Modetrend 2021: Athflow verbindet Gemütlichkeit und Eleganz

  • Was tragen wir im zweiten Corona-Jahr? Athflow.
  • Der neue Trend ist athletisch und gleichzeitig ungezwungen schick.
  • Die Bequemlichkeit von Jogginghosen und Co. muss nicht aufgegeben werden, sondern erhält ein umwerfendes Update.
Alice Mecke
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Hannover. „Wir bleiben zu Hause“ – seit nun einem Jahr ist das das vorherrschende Motto in der Corona-Pandemie. Auch in der Mode hält dieser Lifestyle Einzug, was bedeutet, dass es gemütlich wird. Die Cocktailkleider und High Heels bleiben also auch dieses Jahr nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten? Nicht ganz – denn der Fashiontrend 2021, Athflow, schafft es, Eleganz und Lässigkeit ästhetisch miteinander zu verbinden.

Es wird sportlich, also athletisch, und zugleich schick genug, um auch ins Büro gehen zu können. Eine gelungene Kombination, um nicht gänzlich dem Gefühl zu verfallen, die Kontrolle über sein Leben verloren zu haben (legendäres Zitat von Modeschöpfer Karl Lagerfeld zur Jogginghose). Aber die liebgewonnene Bequemlichkeit müssen wir auch 2021 noch nicht ziehen lassen.

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Weite, fließende Hosen

Zu den Looks zählen weite, weiche, fließende Stoffe und Oversize-Teile. Vor allem weite Hosen, gerne mit Schlag aus Rippstrick waren und sind nicht wegzudenken. Schick wird es, wenn zur Hose das passende Oberteil getragen wird. Auch wadenlange Kleider oder Overalls aus dem gemütlichen Rippstrick in neutralen Farben sind typisch Athflow. Je nach Stimmung, Wetter oder Treffen, passen sowohl Sneaker als auch offene Riemchensandalen zum Stricklook.

Sneaker sind bei Athflow generell ein großes Thema, denn ein gemütlicheres Modell gibt es wohl kaum. Auch 2021 bleiben „Dad Sneaker“, also klobige Modelle, gerne mit Plateau, ein Trend. Im Sommer gesellen sich dann weiterhin Birkenstocks und schicke Schläppchen dazu.

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Jogginghose oder Jeans - je nach Laune

Und noch eine Spur gemütlicher wird es mit Jogginghosen. Auch diese sind 2021 nicht mehr wegzudenken. Selbst Anna Wintour, Chefin der amerikanischen „Vogue“, zeigte sich auf Instagram in einem lässigen Look mit Streifenpulli und roter Jogginghose am Schreibtisch – und das soll was heißen.

Denn wer jetzt an ausgebeulte, verwaschene Modelle aus der Wühlecke denkt, liegt beim Athflow-Stil daneben. Hier kommen beispielsweise Jogginghosen aus Seide oder mit elegantem Schnitt und aus festem Stoff zum Tragen. Auch hier ersetzen Kombinationen, gerne in knalligen Farben, den klassischen Anzug.

Bei der Wahl der Hosen sind aber natürlich auch Jeans Thema. Hier wird sich allerdings nicht in knallenge Röhrenjeans gequetscht. Die Modelle sind weit geschnitten, gerne mit hohem Bund.

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Und obenrum?

Hosen und Schuhe bleiben also gemütlich – wie sieht es obenrum aus? Da darf gemixt werden, was gefällt. Ein Kontrast zur gemütlichen Jogginghose wäre ein bauchfreies Crop Top oder ein tiefgeschnittenes Seidentop, das den Look sexy macht. Geht es ins Büro, kann eine elegante kragenlose Bluse das Outfit aufwerten, ohne dabei spießig auszusehen.

Doch auch XXL-Hoodies sind bei Athflow ganz vorne mit dabei, genau wie Boyfriend-Shirts. Die Farben sind eher ruhig gehalten und einfarbig. Wer Farbe bekennen will, greift zum Batiklook, der uns auch 2021 weiterhin begleitet.

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Bei diesem Look wird es sexy und bequem - auch typisch Athflow. © Quelle: Getty Images/iStockphoto

Elegante lange Mäntel wie Trenchcoats funktionieren ganz wunderbar zur lässigen Sporthose und die Lederjacke wird der beste Freund der weiten Jeans. Der dicke Strickpulli wird lässig zum Blümchenkleid getragen und auch Westen mit Steppmuster sind für kühlere Tage ein Athflow-Piece.

Beim Schmuck darf mehr geklotzt werden. Dicke, kurze Gliederketten, vorzugsweise in Gold, sind schwer angesagt. Genau wie schlichte, aber breite Ringe. An den Ohren baumeln gerne eine Menge feiner Creolen und auch Statement-Armreifen gehören zum lässig-eleganten Look.

Mode ist unser „Seelenpflaster“

Mode bleibt immer noch ein Ausdruck der Gefühlslage – und die Gefühle während der Corona-Krise schwappen regelrecht über. Das beobachtet auch Trendanalyst Carl Tillessen vom Deutschen Mode-Institut in Köln: „Was wir ... vor allem beobachten, ist, dass diese Situation, die scheinbar komfortabel und entspannt ist, weil die meisten Menschen mehr Zeit zu Hause zugebracht und weniger gearbeitet haben, im Gegenteil als ein enormer Stress und eine enorme Belastung erlebt wird. Wir empfinden es als sehr bedrückend, sind verängstigt und verunsichert. Daraus entstehen zwei große Bedürfnisse, die auch die Mode beantworten muss.“

Einmal sei es das Bedürfnis nach Beruhigung: „Wir wollen, dass unsere Kleidung uns mit kuscheligen Stoffen, hellen, neutralen Farben und entspannten Silhouetten beruhigt“, so Tillessen. Mode komme mehr denn je die Aufgabe zu, „ein Seelenpflaster zu sein“.

Und auf der anderen Seite müsse Mode aber auch ein Stimmungsaufheller sein. Die Menschen wollten Kleidung, die ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Das sei laut Trendanalyst der andere große Trend. „Mode darf plötzlich sehr fröhlich, ja sogar auf eine kindische Weise übermütig sein. Vor der Krise fanden viele es immer noch eine gute Idee, auf alles Totenköpfe zu drucken. Jetzt kommt es gut an, wenn man auf alles Smileys druckt.“

mit dpa

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