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Hortensien – so überwintern sie im Garten und auf dem Balkon

  • Lila, rosa oder weiß: Mit ihren farbigen Blüten sind Hortensien eine wahre Augenweide.
  • Einige Vertreter brauchen einen guten Schutz, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen, denn bei starkem Frost kann es passieren, dass der Strauch im nächsten Jahr ausschließlich Blätter bildet.
  • Ob Garten- oder Balkonpflanze – hier gibt's hilfreiche Tipps, wie die Sträucher unbeschadet über den Winter kommen.
Katrin Schreiter
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Leipzig. Kaum zu glauben: Hortensien (Hydrangea) galten lange Zeit als altmodisch. Doch mittlerweile blühen sie wieder in zahlreichen Gärten oder im Kübel auf den Balkonen und Terrassen. Einige Arten müssen jedoch geschützt werden, damit sie frostfrei überwintern können. Das betrifft vor allem die neueren Sorten der Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) und der Teller-Hortensie (Hydrangea serrata).

Warum der Schutz so wichtig ist

Generell sind Hortensien mehrjährige, winterharte Pflanzen. Doch in kalten Regionen können sie nicht ohne Weiteres ohne Schutz überstehen. Denn die Gehölze gehören zu den Sträuchern, die ihre Anlagen für die schönen Blüten bereits im Herbst bilden. Bei starken Frostschäden kann es passieren, dass der Strauch im nächsten Jahr ausschließlich Blätter bildet.

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Auch beim Zurückschneiden sollte man diesen Aspekt bedenken. Denn nach dem Schnitt ist die Pflanze besonders empfindlich. Bei frühzeitigen Frost könnten die neu angelegten Triebe geschädigt werden. Gut zu wissen: Auch der Monat März eignet sich hervorragend für den Rückschnitt der Hortensie.

Vorbereitungen treffen

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Um die Pflanzen fit für den Winter zu machen, müssen alle verwelkte Blüten entfernt werden. Das gilt auch die Laubblätter, die noch nicht von selbst vom Strauch gefallen sind. Alles muss runter!

Im Garten: In Regionen, in denen das Thermometer im Winter nicht weit unter null Grad zeigt, brauchen ältere Bauern- und Teller-Hortensien im Garten in der Regel keinen Winterschutz – sofern sie einen artgerechten Standort auf humusreichen Böden haben.

Rindenmulch und Reisig

Muss man mit klirrender Kälte rechnen, sollte das Erdreich rund um die Pflanze mit einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht Rindenmulch oder Laub abdeckt werden. Auch Reisig eignet sich als Bodenschutz. Bei neu gepflanzten Hortensien, die noch keinen Winter im Freiland durchgestanden haben, ist ein Schutz grundsätzlich empfehlenswert. Hier helfen auch Vliese, die angelegten Triebe zu schonen.

Tipp: Zum Abdecken keine Folie oder andere luftundurchlässige Materialien nutzen. Denn sonst bildet sich Schwitzwasser und die Triebe beginnen zu faulen.

Luftpolsterfolie und Kokosmatte

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Im Kübel: Wer seine Hortensien als Kübelpflanzen kultiviert, kann diese ebenfalls mit einem entsprechenden Schutz im Freiland überwintern lassen. Dafür wird der Kübel oder Topf zunächst mit mehreren Lagen isolierender Luftpolsterfolie umwickelt und anschließend in eine dicke Kokosmatte gehüllt. Die Oberfläche des Wurzelballens sollte mit Herbstlaub abgedeckt werden.

Die so vorbereitete Hortensie steht am besten an einen schattigen, wind- und regengeschützten Platz direkt an die Hauswand. Eventuell braucht die Pflanze auch von unten eine Isolierung – geeignet dafür sind eine Styroporplatte oder ein dickes Holzbrett.

Die Alternative

Im Keller: Nicht immer findet sich auf dem Balkon oder der Terrasse ein geschützter Platz. In diesem Fall kann die Hortensie auch gut im Keller überwintern – idealerweise bei einer Temperatur von zwei bis zehn Grad. Wichtig ist hier, dass der Raum regelmäßig gelüftet wird, damit die Luftfeuchtigkeit entweichen kann und Triebe sowie Knospen nicht faulen. Außerdem darf die Erde im Blumentopf nicht zu stark austrocknen. Die Pflanze muss deshalb mäßig, aber regelmäßig gegossen werden.

Düngen oder nicht?

Diese Frage wird oft gestellt: Müssen Hortensien im Herbst gedüngt werden? Die klare Antwort ist: Nein. Hortensien werden am besten im Frühling gedüngt, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Dann kann bis in den Juli hinein noch Dünger eingesetzt werden. Später nicht mehr.

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