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Kuschelig und coronakonform: So machen Sie es sich in Herbst und Winter draußen gemütlich

  • Inzwischen weiß jeder: Wenn man Freunde und Familie treffen will, sollte man das in Corona-Zeiten am besten im Freien tun.
  • Wenn es draußen kühler wird, kann das aber ganz schön ungemütlich werden. Jedoch nur, wenn Sie nicht gut vorbereitet sind.
  • Mit ein paar Tricks werden Garten, Balkon oder Terrasse gemütlicher als die Wohnzimmercouch.
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Zu Beginn der Pandemie und zu Zeiten des Lockdowns haben viele Menschen die Zeit genutzt, ihr Zuhause auf Vordermann zu bringen – inklusive Garten. Zahlreiche Zäune bekamen einen neuen Anstrich, der Balkon wurde mit neuen Hängepflanzen bestückt, Pools wurden auf- und Teiche angelegt. Und das Beste: In sicherer Entfernung konnte man draußen Zeit mit Familie und Freunden verbringen.

Die lauen Sommerabende sind nun jedoch passé, die Tage werden kürzer und kühler Wind macht sich breit. Die Ansteckungsgefahr ist in Räumen allerdings um einiges höher als im Freien – ganz egal, welches Wetter draußen herrscht. Und da das Zusammenrutschen in Zeiten von Social Distancing leider nicht erlaubt ist, muss man sich auf andere Art und Weise warmhalten.

Besonders wichtig: der Wohlfühlfaktor

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Kälte muss nicht unmittelbar unangenehm sein. Frieren tut niemand gerne. Aber stellen Sie sich einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt vor: Kuschelig warm eingepackt, vom Wind gerötete Wangen, Glühwein oder Apfelpunsch in der Hand und ein Lächeln im Gesicht. So lässt es sich doch aushalten.

Dieses Gefühl können Sie auch in die eigenen Wände transportieren – oder besser gesagt: außerhalb der eigenen Wände. Die Dänen machen es uns vor. Seit Jahren ist das dänische Wohlfühlkonzept “Hygge” international beliebt. Es geht um Gemütlichkeit, Behaglichkeit und einen Wohlfühlcharakter. Diesen müssen Sie auch nach draußen transportieren, um hier ihre Zeit gerne zu verbringen.

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Um das zu erreichen, gibt es einige Ansatzpunkte. Von der passenden Kleidung bis zu den richtigen Möbeln.

© Quelle: Stella Rose/Unsplash
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Gemütlichkeit erwärmt das Herz

  • Schaffen Sie eine Wohlfühlatmosphäre. Je gemütlicher es draußen ist, desto lieber verbringen Sie dort Ihre Zeit.
  • Licht ist enorm wichtig – es heißt ja nicht umsonst “dunkle Jahreszeit”. In Herbst und Winter fehlt uns nicht nur die Sonne, sondern auch das Licht. Schaffen Sie mit Lichtern, Leuchten, Lampions, Laternen und Lichterketten ein heimeliges Outdoor-Zuhause.
  • Kerzen im Allgemeinen steigern die Gemütlichkeit. Davon können Sie auch draußen nicht genug haben. Auch der Einsatz von Duftkerzen ist eine tolle Idee. Denn der Geruchssinn wirkt sich auf unsere Psyche aus. Mit eher süßen Gerüchen wie Vanille, Zimt und mehr steigern wir automatisch unser Wohlbefinden. Nur: Übertreiben Sie es nicht mit der Anzahl von Duftkerzen und unterschiedlichen Gerüchen.
  • Gemütlich und wärmend: An Kissen und Decken sollten Sie keinesfalls sparen. Sie tragen viel zur Atmosphäre bei und schützen uns vor den niedrigen Temperaturen.
  • Legen Sie auch eine passende Ausstattung für Gäste parat. Diese sind vielleicht nicht entsprechend vorbereitet, um den Tag draußen zu verbringen. Damit Sie am Ende des Abends also nicht alleine auf dem Balkon sitzen, legen Sie ruhig Decken, einen Strickpullover oder auch gefütterte Hausschuhe bereit. Hinterher waschen nicht vergessen, damit der nächste Gast gleich reinschlüpfen kann.
© Quelle: Dan Gold/Unsplash
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Die richtige Umgebung finden

  • Innendesigner sprechen oft davon, dass Garten oder Balkon einen zusätzlichen Raum des Hauses bilden. Das sollten Sie vor allem dann berücksichtigen, wenn es richtig gemütlich werden soll. Richten Sie Ihren Outdoorbereich also ruhig mit Regalen, Beistelltischchen oder Bildern ein.
  • Überlegen Sie, welcher Ort am besten für die Wohlfühloase geeignet ist. Eine Ecke des Hauses oder eine Nische bieten sich an, da man hier windgeschützter sitzt. Sie können auch eine zusätzliche Sitzecke anlegen, die sich vor einigen Hecken befindet.
  • Verschattung sorgt nicht nur im Sommer dafür, dass Sie vor der Sonne geschützt sind. Sie hilft auch, die warme Luft an Ort und Stelle zu halten und kalte Winde zu stoppen. Schaffen sie also eine Barriere aus Sichtschutzzäunen, Sonnensegeln, Blumenkästen und Pflanztöpfen. Nicht vergessen: Immergrüne Pflanzen sind besser geeignet als karge Bäumchen im Topf.
  • Eines dürfen Sie dabei nicht vergessen: Durchlüftung ist wichtig, darum sitzen Sie ja draußen. Eine hermetisch abgeriegelte Terrasse sollte also nicht das Ziel sein.

Die Füße warmhalten

Viele werden es kennen: Wenn die Füße erst einmal kalt sind, wird einem so schnell nicht mehr warm. Also sollten Sie nicht nur Ihren Oberkörper einmummeln. Dabei kann es auch helfen, den Kontakt zum kühlen Boden zu vermeiden.

  • Hängesessel oder Hollywoodschaukeln sind nicht nur gemütlich, sondern verhindern auch, dass die Füße auf dem kalten Boden stehen.
  • Auch die Füße hochzulegen, kann schon helfen. Stellen Sie also den einen oder anderen Hocker zu ihrer Sitzecke.
  • Teppiche sind nicht nur in Innenräumen bequem, es gibt auch Teppiche für den Außenbereich. Diese sind besonders robust.
  • Gummi ist eine Art Wunderwaffe gegen Kälte, da es gut isoliert. Es gibt im Internet und im stationären Handel Gummimatten, die Sie auslegen können. Auch die verstaubte Isomatte vom letzten Campingtrip hilft schon.
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© Quelle: Rosie Kerr/Unsplash

Von innen warm bleiben

  • Heiße Getränke halten einen schon beim Eislaufen oder auf dem Weihnachtsmarkt warm. Tee, heiße Schokolade, Glühwein oder Apfelpunsch wärmen von innen und die Hände. Wer mag, kann die Kanne auch auf einem Stövchen parken.
  • Ideales Getränk ist Ingwertee. Der hält doppelt warm, denn die Schärfe regt die Durchblutung an, womit die Wärme besser im Körper verteilt werden kann.
  • Ausreichend trinken ist nicht nur im Sommer wichtig. Mangelt es dem Körper an Flüssigkeit, wird das Blut dicker und kann dadurch nicht mehr so gut Hände und Füße versorgen. Diese werden wegen der mangelnden Durchblutung dann kalt.
  • Einen leichten Salat können Sie im Sommer essen. Greifen Sie jetzt lieber zu deftigem Essen wie Kartoffelpuffer und Grünkohl. Die liefern dem Körper mehr Energie, die er braucht, um den Körper warmzuhalten. Und ein ganz kleines bisschen Winterspeck hält ja auch warm. Auch ein bisschen stärker würzen schadet nicht, da Schärfe den Stoffwechsel anregt.
© Quelle: Alisa Anton/Unsplash

Die richtige Wahl der Kleidung

  • Schon bei der Wahl der Kleidung sollten Sie genau hinschauen. Wolle zum Beispiel hält besonders warm.
  • Der Zwiebellook hilft auch, wenn man keine Schichten ablegt. Mehrere dünne Schichten helfen durch die erschaffenen Luftschichten, die die Wärme halten, besser, als eine dicke Jacke.
  • Auch Hausschuhe können für den Aufenthalt im Freien geeignet sein – teils besser als normale Schuhe. Dafür sollten sie extra dick und kuschelig gefüttert sein. Wer dicke Socken in seinen Schuhen trägt, kann das Gegenteil bewirken. Wenn die Schuhe zu eng mit dicken Socken sind, schnüren sie die Blutzufuhr zu den Füßen eher ab.
  • Wer doch lieber normale Schuhe trägt, sollte zu welchen mit dicken Gummisohlen greifen, das hält die Kälte von den Füßen fern.
  • Wenn es in Richtung Winter geht, sollte man auch an Handschuhe denken. In den aus der Kindheit bekannten Fäustlingen halten sich die Finger gegenseitig warm. Außerdem greift man automatisch nicht so oft zum Handy.
  • Stulpen sind nicht nur für Flashdancefans geeignet. Gerade um die Handgelenke sind die Pulswärmer angenehm. Hier fließt das Blut sehr dicht an der Hautoberfläche entlang und kann leicht Kälte aufnehmen.
© Quelle: Rosie Kerr/Unsplash

Draußen heizen – mit Feuer, Gas und Infrarot

  • Eine Feuerstelle im Garten ist für viele ein Traum. Die hilft auch dabei, in der kalten Jahreszeit warm zu bleiben. Ob Feuertonne, Feuerkorb, Tischkamin, Fackeln, Feuerschale, Terrassenofen oder Außenkamin – für jeden gibt es eine passende Variante. Vorweg sollte nur geklärt werden: Möchten Sie eine feststehende oder eine mobile Variante? Für Pragmatiker reicht es vielleicht auch, den Grill anzuschmeißen – ohne zu grillen.
  • Sind die sogenannten „Klimakiller“ in einigen Städten wegen ihres hohen CO2-Ausstoßes zwar verboten - in vielen Restaurants sind Heizpilze oder Heizstrahler zu sehen. Ähnliche Geräte können auch im heimischen Garten genutzt werden. Inzwischen sind diese sogar schicke Designerteile und fügen sich in die Umgebung ein. Auch Deckenheizungen oder Infrarotstrahler können einen guten Dienst tun. Erkundigen Sie sich, welche Art der Heizung für Ihren Anlass am geeignetsten ist.
  • Es gibt übrigens auch Klimageräte, die kühlen und heizen können. Eine solche Investition könnte sich also doppelt lohnen. Oft sind diese aber eher für Räume gedacht.
  • Man muss sich bei all diesen Heizgeräten bewusst sein, dass man Gas, Öl oder Strom verbraucht. Dieser Verbrauch macht sich im Portemonnaie und beim ökologischen Fußabdruck bemerkbar. Kleiner Trost: Wenn man meist draußen sitzt, kann man die Innenräume weniger heizen.
© Quelle: Tyler Delgado/Unsplash

Smarte Helfer gegen die Kälte

  • Es muss nicht unbedingt Omas Heizdecke sein, kann es aber. Inzwischen gibt es viele kleine elektrische Helfer, die einem mehr als warme Gedanken machen. Zum Beispiel per USB-Kabel aufladbare Einlegesohlen, elektrische Fußwärmer oder Heizkissen.
  • Es gibt auch kleine transportable Heizungen in unterschiedlichen Größen und Stärken. Manche verfügen sogar über ein Gebläse, das die warme Luft in die gewünschte Richtung verteilt.
  • Kleine Taschenwärmer mit einer Metallplatte im Inneren, die beim Knicken Wärme freigibt, sind auch gut geeignet. Natürlich für die Taschen und die Hände gleich dazu.
  • Nicht zu verachten ist auch die gute alte Wärmflasche.

Nicht vergessen: Auf den Regen vorbereiten

Bei all der Planung darf man nicht vergessen, dass es sicher auch mal regnen wird. So sollte alles wasserfest, schnell einzupacken oder nach drinnen zu bringen sein. In Schränken oder Gartenkisten, die man sonst für Stuhlauflagen verwendet, können auch Decken und Kissen verstaut werden.

Auch eine Überdachung könnte sinnvoll sein. Denken sie also ruhig mal über die verschiedenen Arten nach – vielleicht kommt für Sie ja eine Pergola, ein Pavillon oder ein breiterer Dachüberstand infrage. Oder Sie machen aus Ihrer Terrasse direkt eine Veranda.

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