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„Grüner Daumen“ – Rat vom Experten: Was hilft gegen Algen im Gartenteich und Milben auf den Tagetes?

  • Wieso hat die Zirbelkiefer weiße Flecken? Warum riechen die Sauerkirschen nach Essig?
  • Auf solche Fragen wissen unsere Experten in der Rubrik „Grüner Daumen“ Rat.
  • Diesmal teilt Gartenbauingenieur Wolfgang Friebel sein Wissen mit unseren Leserinnen und Lesern.
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Anpflanzen, umgraben, bewässern: Im heimischen Garten fallen das ganze Jahr über allerlei Aufgaben an. Hobbygärtnerinnen und -gärtner stellt das oftmals vor Herausforderungen.

In unserer Rubrik „Grüner Daumen“ beantworten Expertinnen und Experten Fragen unserer Leserinnen und Leser rund um den Garten. Diesmal erteilt Gartenbauingenieur Wolfgang Friebel Ratschläge zu Zirbelkiefern mit weißen Flecken, wie der Dill endlich wächst und was gegen Spinnmilben auf Tagetes hilft. Hier eine Auswahl der Fragen, die uns erreicht haben.

Experte der Rubrik „Grüner Daumen": Wolfgang Friebel ist Gartenbauingenieur und Zierpflanzengärtner. © Quelle: Dietrich Flechtner
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Unsere Zirbelkiefer hat kleine Knöllchen und weiße Flecken. Was ist das?

Aus der Ferne ist das schwierig, aber ich vermute Wollläuse. Ich empfehle da immer Parasommer, das ist ein Mittel auf Paraffinbasis. Das legt eine Art Film über die Schädlinge, sodass diese ersticken. Das müssen Sie immer wiederholen, denn wenn sie den Baum abspritzen oder es regnet, wäscht es das Mittel runter. Deshalb mehrmals laut Anwendervorschrift wiederholen.

Wir haben seit Jahren keinen Erfolg mit Dill, egal ob über Samen oder gezogene Pflanzen.

Dill ist generell eine Problemkultur. Der braucht sehr nahrhafte Erde und muss regelmäßig gewässert werden. Versuchen Sie es mit Pflanzen, bei denen die Samen allein rausfallen, das geht ganz gut.

Kann ich die langen Triebe der Glyzine jetzt nach der Blüte zurückschneiden?

Kürzen Sie die langen Triebe nur um die Hälfte. Im Frühjahr schneiden Sie diese dann auf etwa 20 Zentimeter zurück.

Unsere Sauerkirschbäume sind von Fruchtfliegen befallen, die Kirschen riechen nach Essig.

Das ist die Kirschessigfliege, die gibt es seit einigen Jahren. Die bohrt gesunde Früchte an und legt da ihre Eier ab. Da kann man nicht viel machen. Mit Gelbtafeln kann man versuchen, einen Teil der Fliegen zu fangen.

Ich habe jetzt das zweite Jahr Spinnmilben in meinen Blumenkästen mit Tagetes, die sind total damit überzogen. Was kann ich tun?

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Wenn die Kästen in praller Sonne stehen, ist das ein guter Platz für Spinnmilben, die fühlen sich da richtig wohl. Die Schädlinge wurden irgendwie eingeschleppt und sind dann plötzlich da. Sie sollten die Kästen im Winter gründlich ausspülen und reinigen, um die Reste zu beseitigen. Nicht alle Pflanzen vertragen auch die direkte Sonneneinstrahlung, da sollten sie mit anderen Arten probieren, was besser geeignet ist, Pelargonien sind da sehr unempfindlich.

Unser großer und alter Rhododendronstrauch, der bisher jährlich üppig geblüht hat, hat leider im vergangenen Jahr erheblich Schaden genommen, obwohl er genügend Wasser hatte und gedüngt wurde. Nicht nur die Rhododendronzikade, die wir vor zwei bis drei Jahren erfolgreich bekämpft hatten, hat wieder einen Großteil der Knospen befallen, sondern unerklärlicherweise sind auch die im ausgelichteten Inneren des Strauches vor drei Jahren gepflanzten Jungpflanzen befallen. Was können wir unternehmen?

Der Rhododendron ist in starkem Maß vom Dickmaulrüssler befallen. Das ist erkennbar am Buchtenfraß der Blätter. Diese Fraßschäden sind mehr ein optisches Problem. Die Larven des Dickmaulrüsslers leben aber an den Wurzeln und fressen dort und bei starkem Befall an der Rinde des Stammes. Dadurch kommt es zu massiven Ernährungsstörungen der Pflanze bis hin zum Absterben. Da hilft auch das Düngen nicht mehr. Zuerst muss der Dickmaulrüssler bekämpft werden. Dafür gibt es Nematoden zu kaufen, die in Wasser gelöst an die Wurzeln gegossen werden. Dazu muss es allgemein feucht sein. Diese Nematoden bewegen sich im feuchten Medium und parasitieren die Larven, die dann absterben. Der nächste günstige Zeitpunkt ist etwa Ende Au­gust/Anfang September. Zuvor würde ich aber den Wurzelbereich kontrollieren, ob eventuell die Rinde des Stammes schon angefressen ist, in diesem Fall sind die Aussichten eher düster.

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Wir haben seit 25 Jahren einen Gartenteich, der Algenbefall hielt sich bisher in Grenzen. Wir hatten da Fische drin, die hat wohl ein Reiher rausgefischt. Jetzt ist es mit den Algen ganz schlimm. Was kann man dagegen tun?

Algen sind die Folge von zu viel Nährstoffen im Wasser. Fische fressen die schwebenden Teilchen. Wenn die Fische weg sind, ist das Gleichgewicht gestört. Fragen Sie einmal beim Gartenteichexperten nach, der kennt sich da besser aus und kann Ihnen sicher weiterhelfen.

Ihre Frage an unsere Expertinnen und Experten

Wer auch eine Frage an unsere Experten hat, kann einfach eine Mail an service@rnd.de senden. Fragen zu Schädlingen und Krankheiten können unsere Fachleute noch besser beantworten, wenn Sie ein Foto an die Mail anhängen. Weil der Andrang sehr groß ist, können wir nur ausgewählte Fragen berücksichtigen.

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