Internationaler Museumstag – freier Eintritt trotz Corona?

  • Jährlich am 17. Mai findet der Tag der Museen statt.
  • Auch in diesem Jahr wollen zahlreiche Museen diesen Aktionstag nutzen, um neues Publikum in die Museen zu locken.
  • Neben freiem Eintritt vor Ort gibt es aber auch viele digitale Angebote.
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Am 17. Mai ist Internationaler Museumstag – und das inzwischen schon zum 43. Mal. Allerdings wird der Museumstag 2020 wohl in die Geschichte eingehen. Denn einen Museumstag in der Pandemie gab es in den vergangenen 42 Jahren noch nicht. Spätestens seit Anfang dieser Woche dürfen Museen in allen deutschen Bundesländern wieder öffnen. Daher muss der Tag der Museen nicht ausfallen. Jedoch ist die Museen-Landschaft in Deutschland sehr unterschiedlich.

Trotz Erlaubnis gibt es Museen, die noch nicht geöffnet haben, da sie die Hygieneanforderungen (noch) nicht erfüllen können. Andere wollen auch in diesem Jahr freien Eintritt anbieten. Aber auch ganz neue Ansätze gibt es – aus der Not wurde eine Tugend. So bieten mehr als 800 Museen ein digitales Programm an. Die Häuser präsentierten ihre Sammlungen in 360°-Rundgängen, es gibt digitale Live-Führungen oder interaktive Ausstellungen, spannende Podcasts, die neue Perspektiven eröffnen und vieles mehr.

Freier Eintritt in 500 Museen in Deutschland

Jährlich beteiligen sich bundesweit mehr als 2000 Museen an dem Aktionstag. Das Angebot fällt in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie jedoch kleiner aus. Aber mehr als 500 Häuser bundesweit werden ihre Türen – unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln – für Besucherinnen und Besucher öffnen.

“Ich bin sehr froh, dass der Internationale Museumstag 2020 trotz der Einschränkungen stattfindet”, erklärt Bundesratspräsident Dr. Dietmar Woidke, Schirmherr des Internationalen Museumstages 2020, mit Blick auf die Veranstaltung. Wochenlang waren Museen für die Öffentlichkeit geschlossen, Ausstellungen und Führungen abgesagt. Am Internationalen Museumstag feiern die Museen ihre Öffnung, präsentieren ihr kreatives digitales Angebot und laden alle – sowohl digital als auch vor Ort – zum Entdecken ein.

Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden

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Für die Museen gelten strikte Vorgaben, welche Regeln und Vorsichtsmaßnahmen bei einer Öffnung einzuhalten sind. Inwieweit diese für alle umzusetzen sind, bleibt abzuwarten. „Rückmeldungen aus den einzelnen Museen zur Umsetzung der Maßnahmen, dem Zulauf etc. liegen uns von einzelnen Häusern vor, zeichnen aber kein allgemeines Bild", sagte eine Sprecherin des Deutschen Museumsbunds, der als Organisator des Tags der Museen fungiert.

Auf der Website des Museumstages gibt es eine Übersicht der – digital und vor Ort – teilnehmenden Museen, die ständig aktualisiert wird. Aktuell nehmen schon mehr als 500 Museen am Aktionstag teil.

Diese Vorgaben müssen Museen nach Angabe des Deutschen Museumsbundes beachten:

  • Berücksichtigung der Vorgaben in den Ländern und örtlichen Gesundheitsbehörden
  • schrittweise Öffnung der Ausstellungen
  • Begrenzung der Besucherzahlen
  • kluge Besucherführung
  • Führungen und museumspädagogische Angebote nur unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zwischen den Teilnehmenden möglich
  • spezielle Zeitfenster für Risikogruppen
  • erweiterte Öffnungszeiten
  • Info-Plakate zu Hygienemaßnahmen vor dem Eingang und an den Kassen
  • Info-Plakate zu Abstandsregelungen in den Ausstellungsräumen
  • Bereitstellen von Händedesinfektionsmitteln für die Besucher
  • Bereitstellen von Schutzmasken (auf Anfrage)
  • Reinigungsintervalle erhöhen
  • Schutz des Personals (Schutzvorrichtungen an den Kassen, Handschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel)
  • Personal aus Risikogruppen in Bereichen ohne Publikumskontakt einsetzten
  • Hygienemaßnahmen bei Audio-Guides, Hands-On, Touch-Screens etc.
  • Scannen von Online-Tickets durch die BesucherInnen
  • nachhaltige Anpassung der Notfallpläne
  • Austausch mit anderen Museen vor Ort/in der Region

“Mit Hilfe dieser verantwortungsvollen Maßnahmen könnten die Museen ihre Türen wieder öffnen und gleichzeitig zur Eindämmung des Coronavirus beitragen”, so der Museumsverband auf seiner Website.

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