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„Öko-Test“: Hälfte der getesteten Lipgloss-Produkte „ungenügend“

  • Lipgloss ist die dezentere Variante des Lippenstiftes.
  • 16 solcher Produkte hat die Zeitschrift „Öko-Test“ nun untersucht.
  • Ihr Fazit: Die Hälfte erhält die Note „ungenügend“ – auch, aber nicht nur wegen schädlicher Inhaltsstoffe.
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Frankfurt/Main. Lipgloss sorgt für Glanz und Farbe auf den Lippen, es gibt ihn mit und ohne Geschmack und in allen Farbschattierungen. Manche Inhaltsstoffe, darunter Titandioxid, Mineralölbestandteile oder Kunststoffverbindungen überzeugten die Tester der Zeitschrift „Öko-Test“ (12/2021) aber gar nicht. Die Hälfte der untersuchten Produkte erhielt die Note „ungenügend“.

16 rote deckende Lipgloss-Produkte wurden im Labor untersucht, darunter sieben zertifizierte Naturkosmetika. Das Resultat: Ganze 8 Produkte, allesamt konventionelle Produkte, bekamen die Note „ungenügend“, 5 weitere Gloss ein „befriedigend“. Drei Produkte, alle Naturkosmetika und die einzigen ohne Titandioxid, schnitten mit „sehr gut“ ab: Das „Jelly Pudding Lipgloss 40 Addicted to red“ der Marke Alverde, das „Natural Lipgloss Kiss Me“ von Benecos und von Dr. Hauschka das „Lip Gloss 04 Goji“.

Problematisch: Titandioxid in Lipgloss

Besonderes Augenmerk bei den Inhaltsstoffen galt dem Weißpigment Titandioxid. Enthielt der Lipgloss diesen Stoff, gab es ganze zwei Noten Abzug bei der Bewertung.

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Der Grund: Nach neuester Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird Titandioxid als Lebensmittelzusatz als „nicht mehr sicher“ eingestuft – eine erbgutschädigende Wirkung kann nicht ausgeschlossen werden.

Die EU-Kommission plant, den umstrittenen Zusatzstoff ab 2022 in Lebensmitteln zu verbieten. Eine Aufnahme über die Haut ist zwar nicht bewiesen, Lippenstifte und Lipgloss werden aber schnell abgeleckt und gelangen so in den Verdauungstrakt.

Weitere Problemstoffe gefunden

Aber auch andere Problemstoffe wurden in den Schönheitsprodukten gefunden, darunter zwei gesundheitsbedenkliche Azofarbstoffe und Paraffine, welche sich in Organen anreichern können. Ein konventionelles Produkt war mit potenziell krebserregenden Mineralölbestandteilen (MOAH) verunreinigt.

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Es kam in der Bewertung auf den letzten Platz.

RND/dpa

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