Laterne basteln mit Kindern: Einfache Anleitungen

  • Sankt Martin steht vor der Tür!
  • Doch bevor gesungen und marschiert werden darf, müssen schöne Laternen gebastelt werden.
  • Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Laterne selber basteln können – und haben ein paar grundlegende Fragen geklärt.
Heidi Becker
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Hannover. Jedes Jahr rund um den 11. November sieht man sie wieder, die Laternenumzüge, die am frühen Abend mit funkelnden Lichtern und frohen Klängen durch die Nachbarschaft ziehen. Doch warum laufen wir an Sankt Martin eigentlich singend und mit Laternen durch die Straßen? Und wer war überhaupt Sankt Martin? Der Legende nach ritt der ­17-jährige römische Soldat Martin an einem kalten Wintertag auf seinem Pferd an einem frierenden Bettler vorbei, der ihn um Hilfe bat, und teilte mit dem Mann seinen warmen Mantel. In der Nacht danach erschien Martin der Bettler, der eigentlich Jesus Christus war, im Traum. Martin ließ sich daraufhin taufen, wurde aber erst nach seinem Tode heiliggesprochen.

Der 11. November ist übrigens nicht sein Todestag: Martin ist am 8. November gestorben. Da dieser Tag bei Bauern aber schon lange ein Feiertag war – ähnlich dem Erntedankfest –, feiert man St. Martin nun drei Tage später. Die Tradition, am Martinstag Laternenumzüge zu machen, ist übrigens schon sehr alt. Schon die frühen Christen ehrten den heiligen Martin an seinem Todestag mit Lichterprozessionen. Kinder bastelten sich damals bereits Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhltem Gemüse. Dieser Brauch hat sich bis heute gehalten – nur dass statt offenem Feuer elektrisches Licht genutzt wird.

So bastelt man eine Einhornlaterne

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Glitzerndes Fotopapier sorgt dafür, dass die Einhornlaterne auch im Dunklen strahlt. © Quelle: Heidi Becker

Um ein märchenhaftes Einhorn zu basteln, benötigt man idealerweise ein Laternenzubehörset. In diesem Set ist eine sogenannte Käseschachtel enthalten, der Befestigungsdraht und der Laternenstab. Wer hingegen eine Käseschachtel – etwa vom Weichkäse – noch zu Hause hat, kann auch ganz einfach mit dieser basteln. Bei dieser Einhornlaterne habe ich mich für glitzernden Fotokarton entschieden, damit dieses Exemplar etwas ganz Besonderes wird.

Das wird gebraucht: Laternenzubehörset oder Käseschachtel, Laternenstab und Befestigungsdraht, bunter Fotokarton, Transparentpapier, unechte Dekoblumen (klein), Klebestift oder Heißklebepistole, Bleistift, Schere.

So geht’s: Zuerst passt man das Transparentpapier an die Käseschachtel an. Man schneidet einen Streifen ab, der mindestens einmal um die Käseschachtel passt. Je höher der Streifen ist, desto größer ist später auch das Einhorn – um aber genug Platz für Kopf und Arme zu haben, sollte der Streifen Transparentpapier mindestens 20 Zentimeter hoch sein. Nun verteilt man an den Innenrändern der Käseschachtel Klebstoff – entweder nimmt man einen Klebestift oder man nutzt die Heißklebepistole – und drückt den Streifen Transparentpapier in die Käseschachtel, um den runden Körper des Einhorns zu erhalten. Einfacher ist es, wenn man die überlappenden Seiten des Papiers mit einem Streifen Tesafilm von innen befestigt.

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Immer dann, wenn man Klebstoff benutzt hat, sollte man darauf achten, dass der auch wirklich gut austrocknet. Mit dem Deckel der Käseschachtel verfährt man genauso und befestigt ihn nun mit Klebstoff am anderen Ende des Transparentpapiers. Dann malt man auf Fotokarton (Mut zur Farbe) den Kopf, die Arme, das Horn, den Schweif und noch einige Sterne zum Verzieren auf und schneidet diese aus. Im Gesicht des Einhorns werden die Augen und der Mund aufgemalt, das Horn wird mit Klebstoff an der Stirn des Fabelwesens befestigt.

Anschließend zupft man einzelne kleine Dekoblumen ab und befestigt diese mit Heißkleber zwischen Horn und Augen des Einhorns, um dem Tier eine tolle Haarpracht zu schenken. Danach werden die Arme und die Sterne auf dem Körper befestigt – hierbei muss man besonders vorsichtig sein, da das Transparentpapier leicht reißen kann. Am besten drückt man beim Aufkleben von innen leicht gegen Arme und Sterne und stabilisiert sie so.

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Als Letztes wird der Schweif des Einhorns aufgeklebt, da dieser auf der Rückseite weiter unten angebracht wird, womit das Einhorn dann nur noch schlecht stehen kann. Kleiner Tipp: Während man all die schönen Sankt-Martin-Lieder übt, sollte man das Einhorn an die Tischkante stellen, damit der Schweif nicht einknickt. Bevor man nun mit seiner einzigartigen Einhornlaterne aufbrechen kann, noch fix Befestigungsdraht und Laternenstab mit Lampe anbringen und los geht’s.

So bastelt man eine Pinguinlaterne

© Quelle: Heidi Becker

Um tierischen Spaß mit der Pinguinlaterne zu haben, benötigt man eine Laternenschablone – die bekommt man ebenso wie den Laternenstab in jedem Bastelgeschäft. Wer möchte, kann die Schablone aber aus Wellpapier auch selbst ausschneiden. Die Farben für Fotokarton und Transparentpapier wählt man ganz nach Geschmack aus. Aber Vorsicht: Die Heißklebepistole hat zu Recht ihren Namen.

Das wird gebraucht: Laternenschablone aus Wellpapier, bunter Fotokarton, Transparentpapier, Klebestift oder Heißklebepistole, Bleistift, Edding, Schere, Laternenstab (inklusive Befestigungsdraht und Lampe)

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So geht’s: Zuerst nimmt man Transparentpapier in der ausgesuchten Farbe – ich habe mich für Weiß entschieden – und misst es so ab, dass es in die runden Öffnungen der Schablone passt. Man kann ruhig einen halben Zentimeter mehr abmessen, damit das Einkleben nicht so schwierig ist. Mit Klebestift oder Heißklebepistole klebt man das transparente Papier dann in die runden Öffnungen.

Die Flügel des Pinguins, die Mütze, der Schnabel und die Füße werden nun auf Fotokarton aufgemalt und ausgeschnitten. Auch hier: Es passt, was gefällt. Man sollte bedenken, dass die Pinguinlaterne zwei Seiten hat – man benötigt alle Teile also zweifach. Nun werden die ausgeschnittenen Teile vorsichtig auf die Schablone aufgeklebt. Man sollte darauf achten, dass alle Teile etwa an der gleichen Stelle aufgeklebt werden wie auf der anderen Seite – gerade bei der Mütze, bei der es andernfalls auffallen könnte.

Anschließend kann man dem Pinguin mit dem schwarzen Edding kleine Knopfaugen malen. Ebenfalls mit dem Edding wird dann an der Stirn des Pinguins herzförmig die klassische Maske aufgemalt. Fast ist die Laterne fertig: Die Schablone wird jetzt zusammengefaltet. Dabei sollte man sehr vorsichtig vorgehen, da gerade das Transparentpapier schnell einreißen kann.

Zum Schluss wird der Befestigungsdraht an der Laterne angebracht, der Laternenstab mit Lampe befestigt und los geht’s mit guter Laune und tierischer Begleitung durch den Martinstag.