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„Spaß fürs Kind, nicht für die Eltern“: Wann ein Buch ein gutes Geschenk für Kinder ist

Eltern lesen gemeinsam mit ihren beiden Kindern aus einem Buch. Aber nicht jedes Kinderbuch ist auch für jedes Kind tatsächlich interessant.

Eltern lesen gemeinsam mit ihren beiden Kindern aus einem Buch. Aber nicht jedes Kinderbuch ist auch für jedes Kind tatsächlich interessant.

Frau Kranz, zu Weihnachten verschenken Eltern, Großeltern und Tanten und Onkel gerne Bücher. Sind Bücher immer ein tolles Geschenk für Kinder?

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Kranz: Wenn sie so ausgewählt werden, dass sie den Kindern Spaß machen sollen und nicht denjenigen, die schenken, auf jeden Fall!

Aber hapert es daran nicht oft? Und die pädagogische Absicht steht im Vordergrund?

Grundsätzlich sollte man wissen, worüber sich das Kind wirklich freuen würde. Man sollte überlegen: Was mag das Kind? Wofür interessiert es sich? Welche Freizeitvorlieben hat es? Oft freut sich ein Kind über ein Sachbuch, ein Buch zu einem aktuellen Kinofilm oder ein Rätselbuch. Es gibt sogar Escape-Room-Bücher, in denen Codes geknackt oder Rätsel gelöst werden müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es kann auch ein Zeitschriftenabonnement sein.

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Wie lässt sich die Vorliebe eines Kindes herausfinden?

Zum Beispiel, wenn man die Kinder von Lieblingsfilmen beziehungsweise -serien oder ihren Hobbys erzählen lässt. Oder wenn man gemeinsam eine Bibliothek besucht und das Kind einfach frei aus dem Angebot dort auswählen kann. Dann sieht man ja, wonach es greift.

Viele Eltern und Großeltern versuchen besonders Jungen, die oft eher leseunwillig sind, zum Buch zu bekehren. Setzt so ein Geschenk das Kind unter Druck?

Wenn das Buch das Kind nicht interessiert, auf jeden Fall. Zumal ein Kind für ein Geschenk ja Dankbarkeit zeigen soll – das ist schwierig, wenn es sich nicht freut.

Ist manchmal ein Hörbuch das passendere Geschenk?

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Eine gute Idee ist es zum Beispiel, den ersten Band einer Reihe als Hörbuch zu verschenken. Viele Kinder finden darüber leichter in eine spannende Buchreihe hinein und wählen bei weiteren Bänden dann vielleicht die Buchversion. Es gibt viele spannende Kinderbuchreihen. Derzeit sind zum Beispiel besonders Detektiv- und Bandengeschichten angesagt. Und Kinder im Grundschulalter – Jungen wie Mädchen – mögen meist einen Mix aus fantastischen, gruseligen, spannenden und witzigen Elementen im Buch.

Manche Eltern und Großeltern schenken am liebsten Bücher, die sie früher selbst gern gelesen haben. Eine gute Idee?

Es altern nicht alle Bücher gleich gut oder gleich schlecht. Viele Bücher mit unangepassten Helden und Heldinnen, in denen es gerne auch chaotisch zugehen darf und viele komische Missgeschicke vorkommen, haben sich aber wunderbar gehalten – zum Beispiel Astrid Lindgrens „Michel“-Bände.

„Robin kommt!“: ein Pferd als Geburtstagsgast

Susi, Limar und Benni hat das Mädchen zum Geburtstag eingeladen. Als Überraschungsgast klingelt das Pferd Robin an der Tür. Klar, dass der Vierbeiner mitfeiern soll, und einen Nachmittag lang erleben die Kinder mit Robin Abenteuer – zumindest in der Fantasie. Eltern können beruhigt sein: Robin verlässt das Haus wieder, und das findet das Geburtstagskind auch ganz gut.

Thomas Müller: „Robin kommt!“, Moritz-Verlag. 40 Seiten, 12,95 Euro, ab vier Jahren.

Thomas Müller: „Robin kommt!“, Moritz-Verlag. 40 Seiten, 12,95 Euro, ab vier Jahren.

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„Dinge, die so nicht bleiben können“: Wer verbirgt hier was vor wem?

Beim Tag der offenen Tür an der Uni trifft Sebastian auf die smarte Frida. Die beiden reden und reden. So toll das auch ist, hat der 16-Jährige das Gefühl, dass Frida etwas verheimlicht. Langsam kommt in Michael Gerard Bauers bewegender Geschichte einiges ans Licht. Das Hörbuch liest Jens Wawrczeck, die „Drei ???“-Stimme von Peter, umwerfend gut.

„Dinge, die so nicht bleiben können“, Hörcompany. 373 Min., 18,95 Euro, ab zwölf Jahren.

„Dinge, die so nicht bleiben können“, Hörcompany. 373 Min., 18,95 Euro, ab zwölf Jahren.

„Expedition Polarstern“: unterwegs am Nordpol

Dieses Kindersachbuch ist ein Glücksfall: Zum einen beschreibt es die spektakuläre Fahrt der „Polarstern“ zum Nordpol, schildert den Alltag an Bord und die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zum anderen bietet es jede Menge gut aufbereitete Infos, Fotos und Grafiken zu Wetter und Klimawandel.

Katharina Weiss-Tuider, Christian Schneider: „Expedition Polarstern. Dem Klimawandel auf der Spur“, CBJ. 128 Seiten, 22 Euro, ab zehn Jahren.

Katharina Weiss-Tuider, Christian Schneider: „Expedition Polarstern. Dem Klimawandel auf der Spur“, CBJ. 128 Seiten, 22 Euro, ab zehn Jahren.

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„Wieke & Ken“: Ferien mit Hindernissen

Was ist dieses Nigeria bloß? Ein Land, eine Stadt? Wieke hat keine Ahnung. Was die Zehnjährige aber weiß: Die Ferien in Italien mit ihrer Patchworkfamilie und dem afrikanischen Flüchtlingsjungen Ken werden bestimmt schrecklich. Abwechselnd aus der Sicht von Wieke und Ken erzählt Karin Koch diese unsentimentale, spannende Geschichte über Eifersucht und Annäherung.

Karin Koch: „Wieke & Ken“, Peter-Hammer-Verlag. 136 Seiten, 14 Euro, ab zehn Jahren.

Karin Koch: „Wieke & Ken“, Peter-Hammer-Verlag. 136 Seiten, 14 Euro, ab zehn Jahren.

„Warum heulst du, Heulehund?“: Ein eklig-süßer Vierbeiner

Ein bisschen eklig findet der kleine Erzähler den Hund der Nachbarin schon. Das Schlimmste aber: Wenn die Frau unterwegs ist, heult das Tier – und wie! Trotzdem kümmert sich der Junge um den Vierbeiner, als die Nachbarin ins Krankenhaus muss. Eklig findet er das Tier immer noch – aber auch ein bisschen süß. Toll für Erstlesende.

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Will Gmehling, Anna Schilling: „Warum heulst du, Heulehund?“, Belz & Gelberg. 42 Seiten, 10 Euro, ab sieben Jahren.

Will Gmehling, Anna Schilling: „Warum heulst du, Heulehund?“, Belz & Gelberg. 42 Seiten, 10 Euro, ab sieben Jahren.

„Regenbogentage“: Tuva will sich endlich verlieben

Nach den Ferien ist alles anders: Manche Mädchen wollen nicht mehr spielen, sondern shoppen und über Jungen reden. Das findet Tuva blöd, aber eigentlich will sich die Zwölfjährige in dieser großartigen Graphic Novel auch mal verlieben. Nur wie geht das? Und warum kribbelt es in ihrem Bauch, wenn sie an die coole Mariam denkt?

Nora Dasnes: „Regenbogentage“, Deutsch von Katharina Erben. Klett-Kinderbuch. 256 Seiten, 18 Euro, ab zehn Jahren.

Nora Dasnes: „Regenbogentage“, Deutsch von Katharina Erben. Klett-Kinderbuch. 256 Seiten, 18 Euro, ab zehn Jahren.

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