Grüner Trend: Der Pfefferminzlikör ist in aller Munde

  • Pfefferminzlikör hat im vergangenen Jahr ein echtes Revival erlebt.
  • Das DDR-Kultgetränk wird auch heute noch traditionell im Osten hergestellt.
  • Neben Shots wird der erfrischende Likör auch als Longdrink oder Cocktail getrunken.
Michèle Förster
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Der „Pfeffi" erlebt einen Aufschwung: In deutschen Bars und Kneipen wird der Pfefferminzlikör immer häufiger getrunken. Neben Elektrorollern, Handyketten und gesunden Ingwershots zählte der Pfefferminzlikör damit zu den Trends des vergangenen Jahres. Den Markt um das erfrischende DDR-Kultgetränk bestimmen zwei Produzenten aus Ostdeutschland: Die thüringische Firma Nordbrand, die mit ihrem knallgrünen Pfefferminz auf eine lange Tradition zurückblickt, und das Berliner Unternehmen Schilkin, das mit seiner klaren Berliner Luft nach eigenen Angaben eine junge, urbane Zielgruppe erschlossen hat.

Pfefferminzlikör feiert ein Revival

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„‚Pfeffi‘ ist absoluter Marktführer im Trendsegment der Pfefferminzliköre und baut seine Position stetig aus“, sagt Produktmanagerin Patricia Wöllner von Nordbrand. Der frische Minzgeschmack wird nach Angaben von Nordbrand nach einem traditionellem Verfahren mit natürlichen Essenzen und ätherischen Ölen an die Grundspirituose Korn abgegeben. Auch die Firma Schilkin behauptet von ihrer Berliner Luft, die am stärksten wachsende Spirituose Deutschlands zu sein. Rund sieben Millionen Flaschen wurden nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr produziert.

In fast jedem Supermarkt zu finden: Pfefferminzlikör hat sich zum angesagten Partygetränk gemausert. © Quelle: Gregor Tholl/dpa

Das Sortiment wird größer

Beide Produzenten konnten ihren Absatz in den vergangenen Jahren steigern. Der Pfefferminzlikör hat Deutschlands Bar- und Partyszene im Sturm erobert. Neben den klassischen Anbietern steigen auch neue Gründer in das boomende Geschäft mit dem nach Mundspülung schmeckenden Likör ein. Im Onlineshop des Spirituosenhändlers Conalco gibt es bereits 44 Pfefferminzliköre von mehr als 15 Herstellern.

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Bei den Likören selbst gibt es Unterschiede: Während die meisten einen gut bekömmlichen Alkoholgehalt von 18 Prozent im Volumen haben, gibt es auch Produkte mit einer deutlich höheren Drehzahl. Der finnische Minttu Peppermint beispielsweise hat einen Alkoholgehalt von 50 Prozent.

Pur oder im Cocktail: Die Geschmäcker sind verschieden

Crème de Menthe ist hingegen die französische Bezeichnung für eine süße Minzcreme, die sich durch ihren Zuckergehalt von klassischen Pfefferminzlikören unterscheidet. Statt 100 Gramm werden dabei ganze 250 Gramm Zucker pro Liter verarbeitet. Durch den hohen Zuckeranteil und die dickflüssige Konsistenz entsteht ein noch intensiverer Minzgeschmack.

Übrigens: Getrunken wird Pfefferminzlikör am häufigsten als gut gekühlter Shot. Wer die Longdrinks bevorzugt, kann den „Pfeffi“ mit Soda oder mit Wodka auf Eis genießen. Zusammen mit weißem Kakaolikör und Sahne mutiert der Pfefferminzlikör zum Grasshopper. Ein Frappé mit Pfefferminzlikör oder Crème de Menthe ist im Sommer eine willkommene Abkühlung.

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