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Geschirr mit Bambusfasern kann Gesundheit gefährden: Verbraucherzentralen fordern Verkaufsstopp

  • Einen Verkaufsstopp und Rückruf von Kunststoffgeschirr, das Bambusfasern enthält, fordern die deutschen Verbraucherzentralen.
  • Meist würde dieses aus einem nicht biologisch abbaubarem Kunststoff bestehen. Bambusfasern seien nur Füllstoff.
  • Bei Hitze könnten sich „bedenkliche Mengen“ schädlicher Chemikalien lösen, beispielsweise in ein Getränk.
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Berlin. Die Verbraucherzentralen fordern einen Verkaufsstopp und Rückruf von Kunststoffgeschirr mit Bambusfasern zum Schutz vor Gesundheitsrisiken. Der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein Skandal, dass der Handel weiterhin potenziell krebserregende Produkte mit Bambus-, Reis- oder Weizenfasern anbiete.

Bundesregierung und Überwachungsbehörden müssten einen umfassenden Rückruf veranlassen und die Öffentlichkeit offensiv und bundesweit darüber informieren. Händler sollten nicht zugelassene Produkte zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten.

Nicht biologisch abbaubarer Kunststoff

Hintergrund sind gesundheitliche Bedenken bei solchem Geschirr oder Bechern, auf die Expertinnen und Experten seit längerem hinweisen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärte 2019, dass Geschirr, das als „Bambusware“ beworben wird, in der Regel aus Melamin-Formaldehyd-Harz bestehe - nicht biologisch abbaubarem Kunststoff. Bambusfasern würden nur als Füllstoff verwendet. Das BfR empfiehlt, keine heißen Speisen oder Getränke aus diesen Produkten zu sich zu nehmen und sie auch nicht zum Erhitzen in der Mikrowelle zu benutzen. Für kalte oder lauwarme Lebensmittel sei derartiges Geschirr aber geeignet.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hatte darauf hingewiesen, beim Einfüllen von heißem Kaffee oder Tee könnten aus solchen Bechern „bedenkliche Mengen“ schädlicher Chemikalien in das Getränk übergehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erläuterte, vereinzelt seien Produkte vom Markt genommen worden.

Die Ressourcen der amtlichen Überwachung reichten aber nicht aus, um die Vielzahl an Produkten zu untersuchen. Besonders online sei weiterhin Kunststoffgeschirr mit Naturfasern zu kaufen.

RND/dpa

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