Motten im Haus: So bekämpfen Sie die Schädlinge richtig

  • Lebensmittelmotten kommen oft mit eingekauftem Essen in einen Haushalt und sind besonders hartnäckig.
  • Zur wirksamen Bekämpfung muss die Quelle gefunden werden. Auch Ritzen, Schrankrückwände und Regalkanten müssen gereinigt werden.
  • Bei Kleidermotten helfen Schlupfwespen: Sie sind die natürlichen Feinde der Motten.
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Hannover. Sowohl Lebensmittelmotten als auch Kleidermotten machen uns manchmal das Leben schwer: Wer die kleinen Falter einmal im Haus hatte, weiß, wie schwierig es ist, die ungebetenen Besucher wieder loszuwerden. Dabei drängt die Zeit – denn der Bestand wird stetig größer.

Ist die Lebensmittelmotte gefährlich?

Lebensmittelmotten kommen oft mit eingekauftem Essen in einen Haushalt und sind als besonders hartnäckig bekannt: Ihre Eier verbleiben unbemerkt in Ritzen, die verpuppten Larven verstecken sich in den Falten von Verpackungen und auch in den letzten Winkeln der Schränke. So können die Motten mit ihrem Kot und Pilzen ganze Vorräte kontaminieren – und die Lebensmittel werden dadurch nicht nur ungenießbar, sondern teilweise auch gesundheitsgefährdend. Allergische Reaktionen oder Magen-Darm-Erkrankungen können die Folge sein.

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Die Textilmotte: In Sofa, Teppich oder Kleiderschrank

Kleidermotten hingegen kommen häufig durch ein offenes Fenster ins Haus. In warmen, dunklen Kleiderschränken legen die Weibchen dann bis zu 250 Eier ab und ernähren sich beispielsweise von Wolltextilien, Pelzen oder Seide. Um hohen Kosten zu entgehen, besteht Handlungsbedarf – denn nicht selten durften schon ganze Teppiche neu verlegt oder der Inhalt des Kleiderschranks komplett entsorgt werden, weil man die Bekämpfung zunächst auf die leichte Schulter genommen hat.

Wie bekämpft man Lebensmittelmotten?

"Zur wirksamen Bekämpfung von Lebensmittelmotten muss immer die Quelle gefunden werden", erklärt Andreas Beckmann, Geschäftsführer vom Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV). Wer also kleine Klümpchen, Larven oder feine Gespinste in Lebensmitteln entdeckt, sollte sie umgehend entsorgen – am besten in fest zugeknoteten Tüten. Andernfalls können die Insekten ihren Weg zurück ins Haus finden.

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Betroffene Behälter sollten gründlich ausgewaschen und der Schrank abgesaugt werden. Wichtig hierbei: Ritzen, Schrankrückwände und Regalkanten nicht vergessen! Ideal ist es, nach dem Saugen alles noch einmal feucht abzuwischen. Dafür eignet sich Universalreiniger. Essig hingegen fördert die Bildung von Bakterien, die Lebensmittelmotten anziehen.

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Schädlinge im Schrank: Wie geht man gegen Kleidermotten vor?

Wer glaubt, Textilmotten im Haus zu haben, sollte zunächst Pheromonfallen aufstellen, um festzustellen, welche Zimmer betroffen sind. Oft fängt der Befall im Schlaf- oder Kinderzimmer an und äußert sich durch Löcher in der Kleidung und fadenartige, weiße Gespinste.

Dann sollten alle Kleiderschränke im Haus leer geräumt und abgesaugt werden. Auch hier gilt: Die Ritzen nicht vergessen. Der Staubsaugerbeutel sollte anschließend luftdicht verpackt und weggeschmissen werden. Daraufhin muss alles an Kleidung gewaschen werden und am besten in den Trockner: „Hitze zerstört die Larven und Eier“, so Beckmann. „Was nicht in den Trockner kann, kann in einem schwarzen Müllsack in die Sonne gestellt werden.“ Alternativ kann ein Textilmottenbefall auch mit Insektiziden behandelt werden.

Mit Schlupfwespen gegen Kleidermotten vorgehen

„Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Motten“, erklärt der Experte. Sie bohren die Eier der Motten mit ihrem Legestachel an und legen ihre eigenen Eier in sie: So wird die Fortpflanzungskette der Kleidermotte unterbrochen. „Wenn man noch keine Insektizidbehandlung vorgenommen hat, kann man einen Mottenbefall in einer Privatwohnung sehr gut mit Nützlingen, also Schlupfwespen, bekämpfen“, so Beckmann. Eine Behandlung zieht sich über 12 bis 16 Wochen, um sicherzugehen, dass nicht einzelne Motteneier oder Larven überlebt haben.

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Schädlinge bekämpfen: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Damit es gar nicht zu einem Befall von Lebensmittelmotten kommt, gibt es laut dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV) einiges zu beachten:

Einkäufe und Vorräte prüfen: Insbesondere Getreide, Backwaren, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Tierfutter sind bei Lebensmittelmotten sehr beliebt. Achten Sie deshalb bei eingekauften Lebensmitteln darauf, dass sich keine Schädlinge eingenistet haben und die Verpackungen intakt sind.

Lebensmittel richtig lagern: Um einem Mottenbefall zu entgehen, sollten Lebensmittel möglichst kühl und trocken gelagert werden. Außerdem bieten sich dicht verschließbare Behälter an.

Hygienisch handeln: Sowohl die Küchen- als auch die Vorratsschränke sollten regelmäßig gewischt werden. Haus- und Biomüll sollten regelmäßig entsorgt werden.

Den Weg versperren: Sind Ritzen und Hohlräume verschlossen, verhindern Sie, dass sich dort Lebensmittelreste ansammeln – dann nisten sich auch keine Insekten ein. Außerdem sollten Schränke nicht mit Papier ausgelegt werden, um Schädlingen keinen Unterschlupf zu bieten.

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Um einem Textilmottenbefall vorzubeugen, empfiehlt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) Kleidung nur gewaschen, gereinigt oder zumindest gelüftet einzulagern. Auch ätherische Öle, die etwa Zedern- oder Zirbelkieferholzstücke verströmen, und der Duft von Lavendel helfen gegen die Schädlinge.

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