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Haarkuren selbst herstellen: Drei Rezepte aus natürlichen und pflegenden Zutaten

  • Für eine reichhaltige Haarpflege im Winter können Beauty-Liebhaber viel Geld in Drogerien ausgeben – oder einen Blick in den Kühlschrank werfen.
  • Denn mit nur wenigen natürlichen Zutaten lassen sich Haarkuren leicht selbst herstellen.
  • Wir haben drei Rezepte für Sie zusammengestellt.
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Hannover. Mit warmer Heizungsluft, Schal und Mütze wappnen wir uns im Winter gegen Kälte und schlechtes Wetter. Was wir allerdings als angenehm empfinden, ist für unser Haar Stress pur. Der Wechsel von Kälte und trockener Luft entzieht sowohl der Kopfhaut als auch dem Haar Feuchtigkeit. Hinzu kommt, dass das Haar durch Rollkragenpullover, Schals und Mützen regelrecht aufgescheuert wird. Diesen Problemen kann mit etwas Know-how ein Ende gesetzt werden.

Hitze strapaziert die Haare im Winter

Es beginnt bereits beim Waschen der Haare. Denn wer zu heißes Wasser nutzt, provoziert Haarbruch. Das gilt ebenso für warme Föhnluft. Ideal ist es, die Haare so häufig wie möglich an der Luft zu trocknen. Sind sie allerdings noch feucht, sollten Beauty-Liebhaber wegen der Reibung und Aufladung darauf verzichten, eine Mütze aufzusetzen. Wer morgens grundsätzlich ein enges Zeitfenster hat, kann ebenso über die Anschaffung eines Ionen-Haartrockners nachdenken. Hier sorgen die negativ geladenen Teilchen dafür, dass die positiv geladenen Haare neutralisiert werden. Ist alles trocken, empfehlen sich im Winter lockere Zopfvariationen. Durch sie können sowohl Reibung als auch Knoten vermieden werden.

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DIY-Haarkuren können den Bedürfnissen der Haare angepasst werden

Der wichtigste Schritt zur Unterstützung der Haare ist und bleibt aber die richtige Pflege. Zum Beispiel reizen sowohl Paraffine als auch Parabene die Kopfhaut. Und bei der üppigen Zutatenliste der Shampoos, Spülungen und Co. ist es wahrscheinlich, dass weitere wenig verträgliche oder umweltschädliche Chemikalien enthalten sind. Ein guter Grund, Haarpflege selbst zu machen. Denn eine DIY-Kur besteht aus wenigen natürlichen Zutaten und kann an die Bedürfnisse des Haars angepasst werden. Die reichhaltige Konsistenz trägt zudem dazu bei, dass die schützenden Substanzen nicht beim nächsten Waschen wieder ausgespült werden – und das wiederum stärkt das Haar.

Für strapaziertes Haar: Die Brennnessel-Buttermilch-Kur

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Wer seine Haare regelmäßig färbt, glättet oder lockt, strapaziert sie. Dadurch sieht das Haar glanzlos, strohig und dünn aus. In solchen Fällen kann eine Brennnessel-Buttermilch-Kur Abhilfe schaffen. Die Pflanze ist reich an Vitamin A, Mineralien und Eisen, also an Stoffen, die der Körper zum Aufbau und Erhalt von Haarwurzeln braucht. Buttermilch wiederum gilt mit Eiweiß, Calcium, Kalium, Magnesium und verschiedenen Vitaminen als remineralisierend und feuchtigkeitsspendend. Damit ist das Sauermilchprodukt ein altbewährtes Mittel gegen Schuppen.

Wird das Haar regelmäßig strapaziert, kann eine Brennnessel-Buttermilch-Kur Abhilfe schaffen. © Quelle: Jessica Orlowicz/RND
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Das wird gebraucht

  • 2 Beutel Brennnesseltee
  • 125 Milliliter Wasser
  • 100 Milliliter Buttermilch

So geht’s

Für eine selbst gemachte Brennnessel-Buttermilch-Kur greifen DIY-Liebhaber als Erstes zum Wasserkocher und bereiten den Tee zu. Etwa 15 Minuten ziehen und abkühlen lassen, bis er lauwarm ist. Den Brennnesseltee anschließend mit einer Tasse Buttermilch mischen, auf das zuvor gewaschene und noch feuchte Haar geben und gründlich einmassieren. Praktisch: Auch wer es morgens eilig hat, kann die Kur nutzen. Als Leave-in-Pflege muss sie nicht mit Wasser ausgespült werden.

Für feines und plattes Haar: Die Bier-Eier-Haarkur

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Feines Haar ist empfindlich und wirkt schnell platt und kraftlos, da es enger an der Kopfhaut liegt. Hier können die richtige Frisur, ein spezielles Shampoo und Pflegeprodukte, zum Beispiel eine Haarkur, die aus Bier und Eiern besteht, Abhilfe schaffen. Eier enthalten Vitamin A, Vitamin E, Zink und Proteine. Dadurch bescheren sie dem Haar Feuchtigkeit und Glanz. Einen ähnlichen Effekt bringen die Nährstoffe des Biers mit sich. Durch die Hefe werden dem Haar sowohl Stärke als auch Volumen gespendet. Und obwohl es für den ein oder anderen merkwürdig klingen mag: Angst vor einer Fahne muss keiner haben. Der Biergeruch verfliegt beim Trocknen der Haare.

Die Bier-Eier-Haarkur beschert dem Haar Feuchtigkeit und Glanz. © Quelle: Jessica Orlowicz/RND

Das wird gebraucht

  • 2 Eier
  • 70 Milliliter Bier
  • 10 Milliliter Zitronensaft

So geht’s

Für die Kur werden zunächst Eigelb und Eiweiß voneinander getrennt. Den Dotter mit Bier und Zitronensaft verrühren. Daraufhin wird das Gemisch im feuchten Haar verteilt, wo es etwa 30 Minuten lang einwirkt. Damit das Ei nicht gerinnt, wird das Haar anschließend mit kühlem Wasser ausgespült. Zum Schluss wie gewohnt waschen und pflegen.

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Für trockenes Haar: Die Avocado-Olivenöl-Kur

Dass die Haut im Winter besondere Zuwendung braucht, ist den meisten bewusst. Allerdings leiden auch die Haare unter dem Wechsel von Kälte und trockener Heizungsluft. Sie neigen dazu, auszudünnen. Hier hilft eine Extraportion Feuchtigkeit – mit einer Avocado-Olivenöl-Kur. Während die Frucht das Haar mit wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren versorgt, schützt das Öl die Haare sowohl vor dem Austrocknen durch Hitze als auch vor schädlichen Umwelteinflüssen. Ein weiterer Pluspunkt: Auch juckende Kopfhaut profitiert von den enthaltenen Nährstoffen.

Die Avocado-Olivenöl-Kur spendet trockenem Haar Feuchtigkeit. © Quelle: Jessica Orlowicz/RND

Das wird gebraucht

  • ½ Avocado
  • 1 rohes Ei
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 Teelöffel Kokosöl
  • 1 Teelöffel Olivenöl
  • 50 Milliliter Wasser

So geht’s

Als Erstes wird der Kern der Avocado entfernt. Das Fruchtfleisch von der Schale trennen und zerkleinern. Die restlichen Zutaten hinzugeben und vermengen. Den Brei anschließend in die Haarlängen einmassieren und etwa zehn Minuten einwirken lassen. Das Haar daraufhin mit kühlem Wasser übergießen und die Reste mit Shampoo auswaschen.



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