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Holz, Gas oder Ethanol – welcher Kaminofen ist der richtige für mich?

  • Der Winter kommt, die Räume werden bald wieder beheizt.
  • Wer keinen Kamin hat denkt an die Anschaffung einer gemütlichen Wärmequelle.
  • Doch welcher Kamin passt zu welchem Raum und welche Heizart sollte man nutzen?
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Sobald das Interesse für einen Kaminofen aufkommt, eröffnen sich erste Probleme: Eine unüberschaubare Vielfalt des Angebots der Kaminofenarten überwältigt. Es gibt für nahezu jeden Geschmack und jeden Geldbeutel Kaminöfen, Pelletöfen, Heizkamine, Speicheröfen, Kamineinsätze und Bausätze. Allein die preisliche Bandbreite reicht von kleinen Kaminöfen bis hin zu italienischen Kunstwerken. Um den richtigen Kamin zu finden, empfiehlt es sich zunächst die eigenen Bedürfnisse zu klären. Wenn Sie die Anforderungen kennen, die Sie an ihren Traumofen stellen, können Sie die Auswahl sehr viel einfacher eingrenzen.

Welche Räume sollen mit dem Kamin beheizt werden?

Moderne Öfen sind mit entsprechender Leistungsfähigkeit durchaus in der Lage, ein ganzes Haus inklusive der Warmwasserbereitung zu erwärmen. Darüber hinaus erfolgt hierbei teilweise eine Unterstützung durch passende Solarmodule. Die Frage bei der Suche nach dem passenden Kaminofen lautet demnach:

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Welche Leistung soll der Ofen übernehmen?

Für die wohlige Wärme im Wohnbereich genügt ein einfacher Kamin- oder Speicherofen. Bei weitläufigeren Räumen mit mehreren Aufenthaltszentren bietet sich beispielsweise ein drehbarer Kaminofen an. Bei einem drehbaren Modell kann die Strahlungswärme in Richtung des jeweiligen Aufenthalts ausgerichtet werden. Soll der Ofen dagegen mehrere Räume heizen, so ist ein wasserführendes Kaminofensystem von Vorteil.

Verschiedene Heizarten bieten Vor- und Nachteile

Im Folgenden haben wir uns die gängigsten Kaminöfen einmal genauer angeschaut und die Vor- und Nachteile für Sie abgewogen.

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Der klassische Holzofen

Ein knisterndes, offenes Holzfeuer im Kamin ist gemütlich, aber leider bald verboten: Ab 2024 ist für jeden Kamin eine geschlossene Tür und ein Filter Pflicht. Ein Grund dafür ist die enorme Feinstaubemission. Auf dem Markt sind bereits seit geraumer Zeit zahlreiche Kamine und Kaminöfen zu finden, die einen mehr oder weniger großen Blick auf das Feuer hinter dem Glas gestatten.

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Der Vorteil eines Kamins aus Holz ist neben dem gemütlichen Feuer seine Klimaneutralität, bei richtiger Verwendung. Denn mit Holz wird kein fossiler Energieträger verbrannt. Nachteilig ist jedoch die hohe Ruß- und Feinstaubemission bei minderwertigem Holz. Hinzu kommt, dass das Holz trocken gelagert werden und deshalb der dafür benötigte Platz vorhanden sein muss. Im Grunde ist es jedoch recht einfach, den Kamin klima- und gesundheitsfreundlich zu befeuern: Es sollte darauf geachtet werden, dass die Feuerstätte effizient und emissionsarm ist, gerade ältere Modelle sind dies oft nicht und sollten zügig ausgetauscht werden. Nicht zuletzt sollte der Holzofen regelmäßig durch Fachleute gewartet und überwacht werden – so kann die Luftbelastung soweit wie möglich reduziert werden.

Der praktische Gasofen

Gaskamine bieten meist eine großzügige Sicht auf das Feuer, zur Wärmeerzeugung eignet sich jedoch nur die geschlossene Variante. Darüber hinaus gibt es auch wasserführende Gaskamine, die an die Zentralheizung angeschlossen werden und so die Heizkörper mit warmem Wasser versorgen und über einen zweiten Kreislauf sogar Brauchwasser erhitzen können. Insofern sind Gaskamine nicht nur ein Hingucker, sondern sorgen auch für die Energiebereitstellung im Haus. Auch für Gaskamine gilt, dass sie ausschließlich von dafür autorisierten Fachbetrieben installiert und vom Schornsteinfeger abgenommen werden dürfen, egal ob sie mit Erd- oder Propangas betrieben werden.

Gaskamine haben gegenüber Holzkaminen Vorteile wie beispielsweise der geringe Reinigungsbedarf, geringerer CO₂- und Feinstaubausstoß bei minderwertigem Brennmaterial sowie hoher Komfort bei der Bedienung. Nachteilig sind die höheren Betriebskosten und der im Vergleich mit Kaminöfen geringere Wirkungsgrad. Gas als fossiler Energieträger ist gegenüber Holz auch besonders im Nachteil, wenn es um die Ökobilanz geht.

Der günstige Bioethanolkamin

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Mit Bioethanolkaminen heizt man nicht. Es geht einzig und allein um ihr Flammenbild, vor dem es sich an langen Herbst- und Winterabenden entspannen lässt. Es sind also keine Feuerstätten, sondern Dekoration in der Wohnung. Das ist perfekt für alle, die nur zur Miete wohnen – denn sie dürfen und können meist keinen echten Ofen einbauen.

Ethanolkamine benötigen weder einen Abzug noch sind sie an einen bestimmten Aufbauort gebunden. Zudem sind sie vergleichsweise günstig. Vorsicht ist beim Gebrauch des verwendeten Bioethanols angesagt, da dieser zusammen mit Luft ein entzündliches Gemisch bildet. Keinesfalls darf man den Kamin in noch heißem Zustand oder sogar bei brennender Flamme nachfüllen.

Vor Ethanolkaminen und Dekoartikeln, die mit flüssigem Ethanol befüllt werden, warnt daher Stiftung Warentest. Die Kamine können ungeprüft auf den Markt gebracht werden. Überwachte Sicherheitsregeln für diese Geräte gibt es nicht. Ohne Informationen kann es zu Fehlbedienungen kommen. Das hohe gesundheitliche Risiko hat der Nutzer.

Mancher Anbieter eines Bioethanolkamins verspricht einen wohlig warmen Kamin. Doch beim Verbrennen des Bioethanols entsteht nur wenig Wärme, dafür aber viel CO₂, das an die Raumluft abgegeben wird. Aufgrund der hohen CO₂-Entwicklung ist daher ausreichendes Lüften unbedingt notwendig, wodurch aber der (geringe) Heizeffekt komplett verloren geht.

Wer einen Ethanolkamin kaufen möchte, sollte Geräte kaufen, die nach den Normen DIN 4734-1 oder EN 16 541 geprüft wurden. Diese Kamine haben einen hohen Sicherheitsstandard und sind besonders kipp- und auslauffest.

RND/dpa/wel

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