Glüh-Gin, heißer Hugo und mehr: Winterdrinks zur Weihnachtszeit

  • Es muss ja nicht immer Glühwein sein.
  • Auf der Suche nach Abwechslung?
  • Ob Caipi oder Mojito – diese und weitere trendige Winterdrinks sind die perfekten Glühweinalternativen.
Anzeige
Anzeige

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm eine ganze Reihe toller Winter-Drinks, die nicht nur auf Weihnachtsmärkten hoch im Kurs stehen. Die folgenden Getränke können ganz einfach zu Hause nachgemacht werden und auf der nächsten Wintercocktailparty zum Einsatz kommen. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Schwiegereltern ist auch dabei.

Heißer Caipi

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Die ursprünglich aus Brasilien stammende Caipirinha (im Portugiesischen ist der Drink nämlich weiblich) zählt zu den beliebtesten Cocktails. Auch die Wintervariante erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auf hiesigen Weihnachtsmärkten ist der heiße Caipi schon seit Jahren an vielen Ständen erhältlich und längst kein Geheimtipp mehr. Kein Wunder – schließlich zählt Deutschland zu den Hauptimporteuren von Cachaça, der brasilianischen Spirituose aus Zuckerrohrsaft, die als Grundlage für den Cocktail dient.

Für die Zubereitung des heißen Caipis werden dieselben Zutaten benötigt, wie für die kalte Variante: Cachaça, Rohrzucker und Limettensaft (in einigen Rezepten wird auch Sirup verwendet). Zerstoßenes Eis kommt in der heißen Variante logischerweise nicht zum Einsatz. Stattdessen wird der Drink mit heißem Wasser aufgegossen.

Für vier Gläser werden benötigt:

Anzeige
  • 20 cl (entspricht 200 ml) Cachaça
  • 4 Limetten
  • 6 EL Rohrzucker
  • 600 ml Wasser

Die Limetten heiß abwaschen und vierteln. Anschließend die Limettenspalten auf Gläser verteilen (auf Hitzebeständigkeit achten!) und gleichmäßig mit Zucker bestreuen. Das Ganze mit einem Stößel zerdrücken. Achtung: die Schale der Limetten nicht beschädigen, da sonst Bitterstoffe den Geschmack verderben könnten. Das Wasser zusammen mit dem Cachaça erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Auf die Gläser verteilen und mit einem Cocktailstäbchen etwas umrühren.

Anzeige

Heißer Mojito-Tee

Wie wäre es mit einer Mojito-Tee-Fusion? Anders als bei der Caipirinha besteht die Mojito-Basis aus Rum. Ernest Hemingway soll den Cocktail während seiner Zeit auf Kuba entdeckt und kurzerhand zu einem seiner Lieblingsdrinks erklärt haben.

Für vier Gläser werden benötigt:

Anzeige
  • 240 ml weißer Rum
  • 60 ml Limettensaft
  • 8 TL brauner Zucker
  • frische Minze (ein halbe Handvoll pro Glas)
  • 4 Teebeutel schwarzer Tee

In einer Teekanne Teebeutel, Minze und Zucker mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen. Zwei Minuten ziehen lassen und dann die Teebeutel herausnehmen. Den Rum und den Limettensaft hinzugeben und gut umrühren. Das Ganze durch ein feines Sieb in hitzebeständige Gläser füllen. Zum Garnieren eignen sich noch ein paar Minzblätter.

Video
Die Entstehung des Glühweins
0:47 min
Alles begann im römischen Reich vor knapp 2000 Jahren.  © RND

Weißer oder roter Glüh-Gin

Schon fast ein Klassiker unter trendigen Heißgetränken ist weißer Glühwein. Kundige Weihnachtsmarktbesucher behaupten, dass ihnen die Weißweinvariante besser als der traditionell rote Glühwein bekäme. Da sich über Geschmäcker nicht streiten lässt, sollte diese Behauptung besser nicht auf medizinische Stichhaltigkeit überprüft werden. Stattdessen könnte man ja einfach mal ausprobieren, wie Gin statt Wein als Grundlage bekommt.

Anzeige

Für etwa zehn Gläser werden benötigt:

  • 250 ml Gin (Tanqueray eignet sich für weißen, Sloe Gin für roten Glühwein)
  • 500 ml naturtrüben Apfelsaft
  • 500 ml Ingwerbier (zur Not geht auch Ginger Ale)
  • 1 l Grapefruitsaft
  • 5 Stangen Zimt
  • 5 Sternanis
  • 5 Nelken
  • 2 Bio-Orangen
  • 1 Prise Piment
  • Zucker

Die Zubereitung ist nicht anders als bei herkömmlichem Glühwein. Gin, Apfelsaft und Ingwerbier in einem großen Topf erwärmen – nicht kochen. Einige Zesten der Orange (vorher heiß abwaschen) und die Gewürze dazugeben und eine halbe Stunde bei niedriger Hitze ziehen lassen. Die zweite Orange in Scheiben schneiden und auf Becher oder Gläser verteilen. Je nach Belieben mit Zucker süßen und mit Zimtstange und Nelken garnieren.

Heißer Hugo

Der Hugo – ein weiterer Drink, dessen Popularität auch im Winter nicht abebbt. Deswegen ist er auf immer mehr Weihnachtsmärkten als heiße Variante zu finden. Ein heißer Hugo ist die Alternative für alle, die keinen klassischen Glühwein mögen und in weißem Glühwein keine Alternative sehen. Als fruchtig-prickelndes Partygetränk ist der Original-Cocktail irgendwo zwischen Weißweinschorle und Mojito anzusiedeln. Für die Wintervariante muss auf das Prickeln aber verzichtet werden. Statt Prosecco kommt Weißwein zum Einsatz.

Für etwa acht Gläser werden benötigt:

  • 1 Flasche trockener Weißwein (die Sorte spielt keine Rolle, ein Chardonnay eignet sich)
  • circa 350 ml Holunderblütensirup
  • 1 Limette
  • Minze

Den Weißwein erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Die Limette ausdrücken und den Saft zusammen mit dem Sirup zum Wein geben. Auf Gläser verteilen und mit ein paar Minz-Zweigen garnieren.

„Merry Moscow Mule“

Auf Weihnachtsmärkten noch nicht entdeckt, aber mit mindestens genauso viel Trendpotential wie heißer Hugo, Caipi und Mojito, ist diese Wintervariante eines klassischen Moscow Mule. Zumindest wird die Erfinderin des sogenannten „Merry Moscow Mule” als „Trendforscherin” bezeichnet. Erfrischend innovativ ist immerhin schon einmal, dass es sich beim heiteren Maultier aus Moskau nicht einfach bloß um die aufgewärmte Variante des ursprünglichen Drinks handelt.

Der „Merry Moscow Mule“ ist eine erfrischende Alternative zu den ganzen heißen Winter-Drinks.

Für vier Gläser werden benötigt:

  • 160 ml Wodka
  • 440 ml Ginger Ale
  • 120 ml Zuckersirup
  • 160 ml Cranberrysaft
  • 2 Limetten
  • 16 Eiswürfel
  • 2 Orangen

Die Limetten und Orangen auspressen und den Saft zusammen mit den restlichen Flüssigkeiten in einen Shaker geben. Auf die mit Eiswürfeln befüllten Gläser verteilen und fertig – das Aufwendigste an diesem Drink ist die Deko. Hier finden Sie die Anleitung und das vollständige Rezept samt Portionsrechner.

Bratapfel-Likör

Zu guter Letzt noch eine hochprozentige Geschenkidee, mit der Sie Ihre Schwiegereltern begeistern oder zumindest beeindrucken können. Immerhin handelt es sich um etwas Selbstgemachtes, das zudem auch noch mit (Zeit-)Aufwand hergestellt werden muss. Laut Rezept sollte die Mischung aus Bratäpfeln, Apfelkorn, Weißwein und Amaretto nämlich zwei bis vier Wochen ruhen, bevor sie als Likör getrunken wird. Der einleuchtende Tipp: "Je länger der Likör steht, desto aromatischer schmeckt er." Zur Not kann an dem Likör aber auch noch im neuen Jahr genippt werden.

Eignet sich auch als Weihnachtsgeschenk: Bratapfel-Likör.

Für einen Liter wird benötigt:

  • 5 Äpfel (am besten eignen sich säuerliche Sorten mit festem Fruchtfleisch, z.B. Boskop oder Cox Orange)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 500 g brauner Kandis
  • 3 Sternanis
  • 5 Zimtstangen
  • 500 ml Apfelkorn
  • 300 ml Weißwein
  • 200 ml Amaretto

Zunächst müssen die Bratäpfel zubereitet werden. Dafür die Äpfel entkernen und in einer eingefetteten Auflaufform 15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Die Zitrone in Spalten schneiden und zusammen mit dem Kandis, Sternanis und den Zimtstangen in einer Schüssel vermengen. Anschließend die Bratäpfel mitsamt Zitronen-Kandis-Mischung in ein verschließbares Glas geben und die Flüssigkeiten hinzugießen. Das Ganze mindestens zwei, besser vier, Wochen ziehen lassen und dann durch ein Sieb geben und in Flaschen abfüllen.

RND/pf

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen