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Rat vom Experten: Was hilft gegen Läuse auf dem Hibiskus und welche Krankheit hat die Süßkartoffel?

  • Warum verliert der Zierapfelbaum seine Früchte nicht? Was ist das für ein Pilz auf dem Lebensbaum?
  • Auf derartige Fragen wissen unsere Experten in der Rubrik „Grüner Daumen“ Rat.
  • Diesmal teilt Gartenbau-Betriebsleiter Tristan Heinen-Bizjak sein Wissen mit unseren Leserinnen und Lesern.
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Anpflanzen, umgraben, bewässern: Im heimischen Garten fallen das ganze Jahr über allerlei Aufgaben an. Hobbygärtnerinnen und -gärtner stellt das oftmals vor Herausforderungen.

In unserer Rubrik „Grüner Daumen“ beantworten Expertinnen und Experten Fragen unserer Leserinnen und Leser rund um den Garten. Diesmal gibt Gartenbau-Betriebsleiter Tristan Heinen-Bizjak Ratschläge, was Läuse vom Hibiskus vertreibt oder wieso die Süßkartoffelpflanze braune „Stippen“ bekommt. Hier eine Auswahl der Fragen, die uns erreicht haben.

Tristan Heinen-Bizjak führt für die Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ einen Youtube-Kanal zu Blumen und Pflanzen: www.youtube.com/tristanrocktdengarten. © Quelle: Tristan Heinen-Bizjak
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Wir haben einen Hibiskus mit einfachen und einen mit gefüllten Blüten, die beide etwa 170 Zentimeter hoch und 20 Jahre alt sind. Leider sind die Pflanzen immer wieder von Läusen befallen, die Knospen der gefüllten Blüten ganz besonders. Wissen Sie Rat?

Bei so einem starken Befall kann nur noch chemischer Pflanzenschutz helfen. Hier greift das Schadschwellenprinzip: Der zu erwartende Schaden an der Pflanze ist höher als der Schaden, welcher durch einen Einsatz von einem chemischen Mittel ausgeht. Hierzu bitte in einem Fachgartencenter beraten lassen.

Bei uns kümmert eine Zamioculas vor sich hin. Im vergangenen Sommer wurde sie geteilt und neu eingetopft mit handelsüblicher Blumenerde. Seitdem ist sie nicht mehr recht gediehen.

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Vermutlich hat die Wurzel Schaden genommen. Kurativ würde ich zunächst die Pflanze austopfen und von der kompletten Erde befreien. Wenn die Pflanze dann wurzelnackt ist, sollten die Wurzeln in Augenschein genommen werden, hier könnten braune und vielleicht matschige Stellen auffallen. Diese dann auf jeden Fall entfernen. Dann die Pflanze in neue Erde einpflanzen und „absonnig“ aufstellen, um die Transpiration zu verringern. Regelmäßiges Gießen ist nun wichtig. Das Substrat sollte gleichbleibend feucht sein. Wenn die ersten neuen Triebe sichtbar werden, kann in halber Konzentration nachgedüngt werden.

Unser mehrere Jahre alter Zierapfelbaum verliert in diesem Jahr seine jetzt vertrockneten Früchte nicht, obwohl schon die neuen grünen Blätter kommen. Auch die Amseln verschmähen sie. Was kann die Ursache sein?

Durch den zu kalten April und auch den Mai kann es sein, dass der sogenannte Junifruchtfall sich verspätet hat. Es wird sich nicht um einen Schädling handeln. Eher um eine Laune der Natur.

Bei uns wurde eine Süßkartoffel (Ipomoea batatas) als Zimmerpflanze herangezogen. Auf der Oberseite ihrer Blätter treten kleine braune „Stippen“ in Erscheinung. Was ist das?

Ich vermute einen Befall mit Rost. Ganz eindeutig ist der Fall dennoch nicht, da Rostsymptome eher an der Blattunterseite vorkommen und rötlicher sind. Was aber gesagt werden kann, ist, dass ziemlich sicher eine pilzliche Krankheit hierfür verantwortlich ist. Befallene Blätter sollten daher entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Die Pflanze nur von unten gießen und einen zugigen Standort wählen. Gern die Ipomea mit zusätzlichem Dünger stärken.

Meine Nachbarin hat einen Lebensbaum. Der Busch bedeckt den ganzen Vorgarten. Nun hat er einen Pilz am Stamm.

Pilzalarm? Eher handelt es sich beim Befall dieses Lebensbaums um eine Flechtenart, die der Thuja keinen Schaden zufügt. © Quelle: privat

Dem Bild nach zu urteilen handelt es sich nicht um einen Pilz, sondern um eine Flechtenart. Diese sollte dem Baum keinen Schaden zufügen. Es sind aufsitzende Pflanzen, welche dem Wirt keine Energie in Form von Nährstoffen entziehen. Falls dennoch Schäden an der Thuja zu sehen sein sollten, könnte es eher auf die vergangenen Trockenperioden geschoben werden.

Fragen an unsere Expertinnen und Experten

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Wer auch eine Frage an unsere Experten hat, kann einfach eine Mail an service@rnd.de senden. Fragen zu Schädlingen und Krankheiten können unsere Fachleute noch besser beantworten, wenn Sie ein Foto an die Mail anhängen. Weil der Andrang sehr groß ist, können wir nur ausgewählte Fragen berücksichtigen.

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