„Öko-Test“ prüft 21 Mundspülungen: Neun bekommen Bestnote, fünf fallen durch

  • „Öko-Test“ hat 21 Mundspülungen getestet.
  • Fast die Hälfte bekommt die Bestnote – in einigen finden die Experten allerdings bedenkliche Inhaltsstoffe.
  • Dazu zählen das Tensid Natriumlaurylsulfat und das Konservierungsmittel Propylparaben.
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Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat 21 Mundspülungen genauer untersucht – Markenprodukte genauso wie preiswertere Eigenmarken und fünf zertifizierte Naturkosmetikprodukte. Neun Mundspülungen bekommen wie „Alverde 5in1 Mundspülung Nanaminze“ die Bewertung „sehr gut“.

Sehr gut abgeschnitten haben aber auch viele günstige Eigenmarken wie „Elkos Dentamax Antibakterielle Mundspülung“ von Edeka. Solche Eigenmarken kosten laut „Öko-Test“ in der Regel um die 75 Cent pro halbem Liter.

Bedenkliche Inhaltsstoffe in Mundspülungen

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Fünf Produkte erhalten dagegen die Bewertungen „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Unter den mangelhaften Mundspülungen befinden sich vor allem solche bekannter Marken wie „Listerine Zahn & Zahnfleischschutz Tägliche Mundspülung“ (Testergebnis „mangelhaft“, Preis 3,13 Euro je halben Liter) oder „Oral-B Zahnfleisch & -Schmelz Mundspülung frische Minze“. Letztere ist mit einem Preis von 6,98 Euro pro 500 Milliliter die zweitteuerste Mundspülung im Test.

In einigen Mundspülungen fanden die Experten das Tensid Natriumlaurylsulfat und das Konservierungsmittel Propylparaben. Letzteres stehe unter dem Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Solche Wirkstoffe haben aus Sicht von „Öko-Test“ in Mundspülungen „nichts zu suchen“. Der oft in den Produkten enthaltende Alkohol könne außerdem ein Problem für alkoholkranke Menschen sein.

Braucht man eine Mundspülung unbedingt?

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Warum überhaupt mit Mundspülung gurgeln? Sie könne zusätzlich helfen, dass Karies und Zahnfleischentzündungen gar nicht erst entstehen, informiert „Öko-Test“. Unbedingt nötig sei sie aber nicht. „Wer eine gute Mundhygiene betreibt und keine Probleme mit dem Zahnfleisch hat, braucht keine antibakteriell wirksame Mundspüllösung“, zitiert die Zeitschrift Nicole Arweiler, Chefin der Abteilung Parodontologie des Uniklinikums Marburg.

Dass Mundspülungen, die Fluorid enthalten, präventiv gegen Karies wirken können, sei wissenschaftlich bewiesen. „Die Mundspülungen im Test enthalten alle Fluorid. Die Anbieter halten dabei die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlenen Höchstmengen ein“, schreibt „Öko-Test“.

Die Zeitschrift warnt vor möglichen leichten Nebenwirkungen der Produkte. Dazu zählt sie Verfärbungen der Zähne, ein Brennen im Mund und vermehrte Bildung von Zahnstein. Außerdem seien Mundspülungen für Kinder tabu, die jünger als sechs Jahre sind.

RND/saf

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