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Alternativen zum Silvesterfeuerwerk: Mal anders ins neue Jahr

Dieses Jahr muss die Silvesternacht mit deutlich weniger bunten Lichtern am Himmel auskommen.

Dass Menschen den Übergang zu einem neuen Jahr besonders zelebrieren, ist uralt. Bereits die Germanen vertrieben schon in der Zeit vor Christi Geburt mit Lichtblitzen und Krach böse Geister und die Dunkelheit des Winters um den Jahreswechsel. In der Schweiz, im Zürcher Oberland, hat sich das mit dem Krachmachen so erhalten: Die Bauern schlagen während des Kirchengeläuts um Mitternacht auf Bretter: So dreschen sie traditionell das alte Jahr aus.

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Topfschlagen statt Böllern

Überall auf der Welt haben sich dagegen laute Böller etabliert. Dieses Jahr sind die in Deutschland tabu. Doch kein Grund zum Heulen. Wie wäre es einfach damit? Punkt Mitternacht die Fenster aufreißen, alle Feiernden bekommen Kochtöpfe und Kochlöffel in die Hand und dann wird drauflos geklopft. Vielleicht animiert das ja auch die Nachbarschaft. Alternativ können auch Blasinstrumente das alte Jahr vertreiben. Aber Achtung: Für manche Tiere könnte der Lärm enormen Stress bedeuten – wie auch Feuerwerksraketen jedes Jahr. Wer also Katzen, Hunde oder Vögel daheim hat, für den ist es vielleicht schöner, sich um Mitternacht auf den Balkon zu stellen und zu lauschen. Dem Glockengeläut. Denn tatsächlich läuten jedes Jahr zu Beginn des neuen Jahres einige Minuten lang die Kirchturmglocken. Die Raketen haben es nur meistens übertönt.

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Oder wie wäre es mit extralangen Wunderkerzen? Die gibt es etwa 70 Zentimeter lang und sie werfen Sterne vom dünnen Stab. Länger und ruhiger brennen natürlich Fackeln aus Wachs. Und wer dieses Jahr coronabedingt Silvester lieber unter freiem Himmel feiert, lege sich am besten noch schnell eine Feuerschale zu. Da kann man schön drum herum sitzen und sich wärmen und auch sein eigenes Stockbrot in der Flamme backen. Wer lieber drinnen feiert, der kann auch einfach um Mitternacht eine Platte Häppchen hereintragen – inklusive zischendem Tischfeuerwerk.

Bunt wird es auch ohne Raketen

Buntes Licht muss nicht unbedingt den Nachthimmel erleuchten. Es gibt spezielle Partyglühbirnen, die man in eine normale Lampenfassung schrauben kann. Die drehen sich dann und zaubern bunte Sprenkler an die eigenen vier Wände. Fast wie im Club. Dazu am besten Karaoke. Kurz vor 0 Uhr gemeinsam die Sekunden runterzählen, Countdown! Ist es dann so weit, werden gemeinsam Konfettiluftballons oder Konfettikanonen knallen gelassen. Das geht auch drinnen. Wer vermisst da noch das übliche Silvesterfeuerwerk, draußen in der Kälte? In die Ballons kann man übrigens auch toll Zettel mit individuellen Glücksbotschaften fürs neue Jahr stecken.

In Köln wird es dieses Silvester eine besondere Feuerwerkalternative geben, um die Stadt zu erleuchten. Denn die Stadt ruft in diesem Jahr ihre bekanntermaßen feierwütigen Bewohner und Bewohnerinnen unter dem Hashtag #silvesterfenster zu einer besonderen Aktion auf. Sie sollen um Mitternacht fünf Minuten lang ihre Lichtschalter zu Hause ein und aus schalten, sodass die ganze Stadt blinkt wie bei einem Feuerwerk. Damit es dann auch noch bunt ist, mögen die Leute doch ihre Fenster farbig bekleben, bemalen, behängen oder beleuchten. Das Ziel ist kein Geringeres, als „Köln zum größten Lichterfeuerwerk der Welt machen“, heißt es von den Verantwortlichen der Kampagne. Getreu dem Motto: „Licht an. Jahr aus. Kölle strahlt von drinnen.“ Allerdings gibt es im Internet schon einen regelrechten Shitstorm. Die Kritik reicht von der berühmten „Idee des Praktikanten“ über das Vergessen von Epileptikern und Umweltschädlichkeit bis hin zu einem möglichen Stromausfall.

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Silvesterrituale aus alle Welt ausprobieren

Wenn in diesem Jahr sowieso alles anders ist als sonst, kann man auch einfach mal anstatt des typischen Bleigießens (oder inzwischen Zinn- oder Wachsgießen) Silvesterrituale aus anderen Ländern testen. In Spanien sind zum Beispiel Weintrauben an diesem Abend wichtig. Zu jedem der zwölf Glockenschläge schieben sich die Spanier und Spanierinnen eine Traube in den Mund. Wer sich verzählt, hat im kommenden Jahr Pech. In Italien gilt rote Unterwäsche als der ultimative Glücksbringer. In Argentinien fällt Silvester in den Hochsommer. Die argentinische Bevölkerung veranstaltet deshalb einfach ein künstliches Schneegestöber. Alle nicht mehr benötigten Unterlagen werden geschreddert, zerrissen oder klein geschnitten und dann aus dem Fenster geworfen. Das ist wiederum in Deutschland problematisch. Man kann es ja auch in der Wohnung machen. Viel Spaß beim Putzen.

In Tschechien wird am Silvesterabend in die Zukunft geblickt: Aus dem Kerngehäuse eines halbierten Apfels kann man das persönliche Schicksal herauslesen: Wenn die Kerne in Sternform angeordnet sind, deutet das auf ein glückliches Jahr hin. Sind sie kreuzförmig angeordnet, muss man mit Unheil rechnen. In Griechenland gibt es zu Silvester das sogenannte Basiliusbrot. Eine Münze wurde im Teig mitgebacken. Wer sie in seinem Stück Brot findet, kann sich über einen reichen Geldsegen freuen.

Ansonsten gibt es für alle, die etwas Handfesteres suchen, auch LED-Lichter, die die Form eines Feuerwerks nachahmen, Konfettikanonen, Luftschlangenbomben und kleinere Fontänen sind ja auch nicht verboten. Beim Kauf im Internet bleibt jetzt jedoch nur noch der Expressversand.

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