Hortensiensaison empfiehlt sie, diese erst vollständig erblüht zu schneiden und zu trocknen. „So halten sie besser Farbe und Form.“

Zum Trocknen werden die Blumen kopfüber an einem warmen und trockenen Ort aufgehängt. © Quelle: Amina Filkins/Pexels

Trockenblumen länger haltbar machen

Wie lange Trockenblumen halten, kommt laut Steger auf die Qualität der Blumen und des Trocknungsprozesses an. Doch auch der Standort der Blumen hat einen Einfluss auf die Haltbarkeit: Je heller es zum Beispiel ist, desto schneller verblassen die Farben.

Trockenblumen sind außerdem Staubfänger. Nach und nach würde sich eine Staubschicht ansammeln, die irgendwann unansehnlich würde, so Steger. Dem bekannten Tipp, Trockenblumen mit Haarspray zu fixieren, widerspreche sie hingegen generell. „Ja, durch das Zusammenkleben halten die Blütenteile vielleicht besser. Aber eben auch Staubpartikel.“ Spezielle Sprays aus dem Fachhandel können ihr zufolge den Blumenstrauß allerdings wirklich dauerhaft fixieren, ohne zu verkleben.

Dem Blumenstrauß Volumen geben

Im Vergleich zu frischen Blumensträußen mit viel Grün wirken Trockenblumen oft ein wenig mager. „Getrocknetes Schleierkraut oder Statice können in einem Trockenblumenstrauß das Bindegrün ersetzten“, erklärt die Floristikmeisterin. Beides sei kleinblütig und gebe Volumen. Wem das zu fisselig ist, der könne stattdessen auf getrocknetes Laub oder stabilisiertes Grün zurückgreifen.

Der Klassiker: Kann man den Brautstrauß trocknen?

„Der Brautstrauß ist für viele ein beliebtes Trocknungsobjekt, will man damit doch die Erinnerung an diesen besonderen Tag einfangen und bewahren“, sagt Steger. Sie empfehle Bräuten jedoch immer, sich stattdessen lieber auf die Lieblingsblüten, die Jahreszeit, die Farben und den Stil zu konzentrieren, und den Strauß an diesem Tag zu genießen und tolle Fotos zur Erinnerung zu machen. Die wenigsten Brautsträuße seien nämlich überhaupt zum Trocknen geeignet.

Wenn es der Braut wirklich wichtig ist, könne sie nach der Hochzeit eine geeignete Blüte aus dem Strauß lösen und diese trocknen. Später kann diese Blüte dann außerdem besonders sicher aufbewahrt werden, indem man sie zum Beispiel in ein schönes, verschließbares Glas legt.

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