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  • Maronen zubereiten: Wie kocht man Esskastanien? Drei Rezepte, von süß bis herzhaft

Harte Schale, schmackhafter Kern: Leckeres kochen mit Maronen

  • Der Herbst ist da und damit oft der Wunsch nach nahrhaft-wärmendem Essen.
  • Maronen sind dank ihres Geschmacks und der gesunden Nährstoffe eine tolle Zutat – für Herzhaftes und Desserts.
  • Hier finden Sie drei Rezepte mit den nussigen Esskastanien.
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Jetzt sieht man sie wieder in Parks und Wäldern. Mit gesenkten Häuptern suchen Erwachsene und Kinder den Boden ab. Und haben sie etwas gefunden, kommentieren sie das Einsammeln oft mit einem „Au“. Gemeint sind die Esskastanien- und Maronensucherinnen und ‑sucher. Ähnlich wie bei Rosskastanien verstecken sich auch diese Früchte in einer stacheligen Hülle. Doch im Gegensatz zu den ungenießbaren Rosskastanien haben es Maronen und Esskastanien mit ihrem nussigen Geschmack und vielen guten Nährstoffen in sich.

Dank ihres hohen Stärkegehalts lassen sie sich als Getreideersatz gut zu Brot, Pasta oder Gebäck verarbeiten. Dazu sind sie mineralstoff- und vitaminreich, enthalten etwa Magnesium, Kalzium, Kalium, Phosphat und Eisen, die Vitamine A, B, C und E sowie Betakarotin. Die süßen Nussfrüchte sind gesund und sehr sättigend: Etwa 200 Kilokalorien sind in 100 Gramm Esskastanien enthalten, dabei sind sie fettärmer als andere Nusssorten und glutenfrei.

Unterschied von Ess- und Rosskastanie

Frische Kastanien sollten schnell aufgebraucht werden, denn bei Raumtemperatur sind sie nur ein paar Tage haltbar. Geschälte und vorgekochte Maronen finden sich in vielen Supermärkten. Wer es gemütlicher angehen kann, kann sich die braunen Früchten selbst suchen.

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Zum Verwechseln ähnlich: Stachelige Hülle, brauner Kern, gleicher Nachname – doch Ess- und Rosskastanie unterscheiden sich durchaus. Botanisch gehört die Esskastanie zu den Buchen und Eichen, die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen wie dem Ahorn. Bei Maronen und Esskastanien handelt es sich um verschiedene Edelkastanienarten. Die Marone ist eine weiter­gezüchtete Form der Esskastanie. Ihre Nüsse sind größer und aromatischer als die der Esskastanie.

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Drei Grundzubereitungsarten: So verarbeiten Sie Maronen

  • Rösten: Die kleinen Pinsel der Nüsse mit einer Schere kappen und mit einem Messer die Schale kreuzförmig einschneiden. So platzen die Maronen bei Hitze nicht auf und lassen sich leichter schälen. Maronen bei 175 Grad Umluft für circa 20 Minuten auf einem Backblech im Backofen rösten. Zusätzlich eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen, damit sie nicht austrocknen. Haben sich die Einschnitt­stellen deutlich geöffnet, sind die Kastanien fertig. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dann vorsichtig schälen.
  • Kochen: Sollen Maronen zu Suppe oder Püree verarbeiten werden, eignet sich das Vorkochen. Die Nüsse werden dafür 20 Minuten in Salzwasser gekocht. Ist die Schale an den Einschnittstellen aufgeplatzt, sind sie fertig und können aus dem Wasser.
  • Braten: Die Maronen können auch ohne Öl direkt in einer heißen Pfanne gebraten werden, am besten bei niedriger Hitze, bis sich die Schale an den Einschnitten öffnet. Wichtig: Immer wieder die Pfanne schwenken, sodass sie nicht anbrennen.
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Rezept 1: Brotaufstrich aus Maronen

Wer eine Alternative zur zuckersüßen Nussnugatcreme sucht, kann sich leicht eine vitaminreiche Maronenvariante herstellen.

Aus Esskastanien lässt sich ein Aufstrich herstellen. © Quelle: Ina Funk-Flügel

Das wird gebraucht:

250 g vorgekochte Maronen, 2 EL weiche Butter, 2 EL Honig, 1 EL Kakaopulver, 1 Päckchen Vanillezucker, ½ Vanilleschote, 3 EL Sahne, Salz

So geht’s:

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Die vorgekochten, noch warmen Maronen werden in einem Topf mit dem Pürierstab fein püriert. 30 Minuten abkühlen lassen. Dann kommen Butter, Honig, Kakaopulver, Vanillezucker und Sahne hinzu und werden gründlich untergerührt. Abschließend aus der Vanilleschote das Mark herauskratzen und in die Masse geben. Den Aufstrich abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept 2: Pasta mit Maronen und Pilzen

Maronen passen gut zu Pilzen, am besten in einer Nudel verpackt und mit frischem Gemüse und Parmesan angerichtet.

Kürbis oder Steinpilz? Nein, auch Maronen eignen sich als leckere herbstliche Füllung für Ravioli. © Quelle: Ina Funk-Flügel

Das wird für vier Portionen gebraucht:

50 g Hartweizengrieß, 400 g Mehl, 5 Eier, 2 EL Olivenöl, 1 TL Salz, 1 Eigelb, 100 g Steinpilze, 1 Zwiebel, 75 g Butter, 200 g vorgekochte Maronen, 50 g Frischkäse, 1 Handvoll Petersilie, Salz, Pfeffer, 1 Bund Salbei, 1 Handvoll vorgekochte Maronen, 100 g Parmesan am Stück, 200 g Zuckerschoten, 100 g Kirschtomaten

So geht’s:

Für den Nudelteig Mehl mit dem Hartweizengrieß, fünf Eiern, zwei Esslöffeln Olivenöl und einem Teelöffel Salz zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und bis zur weiteren Verwendung kühl stellen.

Die Steinpilze waschen, trocknen, klein schneiden. Eine Zwiebel schälen und fein hacken. Beides mit 25 Gramm Butter goldbraun anbraten und zusammen mit den vorgekochten Maronen, Parmesan, Petersilie und dem Frischkäse fein pürieren. Die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Handvoll Maronen in einer Pfanne ohne Fett rösten. Zuckerschoten sieben Minuten in kochendem Wasser dünsten und warm halten. Stiele der Kirschtomaten entfernen, halbieren und kurz in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.

Für die Salbeibutter 50 Gramm Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Salbeiblätter darin knusprig ausbacken. Salbeiblätter herausnehmen, aber die Butter sprudelnd weiterkochen lassen, bis sich braune Flöckchen bilden. Dann den Salbei wieder hinzugeben und warm stellen.

Den Nudelteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, etwa einen Millimeter dick. Kreise ausstechen (mit einer Plätzchenform oder einem Glas) und den Rand mit Eigelb bestreichen. Je einen Teelöffel der Füllung in die Mitte setzen, zuklappen und den Rand festdrücken. Die Ravioli für circa acht Minuten in kochendem Salzwasser garen und anschließend mit Salbeibutter, gerösteten Maronen, Zuckerschoten, Tomaten und geriebenem Parmesan servieren.

Rezept 3: Dessert mit Maronen

Nussig, samtig, süß – das Maronendessert ist eine leckere Nachspeise.

Vollendet wird das Maronenmenü mit einem cremigen Dessert. © Quelle: Ina Funk-Flügel

Das wird für sechs Portionen gebraucht:

400 g vorgekochte Maronen, 375 ml Vollmilch (oder Milchalternative), 125 g Sahne, 125 g Zucker, ½ Päckchen Vanillinzucker, 25 g gehackte, geröstete Maronen zum Verzieren

So geht’s:

In einem Topf die Milch, den Zucker und den Vanillinzucker mischen, dann die vorgekochten Maronen hinzugeben. Alles aufkochen und für zehn Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen. Dann wird die Masse püriert und für rund 30 Minuten im Kühlschrank kalt gestellt.

Nach der Kühlzeit wird Sahne steif geschlagen und vorsichtig unter das Maronenpüree gehoben. Das Dessert auf sechs Gläser verteilen und mit gerösteten Maronenstücken dekorieren.

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