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Erklärt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mojito und Caipirinha?

  • An einem lauen Sommerabend gönnt man sich gern einen Mojito. Oder soll es lieber eine Caipirinha sein?
  • Geschmacklich und vom Aussehen her sind beide ähnlich.
  • Allerdings unterscheiden sie sich unter anderem in Herkunft, Spirituose und Zubereitung.
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Cocktails wie Mojito oder Caipirinha bestehen grundsätzlich aus einem Süße-Säure-Komplex, der einen ausgewogenen Geschmack ermöglicht. In beiden Cocktails dient die Limette im Glas gleichermaßen als Säurelieferant. Auch der Rohrzucker ist in beiden Getränken enthalten.

Die allgemeine Annahme, dass in Caipirinha und Mojito brauner Rohrzucker gehört, entspricht übrigens nicht der klassischen Zubereitung. Während in Mitteleuropa größtenteils Rübenzucker verwendet wird, wird im südamerikanischen Raum noch bis heute nahezu alles mit Rohrzucker gesüßt, allerdings in seiner feineren, weißen Erscheinungsform, häufig auch in Pulverform. So kann sich der Zucker auch in Cocktails schneller und gleichmäßiger auflösen.

Schauen wir uns die Unterschiede zwischen Caipirinha und Mojito doch einmal näher an.

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Mojito versus Caipirinha: Die Herkunft

Beide Cocktails sind in ihrem Herkunftsland berühmt. Während die Caipirinha ihre Wurzeln in Brasilien hat, ist der Mojito auf Kuba beheimatet. Hier legt man jeweils natürlich besonderen Wert auf eine traditionelle Zubereitung.

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Mojito versus Caipirinha: Die Zutaten

Während es für die Zubereitung für einen Mojito insgesamt sechs Zutaten braucht, kommt die Caipirinha mit vier aus. Zusätzlich zu Limetten, Rohrzucker, einer Spirituose und Eis ist ein Mojito erst mit Soda und Minze komplett. Für einen original kubanischen Mojito sollten Sie immer darauf achten, frische Minze zu verwenden und nicht versehentlich zu Pfefferminze zu greifen.

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Soda ist beim Mojito als sogenannter Filler wichtig. Denn beim Mojito handelt es sich im eigentlichen Sinne um eine alkoholhaltige Limonade. Daher sorgt das Soda für einen erfrischenden und sprudeligen Charakter.

© Quelle: Foto: Alexas_Fotos/Pixabay | Collage: RND

Mojito versus Caipirinha: Die Spirituose

Kommen wir nun zu einem der vielleicht elementarsten Unterschiede zwischen beiden Cocktails: der Spirituose, auch gern liebevoll Schnaps genannt. In einen Mojito gehört kubanischer Rum. Alexander Kreft, Vizepräsident der Deutschen Barkeeper-Union (DBU), erklärt, dass es sich im Idealfall um einen kräftigen, kubanischen, mittelalten Rum handeln sollte. Mit einem dreijährigen Rum aus Kuba sollte man hier richtig liegen.

Bei einer Caipirinha hingegen muss es für die traditionelle Version waschechte Cachaça sein. Diese wird aus dem Rohstoff Zuckerrohr gewonnen. Das ist auch bei Rum der Fall. Aber anders als Rum wird die Cachaça nicht aus der Melasse des Zuckerrohrs gewonnen, sondern aus frischem Zuckerrohrsaft. Das wohl wichtigste Merkmal: Cachaça muss aus Brasilien kommen, der Name ist herkunftsgeschützt. Selbst bei einer gleichen Herstellung der Spirituose in einem anderen Land darf sich diese nicht Cachaça nennen.

Wenn eine Caipirinha keine Cachaça beinhaltet, wird ihr Name angepasst. So erhalten Sie unter dem Namen Caipiroška eine Caipirinha mit Wodka, und eine Caipirinha mit weißem Rum nennt sich Caipirissima.

Manchmal wird die Cachaça in Anlehnung an frühere Zeiten auch Aguardente oder Pinga genannt, was einerseits so viel heißt wie “Feuerwasser” und andererseits umgangssprachlich einfach “Fusel” bedeutet.

Mojito versus Caipirinha: Das Eis

Cocktailkenner Alexander Kreft sagt ganz klar: In einen Mojito gehört kein Crushed Ice. Bei Caipirinha hingegen könne man darüber streiten, ob Crushed Ice oder ebenfalls Eiswürfel verwendet werden. Der Vorteil von Eiswürfeln: Der Cocktail bleibt länger kalt und verwässert nicht so schnell.

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© Quelle: Foto: Alexas_Fotos/Pixabay | Collage: RND

Mojito versus Caipirinha: Die Zubereitung

Limetten sind zwar Basis beider Getränke, es wird jedoch bei der Zubereitung anders vorgegangen. Während in die Caipirinha Limettenstücke kommen, finden beim Mojito eigentlich keine Limetten den Weg ins Glas. Hier wird ausschließlich der Limettensaft genutzt. Limettenscheiben oder -stücke werden eher als Dekoration verwendet.

Bei der Caipirinha wird die Limette meist geachtelt und ins Glas gegeben. Wichtig ist jedoch, jeweils die beiden äußeren Enden vorweg abzuschneiden. Denn das weiße im Inneren der Limetten enthält Bitterstoffe, die im Cocktail nicht erwünscht sind. Also erst oben und unten abschneiden, dann stückeln.

Ein Stößel wird bei beiden Drinks benötigt – bei der Caipirinha für die Limetten, beim Mojito für die Minze. Bleibt noch ein vorletzter Unterschied: Der Mojito wird gerührt, die Caipirinha geschüttelt.

Und die letzte Unterscheidung: Warum heißt es die Caipirinha? Caipira ist Brasilianisch für Hinterwäldler, Bauer, Landei – Caipirinha ist der weibliche Diminutiv, die Verkleinerungsform – unsere “Caipi” bedeutet also, wenig charmant, in etwa kleines Landei oder Bauernmädchen. Zum Wohl!

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