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Kintsugi: Wie aus Bruchstücken neuer, güldener Glanz entsteht

Hübsch und nützlich: Diese Keramik wurde ganz goldig verziert.

Scherben bringen Glück, heißt es oft. Aber es ist trotzdem ärgerlich, wenn einem ein lieb gewonnenes Geschirrteil zerbricht. Sofern sich die Anzahl der Scherben in Grenzen hält, gibt es jedoch eine schöne Möglichkeit, ihnen zu neuen Ehren zu verhelfen. Sie nennt sich Kintsugi, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „reparieren mit Gold“.

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Dort, wo die Bruchkanten verlaufen, durchziehen später goldene Adern das Porzellan und schenken ihm ein zweites Leben. In Japan, wo Kintsugi herkommt, verwendet man für diese Technik Urushi, das Harz des Lackbaums, und echtes Blattgold.

Doch der zauberhafte Effekt lässt sich auch mit einfacheren Materialien herstellen: Als Erstes alle Bruchstücke säubern und abtrocknen – dabei aber vorsichtig vorgehen, um sich nicht zu schneiden. Die Scherben sortieren und in der richtigen Reihenfolge zurechtlegen. Porzellan- oder Keramikkleber mit feinem Goldpuder mischen und die erste Bruchkante damit versehen, dann die passende Kante andrücken. Auf diese Weise nach und nach das ganze Gefäß zusammensetzen.

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Lücken mit Reparierknete füllen

Bei vielen Scherben am besten immer nur einen Teil kleben, trocknen lassen und dann fortfahren – andernfalls verrutschen die Scherben schnell. Wenn kleinere Scherben fehlen, die Lücken mit spezieller Reparierknete füllen. Den Kleber, der zwischen den frisch reparierten Bruchkanten hervorquillt, kurz antrocknen lassen und mit einem sauberen, feuchten Tuch glätten. Mit einem feinen Pinsel etwas Goldpuder draufgeben und das Ganze gut trocknen lassen.

Je nachdem, welche Farbe das zu reparierende Teil hat, passt auch silber- oder kupferfarbener Puder gut. Falls das Schmuckstück später nicht nur als Deko dient, sollten lebensmittelechte Materialien verwendet werden. Spülmaschinenfest ist es nach der Reparatur nicht mehr – aber bei so viel japanisch inspirierter Schönheit nimmt man das Spülen von Hand gern mal in Kauf.

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