Verkatert an Neujahr? Vorgekochte Suppen helfen gegen den Brummschädel

  • Müde, träge und verkatert vom Anstoßen – und Sektlein genießen? Am Neujahrstag hat niemand Lust, viel Zeit in der Küche zu verbringen.
  • Im Vorteil ist, wer im alten Jahr vorgesorgt hat – am besten mit einer Wundersuppe.
  • Welche Zutaten besonders gut gegen die Kopfschmerzen helfen, lesen Sie hier.
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Stuttgart. Die oberste Regel an verkaterten Tagen ist wohl folgende: Flüssigkeit, Flüssigkeit, Flüssigkeit. Das gilt auch für den Neujahrstag, an dem der Kopf vom Sekt dröhnt und die späte Bettzeit tiefe Augenringe ins Gesicht gezeichnet hat.

Ein Topf vorgekochte Suppe kann dann das pure Glück sein - und das nicht nur, weil sie ordentlich auf den Flüssigkeitshaushalt des Körpers einzahlt. „Suppen sind warm, machen satt, sind aber zeitgleich nicht allzu üppig. Und im besten Fall schmecken sie wie bei Oma“, schwärmt Food-Bloggerin Thyra vom suppen.blog. Wer im alten Jahr bereits vorgekocht hat, muss an Neujahr nur kurz vom Sofa runterrollen, um den Herd anzustellen.

Deftig ist an Neujahr nicht unbedingt die beste Wahl

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Was macht eine gute Suppe für den Neujahrstag aus? Aus dem Bauch heraus würden viele Menschen wohl antworten: „Sie sollte deftig sein.“ Kein Wunder: Schließlich ist es an Katertagen auch wichtig, dem Körper wieder Mineralstoffe zuzuführen - dabei können salzige Gerichte helfen. So eilt etwa der Soljanka, die mit dem Wortbestandteil „Sol“ die Salzigkeit schon im Namen trägt, der Ruf einer Katermahlzeit voraus.

Der osteuropäische Eintopf basiert auf einer kräftigen Fleisch- oder Fischbrühe, in der unter anderem geräuchertes Fleisch, Würstchen, Gewürzgurken, Sauerkraut und Kapern gegart werden. Serviert wird der Eintopf mit einem großzügigen Klecks Schmand. Doch: Für die Verdauung sind womöglich leichtere Suppen mit viel Gemüse die bessere Wahl. „Schließlich hat man über die Feiertage hinweg ja gut gespachtelt“, sagt Matthias F. Mangold, der als Genussjournalist arbeitet und eine Kochschule betreibt.

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Besonderer Dreh: Gemüsenudeln und Mango-Topping

Eine große Ladung Gemüse verschafft sich etwa, wer eine Rote-Bete-Suppe vorbereitet hat. Matthias F. Mangold kocht dafür zunächst Rote Bete in einem Fond nach Wahl und püriert sie anschließend mit etwas gewürfelter Mango und Ingwer. Serviert wird die Suppe mit einem fruchtigen Topping, für das er Crème Fraîche, die restliche Mango und Zitronensaft zu einer Creme vermixt. „Diese Suppe schmeckt erdig, fruchtig und durch den Ingwer leicht scharf“, beschreibt Mangold.

Food-Bloggerin Thyra bedient sich zum Jahreswechsel gern an ihren tiefgefrorenen Vorräten Hühnerbrühe. „Wenn man etwas verkatert ist, tut eine Gemüsenudel-Suppe mit Zitrone besonders gut“, sagt sie. Dafür bringt sie Zucchini oder Möhre mit einem Spiralschneider in Spaghetti-Form und serviert sie anschließend mit ordentlich Zitrone in Hühnerbrühe. Eine leichte Mahlzeit - in der Zubereitung wie auch anschließend im Magen.

Thai-Suppen pusten den Kopf frei

Clever ist auch der Versuch, den Kater schon während der Silvesterfeier in die Flucht zu schlagen. Auch dabei kann Hühnerbrühe zum Einsatz kommen. „Ich serviere gerne eine Nach-Mitternachtssuppe“, sagt Mangold. Besonders gut eignet sich seiner Erfahrung nach eine Tom Kha Gai, eine thailändische Suppe mit Hühnerfleisch, Fischsoße, Limette, Ingwer und Chili. „Die verschiedenen Geschmacksrichtungen, die Kombination aus scharf, salzig und sauer - das bläst den Kopf richtig frei“, so Mangold.

Möchte man klare Suppen vorkochen, bietet es sich an, die Komponenten getrennt vorzubereiten. „Alles, was man schnippeln kann, kann man gut am Tag zuvor erledigen“, so Thyra. Kurz vor dem Essen wird dann die Brühe mit Gewürzen aufgesetzt und die Einlagen mitgegart.

Selbst die Rotkohl-Reste wandern in die Suppe

Und wenn an Silvester die Zeit zu knapp war, um vorzukochen? Auch dann muss niemand auf eine fix zubereitete Suppe verzichten. „Suppen eignen sich perfekt für die Verwertung von Resten“, sagt Food-Bloggerin Thyra. Etwa deftiges Rotkraut, das sich zu einer cremigen Suppe verarbeiten lässt. Dafür würzt sie das aufgewärmte Rotkraut noch einmal kräftig, ehe sie es mit Sahne und Ingwer püriert.

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Kochbuchautor Mangold hat noch einen Vorschlag: Wer noch eine Dose Tomaten im Vorratsregal stehen hat, kann auch eine schnelle Tomatensuppe köcheln. Knoblauch und Zwiebeln anschwitzen, etwas Tomatenmark einrühren, mit etwas Gemüsebrühe und den Dosentomaten ablöschen. Dann je nach Wahl mit einem Schuss Gin oder etwas geriebener Orangenschale toppen - und fertig ist die Neujahrsmahlzeit.

RND/dpa

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