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  • Geschenkideen für Weihnachten: Kleinigkeit, große Überraschung oder persönliche Aufmerksamkeit – das können Sie schenken

Tipps: Das können Sie schenken

  • Alle Jahre wieder stellen sich viele die Frage: Was schenke ich?
  • In unsicheren Zeiten wie den jetzigen fällt es manchen noch schwerer, das passende Weihnachtspräsent zu finden.
  • Die Redaktion des „Sonntag“ hat sich einiges überlegt – vom kleinen Mitbringsel bis zum großen Überraschungsgeschenk, für sie, für ihn, für Kinder und Erwachsene. Viel Spaß beim Auspacken!
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Musik: Schätze aus Poparchiven, Klänge für Entdeckerherzen

Tipp vorab: Bloß keine Weihnachtsalben verschenken – niemand will nach Heiligabend noch irgendeinen Popstar „Last Christmas“ säuseln hören.

Joni Mitchell als Weihnachtsgeschenk für die Liebste – das ging in „Tatsächlich .... Liebe“ für Alan Rickman schwer nach hinten los. Dennoch empfehlen wir die Fünf-CD-Box „Archives Vol. 1: The Early Years“ (Rhino/Warner) rundheraus. Wie in den Sechzigerjahren aus einem interessanten kanadischen Folkie die vielleicht stärkste Songwriterin aller Zeiten wurde, wie Mitchells Songs vielseitiger, komplexer, jazzaffiner wurden, davon erzählt diese faszinierende Chronik in Songs. Dokumentation eines großen Anfangs.

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Seit dem Filmmusical „Rocket Man“ gilt Elton John als cool, singen auch Teenies wieder den „Crocodile Rock“. Acht Discs umfasst die „Jewel Box“ (Mercury). Das ist Elton für Fortgeschrittene: viele Archivschätze, Raritäten, viele aus der Frühzeit des Pianomanns. 60 der 148 Songs gab’s bisher noch nie offiziell. Ein Popfüllhorn in kostbarer Schatulle. Der Komponist kommentiert Song um Song.

„Power Up“ von AC/DC (Atlantic) gibt’s auch als Box. Kein Song mehr als auf dem Album, aber der Fan kann sich vom Schriftzug seiner lärmenden Lieblinge per LED beleuchten lassen.

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Kleine Mitbringsel für Freunde mit Entdeckerherzen: die jüngsten Alben von A Girl Called Eddy (superschöner Soulpop), Low Cut Connie (vielseitiger Rock ’n‘ Roll). Und die Nummer sicher: Bruce Springsteen – wahlweise orchestral („Western Stars“) oder mit E-Street-Band („Letter to You“).

Romane: Normale Menschen und außergewöhnliche Lebewesen

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Einer der wundervollsten Romane des Jahres ist Sally Rooneys „Normale Menschen“ (Luchterhand, 320 Seiten, 20 Euro). Es ist die Geschichte von zwei jungen Menschen, die zusammen zur Schule gehen, heimlich Sex haben, unterschiedliche Klassen repräsentieren. Sie sind wahnsinnig unsicher, geben einander Halt, verletzen und verlieren einander – doch immer wieder gehen sie aufeinander zu. Nach ihrem lesenswerten Debüt „Gespräche mit Freunden“ ist der 29-jährigen Rooney wieder ein fantastischer Roman gelungen. Das Buch ist bereits verfilmt, die Serie ist auf Starzplay zu sehen.

Fliegen – was war das noch gleich? Ach ja, wir erinnern uns dunkel. David Szalay verbindet in „Turbulenzen“ (Hanser, 136 Seiten, 19 Euro) das Schicksal von zwölf Personen und diese wiederum mit dem Fliegen. Szalay hat wunderbare kleine Skizzen geschrieben. Genau das richtige Buch, um Weihnachten abzuheben.

Es klingt wie eine Floskel, aber dieser Roman ist wirklich eines der Bücher zur amerikanischen Gegenwart. Ben Lerner schreibt in „Die Topeka Schule“ (Suhrkamp, 395 Seiten, 24 Euro) eine Geschichte über die Krise der Männlichkeit und die Sprachlosigkeit der amerikanischen Gesellschaft. Im Mittelpunkt dabei stehen der begabte Debattierer Adam und dessen Eltern Jane und Jona­than. Und dann ist da noch Darren, dessen unsichere Existenz auf einen Abgrund zurast.

Ein leicht abgefahrener, hervorragender Roman ist Matias Faldbakkens „Wir sind fünf“ (Heyne, 256 Seiten, 22 Euro). Nach seiner Drogenkarriere wird Tormod ein verlässlicher Ehemann und Vater. Mehr durch Zufall erschafft er ein Wesen aus Lehm. Das entwickelt ein Eigenleben. Und wird so eine Art Golem der Gegenwart.

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Erlebnisgutscheine: Bierbrauen, Fassadenklettern und Ballonfahren

Für Leute, die schon alles haben: Verschenken Sie einen Gutschein für ein besonderes Erlebnis. Coronabedingt gibt es zum Teil Einschränkungen, doch ist ein Geschenk für die Zeit „danach“ umso schöner.

Bier brauen: Craftbeer ist in aller Munde – doch wie entsteht es? Einige Kleinbrauereien bieten Tageskurse an, in denen Teilnehmer eine kleine Menge eigenen Bieres herstellen können. Möglich ist das in vielen Orten, unter anderem in Berlin (Brlo), Hamburg (Landgang) oder Lauenau bei Hannover (Rupp).

Wie wird Craftbier hergestellt? Das Brauen ist ein faszinierender Vorgang. © Quelle: imago images/Panthermedia

Gib Gummi: Für ein bisschen mehr Adrenalin könnte es zum Autorennen gehen – nicht als Zuschauer, sondern als Fahrer. Anbieter wie Star Performance Racing bieten Fahrten im Porsche 911 oder dem Mercedes AMG GT an. Und das auf Strecken wie dem Nürburgring, dem Hockenheimring oder am Bilster Berg (www.spr9.de).

Das ist dufte: Gut zu riechen ist gar nicht so schwer. Aber nach einem selbst kreierten Duft zu riechen ist schon etwas Besonderes. Unterschiedliche Parfümerien und Parfümhersteller bieten Workshops an, an deren Ende Teilnehmer ihr eigenes Duftwasser mit nach Hause nehmen können – unter anderem in Leipzig, Hamburg, Berlin und Köln (mydays.de, jochen-schweizer.de).

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Ballonfahren: Ein Ausflug im Heißluftballon ist ein Erlebnis. Anders als im Flugzeug erlebt man hier die Umgebung in einer beeindruckenden Ruhe aus der Vogelperspektive. Anbieter gibt es in vielen größeren Städten.

Den Alltag unter sich lassen: Eine Ballonfahrt macht es möglich. © Quelle: imago images/Xinhua

House Running: Joggen ist inzwischen nichts Ungewöhnliches – aber, abgesichert durch ein Seil, an einer Fassade entlang zu klettern, ist schon etwas anderes. Unter anderem in München, Frankfurt und Hamburg kann man diesem nervenaufreibenden Sport in bis zu 100 Metern Höhe nachgehen (www.house-running.de).

Filme: Familiendinge und andere Schwierigkeiten

Ob sich die Familie dieses Jahr unterm Weihnachtsbaum trifft oder doch nur digital auf dem Computermonitor, ist ungewiss. Manche mögen sogar froh sein, dass sie den lieben Verwandten entkommen. Für alle anderen haben wir mehr oder weniger tröstliche DVD-Familienfilme zusammengestellt. Wobei Familie ein weites Feld ist.

Einer der schönsten Filme ist „Shoplifters“ des Japaners Hirokazu Kore-eda: Drei Generationen, sechs Menschen leben unter einem Dach in Tokio. Was sie verbindet, ist die Profession Ladendiebstahl. Familie wird hier als Wahlverwandtschaft definiert. Zuneigung ist dicker als Blut. Und Liebe zählt mehr als Stammbaum.

In „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erzählt Caroline Link vom Exil der Familie Kerr im Nationalsozialismus – durch die Augen von Tochter Judith, die als Erwachsene ihre Erinnerungen im gleichnamigen Buch erzählt hat. Die Angst ist immer präsent – und doch wird die Flucht auch mal zu einem herrlichen Kinderabenteuer.

Wann es wohl Dorfpolizist Franz Eberhofer mit seinem siebten Fall „Kaiserschmarrndrama“ endlich ins Kino schafft? Frühere kriminalistische Aufgaben des auf dem heimischen Hof tief Verwurzelten löst er gewohnt zuverlässig auf DVD, zum Beispiel in der original bayerischen „Kruzifünferl“-Box.

Zugegeben, Katharina die Große machte nicht so sehr auf Familie und ließ erst mal ihren Ehemann aus dem Weg räumen, um Zarin zu werden. Doch schart Elle Fanning in der Hauptrolle der satirisch angelegten Serie „The Great“ einen Trupp von Vertrauten um sich: Ein bisschen Geborgenheit braucht auch sie.

Technik: Einfach Druck machen und Kissen fürs Notebook

Eins für alles: Für Technikfans ist häufig die große Frage, wo eine freie Steckdose ist oder welches Kabel zu welchem Gerät gehört. Multifunktionsladestationen können dieses Problem mit ansprechendem Design lösen. Zumeist kabellos können sie gleichzeitig Smartphone, Smartwatch, Kopfhörer oder auch Tablet und Smartpencils laden.

Druck machen: Auf unseren Smartphones schlummern zahlreiche Schnappschüsse und Erinnerungen an schöne Momente. Mit Handydruckern kann man diese auch in sein Zuhause holen. Einfach ans Smartphone anschließen und Fotos vom Handy im angesagten Sofortbildlook drucken.

Manchmal ist es mühsam, Dateien vom Handy auf den Laptop zu schicken, nur um sie auszudrucken. Ein Handydrucker kann helfen. © Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Multitalent: Wer auf Reisen oder einfach unterwegs sein Smartphone ständig zur Hand hat, kommt um eine Powerbank nicht herum. Inzwischen gibt es echte Alleskönner. Multifunktions-Powerbanks laden nicht nur das Handy, sondern bieten auch eine Starthilfe- und Kompressorfunktion.

Bequem mit Laptop: Das Schöne an Notebooks ist ja, wie flexibel sie sind – man kann nahezu überall arbeiten. Damit das aber auch bequem klappt, ist eine Laptopunterlage ein perfektes Geschenk. Es gibt sie etwa als Schoßtablett mit Kissen, mit höhenverstellbarer Faltfunktion, als Betttischchen oder mit ergonomischer Maushalterung.

Filmfans kommen mit flexiblen Mini-Heimkinoanlagen auf ihre Kosten. Moderne Handy-Bildschirmvergößerungen punkten mit Einfachheit – sie werden vor das Smartphone gespannt und vergrößern das Display. Für Anspruchsvollere gibt es portable Kinos mit Smartphoneprojektor und integriertem Lautsprecher.

Hörbücher: Mäntel und mexikanische Jahre

Ab nach Zamonien: Erstmals gibt es alle Hörbücher der Werke von Walter Moers in einer Box. Gelesen vom unvergessenen Dirk Bach, vom ebenso unvergesslichen Wolfgang Völz und den wunderbaren Interpreten Andreas Fröhlich und Cathlen Gawlich. Mehr als 124 Stunden können Moers-Hörer mit Käpt’n Blaubär, dem Fönig, Rumo und vielen anderen verbringen. So wird einem die Zeit in den eigenen vier Wänden nicht lang. (17 MP3-CDs, 124:07 Stunden, ca. 99 Euro)

Die Schriftstellerin Anna Seghers muss 1941 Europa verlassen und landet in Mexiko. Dort schreibt sie „Das siebte Kreuz“, mit dem ihr in den USA der große Durchbruch gelingt. Volker Weidermann beschreibt in „Brennendes Licht“ die prägenden südamerikanischen Jahre der späteren Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. Burghart Klaußner liest. Besser geht es kaum. (4 CDs, 4:36 Stunden, ca. 20 Euro)

Ist das Mode oder kann das weg? So könnte man bei manchem Kleidungsstück zu Recht fragen. Elke Heidenreich erzählt in „Männer in Kamelhaarmänteln“ Geschichten über gut und schlecht gekleidete Menschen. Machen Kleider wirklich Leute, und warum sind uns die Kleidungsstücke auf alten Fotos heute peinlich? Elke Heidenreich liest das Hörbuch gleich selbst ein. (4 CDs, 4:15 Stunden, ca. 22 Euro)

Dieses Hörbuch ist ein Hörereignis. Sebastian Rudolph liest, spricht, lebt in „Die Erfindung des Countdowns“ die Geschichte des Physikers und Urvaters der Raumfahrt, Hermann Oberth. Es ist die Geschichte eines Mannes, der selbst dann noch an seinen Träumen von einer Rakete festhält, als diese zur Waffe wird. Eine Geschichte aus dem und über das 20. Jahrhundert. (1 MP3-CD, 9 Stunden, ca. 19 Euro)

Küche: Gut Holz und heiße Luft

Prägende Zeiten: Einfach, nostalgisch und schön anzusehen. Kekse muss man heutzutage nicht unbedingt ausstechen. Man kann sie auch ausrollen. Statt nur den Teig mit dem Nudelholz zu glätten, wird er Dank der Prägeteigrolle gleich mit wunderschönen Mustern versehen.

Schick und schnittfest: Personalisierte Geschenke sind dieses Jahr besonders im Trend. In den Läden und im Internet findet man zahlreiche, individuelle Schneidebretter – in Form einer Gitarre, mit dem Namen des Hobbykochs versehen oder mit eingraviertem Lieblingsrezept.

Backmischung im Glas: Für alle, die lieber auf Do-it-yourself-Geschenke setzen, sind selbstgebastelte Backmischungen im Glas eine schöne Idee. Ob Kuchen oder Brot – alle (trockenen) Zutaten werden übereinander in ein Glas oder eine Flasche geschichtet und diese verziert. Sieht toll aus und schmeckt auch noch.

Sie haben keine Zeit zum Backen, wollen aber trotzdem schokoladige Leckereien verschenken? Dann ist eine Backmischung im Glas genau das Richtige für Sie.

Fusion der Gaumenfreuden: Ob Weihnachten oder Silvester – Raclette ist beliebt. Und Pizza geht doch immer. Ein Pizzaraclette verbindet diese beiden leckeren Dinge. Es funktioniert ebenso wie ein gewöhnliches Raclette – mit dem Unterschied, dass man anstatt der Pfännchen kleine Pizzen belegt und diese in den Pizzaofen schiebt.

Nur heiße Luft: Fritteusen waren früher der Renner, sind wegen des erheblichen Fettbedarfs und –gehalts aber etwas in Verruf geraten. Inzwischen wünscht sich beinahe jeder passionierte Hobbykoch eine Heißluftfritteuse, auch Air Fryer genannt. Hier werden Speisen mit nur wenig oder ganz ohne Öl frittiert.

Kurzreisen: Stadt, Land, Fluss – ein Trip in die Umgebung

Wenn die Corona-Pandemie eines gezeigt hat, dann, wie schön auch Ziele in Deutschland sein können. Verschenken Sie einen Kurztrip – denn Kurztrips waren selbst in diesem Jahr oft problemlos möglich. Und sie werden es früher oder später wieder sein.

Eine Nacht auf der Insel: Das Steinhuder Meer trägt für einen See einen großen Namen – doch kann man am Lieblingsausflugsziel der Hannoveraner auch originell übernachten: Auf der kleinen Insel Wilhelmstein mitten im See gibt es mit dem „Inselhus“ eine gemütliche Unterkunft. Bootsanreise und ganz viel Ruhe inbegriffen (www.inselhus-wilhelmstein.de).

Schönes Ausflugsziel: Die Insel Wilhelmstein in der Nähe von Hannover. © Quelle: Kathrin Götze

Wie in alten Zeiten: Sie dürfen an keinem Surferstrand fehlen und sind auch für Hobbynostalgiker immer wieder ein Erlebnis – alte VW-Bullis sind nicht nur schön, die Fahrt mit ihnen entschleunigt auch auf eine besondere Art. Volkswagen Nutzfahrzeuge vermietet die Vehikel für Ausflüge (www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de).

Endlich unter der Haube: In einer Blase zu leben ist ja gemeinhin nicht erstrebenswert. Im Bubble-Hotel in Gerolstein aber kann man unter einen gläsernen Kuppel übernachten – sogar mit eigenem Wellnessbereich (www.bubble-hotel.eu).

Oben auf: Leuchttürme üben auf viele einen besonderen Reiz aus – auch wenn das meist schlichtweg daran liegt, dass sie zwangsweise in wunderschönen Küstenlagen stehen. In immer mehr von ihnen kann man inzwischen übernachten – oft coronakonform, weil man ohnehin der einzige Gast ist. Zum Beispiel auf Neuwerk, Usedom und in Dagebüll.

Für Kinder: Von echten Tieren und wahrem Glück

Es gibt Bücher, die hat man gerne im Regal. Mehr zum Hineinblättern, nicht, um sie in einem Rutsch zu verschlingen. Auch Kinder mögen diese Art des Lesens – so für Zwischendurch.

Der Meeresbiologe und Verhaltensforscher Karsten Brensing hat das wunderbare Sachbuch „Wie Tiere sprechen und wie wir sie besser verstehen“ (Loewe) geschrieben. Illustrationen von Nikolai Renger veranschaulichen klug und kurzweilig Forschungsergebnisse über Kommunikation in der Tierwelt. Ein Buch zum Stöbern für Kinder ab neun Jahren, die nach dem Lesen und Schauen ihren Eltern viel Neues erzählen können.

Auch Tiere kommunizieren: Hier ist ein Elefant im Agoratoli Reservat im Kaziranga-Nationalpark zu sehen. © Quelle: Anupam Nath/AP/dpa

Und noch ein Tierbuch – aber ganz anders. Lena Zeise deckt „Das wahre Leben der Bauernhoftiere“ (Klett) auf. In fotorealistischer Maltechnik stellt sie Hoftiere vor – und da lacht kein Schwein auf der grünen Wiese. Sachkundig zeigt das Buch die Unterschiede zwischen konventioneller und ökologischer Tierhaltung. Kinder ab sieben Jahren werden das realistische Bauernhofbuch zu schätzen wissen.

Ab in den Garten! Nur was, wenn man in der Stadt wohnt? Katja Maren Thiels „Der kleine Stadtgärtner zwischen Fensterbrettbäumen und Balkonerdbeeren“ (Sauerländer) bieten tolle ganzjährige Gärtner- und Basteltipps für Kinder ab acht Jahren.

Boi aus Dänemark, Tha Zin aus Myanmar oder Tonny aus Uganda berichten in handgeschriebenen Briefen, was für sie Glück bedeutet. „Ein schöner Tag ist ein Tag, an dem ich tanzen kann“ von Karina Sillmann (Eden Books) ist ein ehrliches und berührendes Sammelsurium aus aller Welt.

Sachbücher: Mächtige Hunde und einflussreiche Freimaurer

Die Weltgeschichte ist schon tausendfach erzählt. Mackenzi Lee hat nun einen besonderen Blick auf die vergangenen 5000 Jahre geworfen. Sie erzählt eine „Weltgeschichte in 50 Hunden“ (Suhrkamp, 190 Seiten, 18 Euro), mit realen und mythischen Vierbeinergeschichten. Lee schreibt darin den schönen Satz, einen Hund zu haben fühle sich an, „als ob das eigene Herz auf einmal außerhalb des Körpers schlagen würde“.

Weltgeschichte hat auch Barack Obama geschrieben. Vier Jahre nach dem Ende seiner achtjährigen Amtszeit ist nun der erste Teil seiner Präsidentschaftserinnerungen erschienen. „Ein verheißenes Land“ (Penguin, 1024 Seiten, 42 Euro) ist ein packender und kluger Blick zurück auf ein Amerika, das wir vermisst haben. Und das hoffentlich nun auf die Weltbühne zurückkehrt.

Die Freimaurer haben in der Geschichte der USA eine nicht unbedeutende Rolle gespielt. Doch nicht nur dort. John Dickie hat mit „Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt“ (S. Fischer, 560 Seiten, 26 Euro) eine umfassende Gesamtdarstellung dieses Geheimbundes geschrieben. Die Freimaurer, so zeigt Dickie, waren an vielen wichtigen Ereignissen der westlichen Gesellschaften beteiligt.

Eines der erfolgreichsten Sachbücher der vergangenen Jahre kommt nun als Graphic Novel daher: Yuval Noah Hararis „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ erscheint jetzt in vier gezeichneten Teilen. Der erste, der den Titel „Sapiens. Der Aufstieg“ trägt (C.H. Beck, 248 Seiten, durchgehend farbig illustriert, 25 Euro), macht Lust auf die folgenden Bände. Auch für jüngere Leser.

Klassik-CDs: Flämische Gipfelwerke, Highlight im Beethovenjahr

Für den britischen Dirigenten Peter Phillips sind die Messen von Josquin Desprez mindestens ebenso bedeutend wie Beethovens Sinfonien. Diese Werke gehören zu den prächtigsten Blüten der franko-flämischen Vokalmusik. Mit seinem Vokalensemble, den Tallis Scholars, hat Phillips eine der ersten Gesamteinspielungen dieser Gipfelwerke abgeschlossen (Gimell Records). Es lohnt immer, diese Musik zu entdecken. Und wer einen Anlass sucht: 2021 ist Desprezjahr; der Komponist ist 1521 gestorben.

Eine weitere Gelegenheit zu musikalischer Wiederentdeckung ist der 100. Todestag von Camille Saint-Saëns 2021. Der Franzose hat nicht nur „Karneval der Tiere“ geschrieben, sondern in fast allen Gattungen wunderbare Beiträge geliefert, die in Deutschland oft überhört werden. Gemeinsam mit dem Geiger Renaud Capuçon und dem Cellisten Edgar Moreau hat der Pianist Bertrand Chamayou nun einige von Saint-Saëns‘ Sonaten und Trios beispielhaft zum Klingen gebracht (Erato).

Das sich dem Ende zuneigende Beethovenjahr hat massenhaft neue Aufnahmen seiner Werke auf den Markt gespült. Zu den besten gehören die Einspielungen der Klavierkonzerte mit Martin Helmchen und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Leitung von Andrew Manze (Alpha Classics). Das letzte Album der Reihe mit dem dritten Konzert enthält zudem das Tripelkonzert (mit Geigerin Antje Weithaas und Cellistin Marie-Elisabeth Hecker), dem man hier kaum noch anhört, wie heikel es eigentlich ist.

Bildbände: Der Stoff, aus dem die Träume sind

Gerade mit Bildbänden kann man – vom heimischen Sofa aus – wunderbar in die Ferne schweifen. Manchmal aber auch segeln oder tuckern, gleiten oder paddeln. „Logbuch. Schiffe, die Legenden wurden“ (Verlag Kunstanstifter) stellt maritime Berühmtheiten wie Christoph Columbus‘ „Santa Maria“, Thor Heyerdahls „Kon-Tiki“ und die „Endurance“ des Polarforschers Ernest Shackleton vor. Zu jedem der 27 Schiffe gibt es eine kurze Geschichte (Lucia Jay von Seldeneck) und eine Illustration von Florian Weiß in diesem Band, den Laura Fronteré stilvoll gestaltet hat.

Es reicht von schön bis schrecklich, von betörend bis bedrohlich: „Human Nature. Über den Zustand unserer Erde“ (Knesebeck) heißt der Band mit Aufnahmen von zwölf bekannten Fotografen wie Naturfotograf und -schützer Joel Sartore, Cristina Mittermeier, die ursprünglich Meeresbiologie studiert hat, und dem mehrfach ausgezeichneten Frans Lanting. Es gibt atemberaubende Aufnahmen, aber auch Interviews, in denen die zwölf schildern, dass und wie sie ihre Arbeit nutzen wollen, um diesen Planeten und seine Lebewesen möglichst vor weiteren Umweltkatastrophen zu schützen.

Beeindruckend: Eine Abbildung aus dem Band „Human Nature“ © Quelle: Knesebeck

Nahezu rückhaltlos schwelgen hingegen lässt sich in dem Band „Der Zauber Indiens: Über 700 Stoffe“ (Gerstenberg). Avalon Fotheringham, Kuratorin am Londoner Victoria und Albert Museum, stellt aus der Sammlung von 10.000 indischen Textilien diese Auswahl vor. Zudem beschreibt sie, wie die meist edlen Stoffe hergestellt wurden. Ein Buch zum Wegträumen; am liebsten würde man jeden der Stoffe gleich in die Hand nehmen und fühlen.



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