Klein, aber oho: Mini-Sukkulenten liegen voll im Trend

  • Sukkulenten haben in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen.
  • Wenn man auf ein paar Dinge achtet, sind sie auch relativ pflegeleicht.
  • Der neueste Trend sind Mini-Sukkulenten, die auf eine Vielzahl von Arten kreativ arrangiert werden können.
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Sukkulenten haben in den vergangenen Jahren einen Quantensprung auf der Beliebtheitsskala gemacht. Waren einst noch Kakteen besonders angesagt, haben Sukkulenten mit ihrem einzigartigen und individuellen Look den Rang abgelaufen.

Kakteen und Sukkulenten sind übrigens miteinander verwandt. Denn jeder Kaktus gehört auch zur Gattung der Sukkulenten – umgekehrt sind aber nicht alle Sukkulenten auch Kakteen. Während Kakteen ihre Heimat in den trockenen Gebieten Amerikas haben, stammen Sukkulenten aus Afrika.

Gründe für den Sukkulenten-Hype gibt es viele: Sie sind genügsam, anspruchslos und vielseitig. Daher gedeihen sie auch auf kleinem Raum. Sie kommen in einer Vielzahl von Farben und Formen vor und sind daher zum Dekorieren für jeden Anlass bestens geeignet. Dabei reden wir nicht nur von klassischen Pflanzentöpfen. (Mini-)Sukkulenten machen sich auch gut in kleinen Gewächshäusern, vertikalen Gärten, als Tischdekoration oder zum Beispiel als hängende Dekoration in Glühbirnen. Und jetzt gibt es Dank des Mini-Sukkulenten-Trends noch eine Vielzahl weiterer Ideen.

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So arrangieren Sie Mini-Sukkulenten

Feste Regeln gibt es natürlich nicht – erlaubt ist, was gefällt. Aber grundsätzlich gilt: (Mini-)Sukkulenten sind Herdentiere und machen sich somit besonders gut in Gruppen. Dazu müssen Sie nicht mehrere Pflanzgefäße nutzen, sondern können auch mehrere Sukkulenten in einem kombinieren. Dabei sollten Sie allerdings drauf achten, dass sie Sukkulenten mit ähnlichen Bedürfnissen in einen Topf pflanzen. Zur richtigen Pflege von Sukkulenten kommen wir auch später noch in diesem Artikel.

In den meisten Fällen fällt es gerade Anfängern leichter, die Mini-Sukkulenten in unterschiedlichen Farben, Höhen und Blattstrukturen zu kombinieren. Denn dadurch wird die Komposition abwechslungsreicher und spannender. Auch ein sehr cleaner Look in nur einem Farbton kann sehr charmant wirken, braucht aber etwas Übung.

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Gerade bei Mini-Sukkulenten eignen sich nahezu alle Dinge mit einer kleinen Öffnung, um die winzigen Pflänzchen zu dekorieren. Wichtig hierbei ist: Wenn sie ihre Mini-Sukkulenten länger in einem Gefäß lassen wollen, sollten Sie darauf achten, dass das überschüssige Gießwasser abfließen kann. Entweder durch ein Loch oder alternativ durch eine Schicht von Kieseln oder ähnlichem, sodass die Wurzeln der Minis nicht unter Staunässe leiden.

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Ansonsten können Sie aber frei experimentieren. Denn auch als Dekoration bei der Geburtstagsparty oder der Einschulung, können Sie kreativ aus den Vollen schöpfen und für diesen einen Tag die Mini-Sukkulenten überall unterbringen.

Kreative Ideen mit Mini-Sukkulenten

Jetzt haben wir schon so viel über Kreativität gesprochen, da wollen wir Ihnen doch auch ein paar Ideen mit an die Hand geben. Zur Inspiration können wir Ihnen auch auf Instagram den Hashtag #minisucculents oder die Profile von „Charming Succulents“ und „Botanical Bright“ empfehlen.

Arrangieren und dekorieren können Sie Mini-Sukkulenten auch auf folgende Arten:

  • im Einmachglas
  • in Eierschalen setzen
  • eingesetzt in Hühnerdraht/Kaninchendraht/Drehtgeflecht
  • in ausgedienten Glühbirnen
  • in Büchern (schneiden Sie in alte Wälzer ein kreisrundes oder auch eckiges Loch und pflanzen Sie die Pflänzchen darin ein – hier können Sie die Sukkulenten mitsamt Topf einpflanzen und so gießen)
  • in kleinen, großen, geometrischen oder runden (Mini-)Terrarien
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  • in einem Setzkasten (horizontal oder vertikal)
  • in einen Buchstaben-Rohling gepflanzt (oder mehrere, die ein Wort ergeben)
  • im Bilderrahmen (nutzen Sie diesen entweder wie eine Art Tablett oder setzen Sie auf einen mit extra dicken Rahmen, den Sie aufhängen können und die Mini-Sukkulenten wie in ein Regal stellen können)
  • im Vogelkäfig
  • in einem ausgehöhlten Korken
  • gebunden als Kranz
  • in einem Weinglas (toll sieht es auch aus, wenn Sie das Weinglas als Kuppel über ein kleines Mini-Sukkulenten-Arrangement stülpen)
  • als vertikaler Garten
  • in kleinen Glaskugeln (hängend oder stehend)
  • in Kastanienschalen
  • in alten Weinkisten oder Kisten aus Palettenholz
  • im Steingarten gepflanzt (der sich im Beet, in einer Kiste, in einem Blumentopf, einem Waschzuber oder sonstwo befinden kann)
  • oder werden Sie kreativ
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Prinzipiell können Sie auch jede beliebige Blüte durch Mini-Sukkulenten ersetzen – vom Türkranz bis hin zu Sitzplatzkarten mit Namensschild. Diese sind dann jedoch nicht für die Ewigkeit gedacht, da sie in den meisten Fällen nicht gegossen werden können, halten sich aber meist dennoch über Wochen hinweg. Übrigens: Nicht alle Sukkulenten-Arten sind auf das Einpflanzen angewiesen.

Auch als Gastgeschenk bei der Hochzeit machen sich Mini-Sukkulenten gut, die Ihre Gäste mit nach Hause nehmen und einpflanzen können. Und wer einen Feengarten zu Hause hat, wird die Winzlinge lieben!

Pflanzgefäße individuell und für jeden Geschmack

So pflegen Sie (Mini-)Sukkulenten richtig

Wichtig ist zu wissen, dass es sich bei Mini-Sukkulenten eigentlich immer um Babypflanzen handelt. Es gibt zwar auch Sukkulenten, die auch noch ausgewachsen klein sind, das ist aber nicht die Regel. Sukkulenten sind sehr robust und brauchen nicht viel. Sprösslinge sind allerdings ein bisschen empfindlicher, daher gelten für sie noch einmal besondere Regeln. Diese Dinge sollten Sie wissen.

  1. Richtig wässern: Besonders viel Wasser brauchen Sukkulenten nicht. Allerdings unterscheidet sich die benötigte Menge je nach Jahreszeit und Wachstumsphase der Pflanzen. In Frühling und Sommer benötigen Sukkulenten mehr Wasser als in Herbst und Winter. Testen Sie mit dem Finger, wie feucht die Erde ist. Sind die obersten zwei oder drei Zentimeter trocken, ist es an der Zeit, zu gießen. Durch ein Drainage-Loch kann überschüssiges Wasser entweichen. Bei zu viel oder stehendem Wasser, gehen die Pflanzen ein. Einmal die Woche Wässern sollte in Frühling und Sommer ausreichen, in der kälteren Jahreszeit können es auch schon mal zwei bis drei Wochen sein.
  2. Genügend Sonnenlicht: Sukkulenten sind ursprünglich Wüstenbewohner und mögen Licht. Täglich brauchen sie etwa sechs Stunden Sonnenlicht. Direkte Sonne mögen die Jungpflanzen allerdings weniger. Man sollte sie daher langsam an einen Platz in der Sonne heranführen. Da sich Sukkulenten der Sonne entgegen neigen, sollten Sie darauf achten, die Pflanzen zu drehen, damit sie gerade wachsen.
  3. Die passende Erde: Was viele Sukkulenten-Freunde nicht wissen: Erde ist nicht gleich Erde. Mit normaler Blumenerde aus dem Garten tun Sie Ihren Sukkulenten keinen Gefallen. Besser geeignet ist da spezielle Kakteen-Erde oder eine mit Sand, Bimsstein oder Lavagranulat gemischte Variante. Diese können besser trocknen, was die Sukkulenten Ihnen danken werden. Im Fachhandel gibt es spezielles Kakteen- und Sukkulenten-Substrat, das sehr wasserdurchlässig ist. Um Staunässe zu vermeiden, können Sie unter der Erde auch eine Schicht Kieselsteine oder Sand ausbringen.

Bei Sukkulenten ist es wie bei Menschen: Sie wachsen zu Beginn schneller als später. Wer kleine Pflanzgefäße verwendet, hindert die Mini-Sukkulenten am Wachsen, da sie keinen Platz haben, sich auszubreiten. Je nach Platzangebot passen die Pflanzen ihr Wachstum an.

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