Mut zum Ausmisten: Loslassen will gelernt sein

  • Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, um Altlasten in den eigenen vier Wänden loszuwerden.
  • Wem das Aussortieren schwerfällt, der kann das „Wegwerfen auf Probe“ testen.
  • Auch wirkungsvoll: Für jedes neu gekaufte Teil muss ein altes weg.
Michèle Förster
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Hannover. Der Jahreswechsel ist die perfekte Zeit, um zu hinterfragen, was man wirklich braucht. Mehr Ruhe, weniger Zigaretten und Alkohol, dafür vielleicht mehr Bewegung an der frischen Luft? Doch häufig liegt der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit gar nicht in unseren Gewohnheiten, sondern an Dingen, mit denen wir uns täglich umgeben. Das neue Jahr ist also auch ein guter Anlass, um die eigenen vier Wände – und damit auch die Seele – einmal gründlich zu entrümpeln.

Richtig ausmisten: So geht’s

Als Einstieg in den viel gelobten Minimalismus bietet sich das Wegwerfen auf Probe an. Denn von ungetragenen Klamotten, nie gelesenen Büchern und noch in Folie eingeschweißten Filmen trennen wir uns nur ungern. Schließlich haben wir einmal viel Geld dafür bezahlt. Doch das ist kein Grund, sie zu behalten, sagt Aufräumguru Marie Kondo. Nur wenn die Sachen in uns Freude auslösen, dürfen sie bleiben. Alles andere wird in einer Kiste verstaut und verschenkt, verkauft oder gespendet.

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Die sanftere Methode: Lagern Sie die Kiste mit den aussortierten Sachen für sechs Monate im Keller. Alles, was Sie in dieser Zeit nicht gebraucht oder vermisst haben, kommt weg. Wenn Sie damit Menschen in Not helfen möchten, spenden Sie gut erhaltene Sachen an soziale Einrichtungen in Ihrer Nähe.

Bewusster Einkaufen

Der Erfolg des Minimalismusexperiments hängt jedoch auch stark von Ihrem Kaufverhalten ab. Sie sollten sich deshalb bei jeder Neuanschaffung fragen, ob Sie sie wirklich brauchen und an welchen Platz sie kommen soll. Um nicht gleich nach dem Ausmisten wieder in neuem Überfluss zu versinken, hilft außerdem folgender Grundsatz: Nichts wird sofort gekauft, sondern es wird erst eine Nacht darüber geschlafen. So vermeiden Sie spontane Fehlkäufe.

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Und: Für jedes neu gekaufte Teil muss ein altes weichen. Die Idee dahinter stammt übrigens aus der buddhistischen Lehre. Die besagt: „Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.“

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