“Öko-Test”: Wie gut ist Kosmetik von Rossmann, Müller und Dm?

  • Das Magazin “Öko-Test” hat die Hausmarken der Drogerie-Ketten Rossmann, Müller und Dm unter die Lupe genommen.
  • Mehr als die Hälfte der Produkte schnitt mit "sehr gut" ab, vor allem Naturkosmetik-Marken konnten überzeugen.
  • Dennoch warnt das Magazin bei einigen Produkten vor schädlichen Inhaltsstoffen.
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Für den Vergleich wurden insgesamt 54 Produkte aus den Regalen der drei größten deutschen Drogerien untersucht. Neben Deo, Shampoo und Duschgel der Eigenmarken testete das Verbrauchermagazin auch Seife, Spülung, Reinigungsschaum, Bodylotion und Hand- und Gesichtscremes.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der getesteten Kosmetika schnitt mit "sehr gut" ab. 32 der 54 Produkte wurden mit der höchsten Wertung ausgezeichnet. 21 weitere erhielten das Urteil "gut". Lediglich ein Deo von Müller ("Aveo Kokos Deo Roll-on") schnitt mit "befriedigend" ab. Insgesamt erzielten Dm-Produkte laut "Öko-Test" die besten Bewertungen. Vor allem die eigenen Natur-Marken wie "Alterra" von Rossmann, "Alverde" von Dm und "Terra Naturi" von Müller konnten im Test überzeugen.

Auch die Kundschaft ist von der Qualität der Eigenmarken überzeugt. Laut Handelsmarkenmonitor 2018 hielten rund 60 Prozent der Verbrauchen die günstigen Alternativen für genauso gut wie teurere Markenprodukte.

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Mikroplastik und gesundheitsschädliche Stoffe

Dennoch weist das Magazin auf problematische Inhaltsstoffe hin. Neun getestete Produkte enthalten demnach kritische PEG (Polyethylenglykole). Die synthetischen PEG wirken als Emulgatoren, verbinden Öl mit Wasser und machen Kosmetika geschmeidiger. Der Hauptbestandteil der Stoffe ist jedoch das als gesundheitsschädlich und krebserregend geltende Ethylenoxid. Dieses sorgt zudem dafür, dass die Haut durchlässiger ist für schädigende Fremdstoffe.

Weitere Minuspunkte gab es für falsche Werbeversprechen etwa auf Deodorant-Verpackungen. So bemängelte "Öko-Test" bei sechs Deos die beschriebene Haltbarkeit von 24 bzw. 48 Stunden, die in der durchgeführten Studie nicht erreicht wurde.

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Als dritten Punkt warnt das Magazin vor löslichem Plastik in insgesamt acht getesteten Produkten. Bei den Bezeichnungen Dimethicone, Carbomer und Sodium Carbomer auf den Verpackungen ist demnach Vorsicht geboten, denn diese Stoffe gelten als schwer abbaubar und können das Wasser dauerhaft verunreinigen. Die Tester empfehlen daher den Kauf von Kosmetika ohne entsprechende Inhaltsstoffe.

Die komplette Übersicht der Testergebnisse lesen Sie hier.

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RND/mkr